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Oparanthus hivoanus

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Oparanthus hivoanus
Datei:Oparanthus hivaoanus.jpg

Blütenstände von Oparanthus hivoanus

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Coreopsideae
Gattung: Oparanthus
Art: Oparanthus hivoanus
Wissenschaftlicher Name
Oparanthus hivoanus
(O.Deg. & Sherff) R.K.Shannon & W.L.Wagner

Oparanthus hivoanus ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie kommt auf den im südlichen Pazifik gelegenen Marquesas endemisch vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Oparanthus hivoanus wächst als meist als Strauch, der Wuchshöhen von 0,5 bis 2 Meter erreicht. An geschützten Standorten wächst die Art auch als kleiner Baum der Wuchshöhen von bis zu 5 Metern und Stammdurchmesser von bis zu 0,2 Metern erreichen kann. Die Borke ist braun während das Holz cremefarben ist. Die jungen Triebe weisen sehr kurze Internodien auf.<ref name="FoMI"/>

Die kreuzgegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in einen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1,5 bis 5, an jüngeren Trieben bis zu 10 Zentimeter lang und erreicht Durchmesser von 0,2 bis 0,8 Zentimeter. Die einfache, ledrige Blattspreite ist bei einer Länge von 2,3 bis 8, an jungen Trieben bis zu 13 Zentimetern sowie einer Breite von 1,3 bis 4,5, an frischen Trieben bis zu 11 Zentimetern eiförmig bis breit eiförmig geformt. Die Spreitenbasis läuft stumpf, gelegentlich auch keilförmig oder ungleichmäßig zu, die Spreitenspitze ist spitz zulaufend, der Spreitenrand ist gesägt bis annähernd ganzrandig. Von jeder Seite des Blattmittelnerves zweigen mehrere Paare an Seitennerven ab und die Blattadern höherer Ordnung bilden ein netzartiges Muster.<ref name="FoMI"/>

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Oparanthus hivoanus ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und die bekannte Blütezeit erstreckt sich von Januar bis September. Die endständigen, erst aufrechten und später hängenden, zymischen Gesamtblütenstände bestehen aus drei körbchenförmigen Teilblütenständen. Die Teilblütenstände werden 0,9 bis 1,3 Zentimeter groß und haben einen Durchmesser von 0,7 bis 1,2 Zentimeter. Der Blütenstandsschaft ist 0,5 bis 3,5 Zentimeter lang. Im glockenförmigen Involucrum sind in zwei abgestuften Reihen die sieben bis acht Hüllblätter angeordnet, welche 0,65 bis 0,8 Zentimeter lang sind. Die Hüllblätter auf dem konvexen Körbchenboden werden 0,9 bis 1,1 Zentimeter lang.<ref name="FoMI"/><ref name="Shannon1997"/>

Die funktional eingeschlechtigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkörbe enthalten acht bis elf funktional weibliche Zungenblüten (= Strahlenblüten) in ein bis drei abgestuften Reihen und 20 funktional männliche Röhrenblüten (= Scheibenblüten). Die Kronblätter der Zungenblüten unterteilen sich in eine 0,3 bis 0,4 Zentimeter lange Kronröhre sowie eine 0,3 bis 0,33 Zentimeter lange Zunge, welche an ihrer Spitze leicht gelappt oder gezähnt ist. Die Röhrenblüten haben eine rund 0,25 Zentimeter lange Kronröhre sowie etwa 0,3 Zentimeter lange Kronlappen.<ref name="FoMI"/>

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die holzigen, fruchtbaren Achänen, welche sich in den Zungenblüten bilden sind bei einer Länge von mindestens 0,7 Zentimetern annähernd elliptisch geformt und weisen einen oder zwei schmale Flügel auf. Der bis zu 0,1 Zentimeter breite Flügel hat einen glatten bis leicht unregelmäßigen Rand und reicht etwas über die Spitze der Achänen hinaus. Die etwa 0,45 Zentimeter langen Achänen, welche sich in den Röhrenblüten bilden, sind steril und weisen gelegentlich einen Flügel auf.<ref name="FoMI"/>

Vorkommen[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Oparanthus hivoanus liegt auf der zu den Marquesas gehörenden Insel Hiva Oa. Das Verbreitungsgebiet umfasst dort den westlichen Teil der Insel und erstreckt sich über den Mont Temetiu und dem Mont Feani bis nach Hanamenu.<ref name="FoMI"/><ref name="Shannon1997"/>

Oparanthus hivoanus gedeiht in Höhenlagen von 850 bis 1200 Metern. Die Art wächst dort in der Wolkenzone in verbuschten Wäldern, meist an windumtosten Hängen und in Gipfelregionen. In diesen Wäldern wachsen verschiedene Arten von Cheirodendron, Crossostylis, Cyathea, Freycinetia, Eisenhölzern (Metrosideros), Reynoldsia, Fächerblumen (Scaevola) sowie Weinmannia.<ref name="FoMI" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung als Bidens hivoana erfolgte 1934 durch Otto Degener und Earl Edward Sherff in Botanical Gazette; Paper of Botanical Notes. Crawfordsville, IN, Chicago, IL, Band 96 Seite 143. Im Jahr 1997 überführten Robynn K. Shannon und Warren L. Wagner die Art als Oparanthus hivoanus in Allertonia Band 7 Teil 4 Seite 282 als Oparanthus hivoanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(O.Deg. & Sherff) R.K.Shannon & W.L.Wagner in die Gattung Oparanthus.<ref name="IPNI" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Oparanthus hivoanus. In: Flora of the Marquesas Islands. www.botany.si.edu/pacificislandbiodiversity/marquesasflora, abgerufen am 25. April 2017 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoMI">Oparanthus hivoanus. In: Flora of the Marquesas Islands. www.botany.si.edu/pacificislandbiodiversity/marquesasflora, abgerufen am 25. April 2017 (englisch).</ref> <ref name="IPNI">Oparanthus hivoanus. In: The International Plant Names Index. www.ipni.org, abgerufen am 25. April 2017 (englisch).</ref> <ref name="Shannon1997"> Robynn K. Shannon, Warren L. Wagner: Oparanthus (Asteraceae, Subtribe Coreopsidinae) Revisited. In: Allertonia. Band 7, Nr. 4, 1997, ISSN 0735-8032, S. 273–295.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Oparanthus hivoanus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien