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One Planet Summit

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Logo des One Planet Summit

One Planet Summit („Eine-Erde-Gipfel“) ist der Titel einer vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf der UN-Klimakonferenz in Bonn 2017 (COP 23) angekündigten Reihe außerordentlicher bzw. zusätzlicher Weltklimagipfel. Das Ziel ist es, eine weltweite „ökologische Transformation“ voranzutreiben, durch die „Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz mit Chancen für Arbeitsmarkt, Innovation und Wirtschaft verbunden“ werden. Zu diesem Zweck wurden verschiedene „Koalitionen“ zwischen staatlichen und privaten Akteuren zur Erreichung konkreter Ziele geschlossen. Veranstalter sind neben der französischen Regierung die Weltbank unter ihrem Präsidenten Jim Yong Kim sowie die Vereinten Nationen mit ihrem Generalsekretär António Guterres.<ref name="oneplanetsummit.fr 11-12-017">oneplanetsummit.fr (11. Dezember 2017)</ref>

Der erste One Planet Summit fand am 12. Dezember 2017 – dem zweiten Jahrestag des auf der COP 21 geschlossenen Weltklimaabkommens – bei Paris<ref>Konferenz in Paris - Weltbank ruft zu Klimaschutz auch ohne US-Regierung auf. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Konferenz in Paris - Weltbank ruft zu Klimaschutz auch ohne US-Regierung auf (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunk.de</ref> in Boulogne-Billancourt im Kulturzentrum La Seine Musicale auf der örtlichen Seine-Insel Île Seguin statt.<ref>One planet summit. 12. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dem ersten Treffen gab es weitere Gipfel in New York 2018 und in Nairobi 2019. Am 11. Januar 2021 fand der vierte Gipfel, diesmal virtuell, wieder in Paris statt.<ref>Ministère de l'Europe et des Affaires étrangères: Vierter One Planet Summit: Einsatz und Engagement für die Biodiversität (11.01.2021). Abgerufen am 12. Januar 2021.</ref>

Teilnahme[Bearbeiten]

2017 trafen ca. 4.000 Vertreter von Organisationen, Kommunen und Regionen aus rund 130 Ländern zusammen,<ref name="badische-zeitung.de 13-12-017">Badische Zeitung: Klimaschützer loben Pariser Gipfel - Brennpunkte - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 13. Dezember 2017]).</ref> darunter rund 50 Staats- und Regierungschefs. Die USA waren neben diplomatischem Personal ihrer Botschaft durch zivilgesellschaftliche Vertreter des Bündnisses America’s Pledge vertreten; für die Bundesrepublik nahm die (nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche 2017 kommissarische) Umweltministerin Barbara Hendricks teil.<ref name="DLF24 12-121-017">Klimaabkommen - Pariser Treffen wendet sich an die Wirtschaft. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 12. Dezember 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Klimaabkommen - Pariser Treffen wendet sich an die Wirtschaft (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunk.de</ref>

Ziele, Zweck[Bearbeiten]

Unter dem Slogan „Es gibt keinen Planeten B“ hat das Gipfeltreffen gemäß seiner Homepage drei Ziele (Zitate):<ref name="oneplanetsummit.fr 11-12-017"/>

  1. Ergreift konkrete und kollektive Maßnahmen. Es gibt Lösungen, die wir so schnell wie möglich global und lokal einführen sollten.
  2. Seid innovativ. Lasst uns kreativ und einfallsreich sein, indem wir unsere Systeme an die unvermeidlichen Veränderungen anpassen und unsere Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen verstärken.
  3. Unterstützt einander. Wir sind alle vom Klimawandel betroffen, aber einige von uns sind anfälliger als andere. Lasst uns zum Wohle aller zusammenarbeiten und unsere Unterstützung noch mehr für die Länder und Völker erhöhen, die sie am meisten brauchen.

Ein Hauptaugenmerk soll auf der möglichen Beschleunigung und Unterstützung gemeinsamer Bemühungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung liegen, wodurch Innovationen entwickelt werden sollen, die von öffentlichen und privaten Trägern finanziert werden. Es soll also vor allem über die Finanzierung weiterer Klimaschutzmaßnahmen beraten werden;<ref name="oneplanetsummit.fr 11-12-017"/> außerdem werden Ankündigungen verschiedener Politiker zu Investitionen in neue Energietechnologien erwartet.<ref name="DLF24 12-121-017"/>

Verlauf[Bearbeiten]

Im Vorfeld rief Weltbank-Präsident Jim Yong Kim dazu auf, die internationalen Klimaschutzbemühungen auch ohne die Beteiligung der amtierenden US-Regierung unter dem „Klimaskeptiker“ Donald Trump voranzutreiben; mit den in den USA Engagierten könnten trotz des von den USA für 2020 angekündigten Ausstiegs aus dem Weltklimaabkommen<ref name="deutschlandfunk.de Nachrichten vertieft 6-11-017">deutschlandfunk.de, 6. November 2017: Ringen um den Klimaschutz (10. Dezember 2017)</ref> Fortschritte erzielt werden. Gastgeber Macron bekräftigte, dass das Pariser Abkommen historisch sei und nicht z. B. zugunsten der USA neu verhandelt werden könne.<ref name="spiegel.de 12-12-017">Streit um Klimavertrag: Macron wirft USA aggressiven Alleingang vor. In: Spiegel Online. 12. Dezember 2017 (spiegel.de [abgerufen am 13. Dezember 2017]).</ref>

Wenige Tage vorher hatte in Nairobi am Sitz des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) vom 4. bis 6. Dezember 2017 die 3. UN-Umweltkonferenz stattgefunden, ebenfalls Anfang Dezember in Chicago der von der amerikanischen zivilgesellschaftlichen Organisation America’s Pledge organisierte erste nordamerikanische Klimagipfel North American Climate Summit.

Am Vorabend des Gipfels vergab Macron mehrere Forschungsstipendien an US-Klimaforscher; auch Deutschland schrieb im Rahmen der Initiative Make Our Planet Great Again (→ Make America Great Again) ein Stipendium für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung aus.<ref name="spiegel.de 12-12-017"/>

Nach einem Treffen der mehr als 50 teilnehmenden Staats- und Regierungschefs mit Macron im Élysée-Palast fuhr man am 12. Dezember vormittags gemeinsam per Boot zum Tagungsort auf der Île Seguin. Hier erklärte Michael Bloomberg, UN-Sondergesandter für Klimaschutz, dass die USA trotz der klimawandelskeptischen Politik von Präsident Trump ihre zum Übereinkommen von Paris gegebenen Zusagen einhalten könnten, denn eine umweltfreundliche Firmenpolitik liege z. B. im Interesse vieler US-Unternehmen. Zuvor hatte Macron nochmals bestätigt, das Atomkraftwerk Fessenheim schließen zu wollen, allerdings erneut ohne entsprechenden Termin.<ref>DLF24, 12. Dezember 2017, 16:00 (12. Dezember 2017)</ref> Macron schlug zwölf zusätzliche Projekte zur Forcierung des Kampfs gegen die anthropogene Erderwärmung vor, z. B. ein Programm zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen, um schneller aus fossil getriebener Mobilität z. B. mit Verbrennungsmotoren aussteigen zu können.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Die Weltbank kündigte an, ab 2019 keine Projekte zur Erschließung von Erdöl und Erdgas mehr zu finanzieren;<ref>World Bank Group Announcements at One Planet Summit. Abgerufen am 13. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="badische-zeitung.de 13-12-017"/> der Versicherungskonzern Axa teilte mit, in Zukunft keine Neubauten von Kohlekraftwerken mehr zu versichern und bis 2020 zwölf Mrd. Euro in „grüne“ Projekte investieren zu wollen.<ref name="badische-zeitung.de 11-12-017">Badische Zeitung: Pariser Gipfel drängt Wirtschaft zum Klimaschutz - Brennpunkte - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 13. Dezember 2017]).</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Deutschland initiierte zusammen mit Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden, den Emissionsrechtehandel zu verteuern, um mit höheren Preisen für CO2-Ausstoß den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen voranzutreiben; die US-Bundesstaaten Kalifornien und Washington schlossen sich dem an.<ref>DLF24, 12. Dezember 2017, 18:00: Klimakonferenz - Zusätzliche Projekte und Kooperationen vorgeschlagen. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 12. Dezember 2017]).</ref>

Dem auf der COP 23 in Bonn von Großbritannien ins Leben gerufene Bündnis für den Kohleausstieg traten mehrere weitere Partner bei, sodass die Zahl seiner Mitglieder auf rund 30 Länder und Regionen anwuchs.<ref name="badische-zeitung.de 11-12-017"/>

Acht Zentralbanken und Finanzmarktaufsichtsbehörden gründeten 2017 das Network for Greening the Financial System (NGFS), um das Risikomanagement im Finanzsektor zu Umweltrisiken und Auswirkungen der globalen Erwärmung weiterzuentwickeln und im Sinne des grünen Finanzwesen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) Mittel für den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu mobilisieren.<ref name="bdf">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Joint statement by the Founding Members of the Central Banks and Supervisors Network for Greening the Financial System – One Planet Summit (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. November 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.banque-france.fr. Banque de France press releases, 12. Dezember 2017. Abgerufen am 23. August 2021.</ref><ref name="origin">Origin and Purpose. www.ngfs.net. Abgerufen am 23. August 2021.</ref>

An der One Planet Summit 2021 in Paris sind 14,3 Milliarden Dollar für Afrikas Grüne Mauer im Sahel zusammengekommen. 50 Staaten der High Ambition Coalition, darunter auch Deutschland, erklärten als Ziel bis zum Jahr 2030 gemeinsam 30 Prozent ihrer Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen.<ref>Grüne Mauer: Bäume gegen Wüste. In: schweizerbauer.ch. 12. Januar 2021, abgerufen am 12. Januar 2021.</ref><ref>Imke Köhler: UN-Klimagipfel: "Es muss heute gehandelt werden". In: tagesschau.de. 11. Januar 2021, abgerufen am 14. Januar 2021.</ref><ref>Ohne Moos nichts los. WWF Deutschland, 11. Januar 2021, abgerufen am 17. Januar 2021.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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