Operation Breakthrough
| Point Barrow | ||||||
| Geographische Lage | ||||||
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| Koordinaten | 71° 23′ 20″ N, 156° 28′ 45″ W
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| Gewässer 1 | Tschuktschensee | |||||
| Gewässer 2 | Beaufortsee | |||||
Operation Breakthrough war eine internationale Rettungsaktion zur Befreiung einer im Packeis eingeschlossenen Grauwalfamilie im Jahr 1988. Die drei Wale wurden im Oktober in der Beaufortsee nördlich von Point Barrow, US-Bundesstaat Alaska, dem nördlichsten Ort der Vereinigten Staaten vom frühen Winter überrascht und konnten aus eigener Kraft nicht mehr das offene Meer erreichen. Das führte zu einem weltweiten Medienecho und sorgte dafür, dass mehrere Staaten sowie internationale Hilfsorganisationen sich an den Rettungsbemühungen beteiligten. Der jüngste Wal verstarb während der Rettungsaktion. Die vermutlichen Elterntiere wurden zwar gerettet, aber es ist nicht erwiesen, ob sie letztendlich die Strapazen überlebt haben.
Rettungsbemühungen[Bearbeiten]
Am 7. Oktober 1988 entdeckte der Iñupiat Roy Ahmaogak, ein Jäger und Walfänger, drei Grauwale im Packeis der Beaufortsee nördlich von Point Barrow.<ref name="eye">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Jäger versuchte, mit einer Kettensäge eine eisfreie Schneise zu sägen, um den Tieren einen Weg zum offenen Meer zu schaffen.
Weitere Dorfbewohner halfen dem Jäger mit Pumpen und anderen Geräten dabei, die noch offenen Flächen besonders auch in den Nächten eisfrei zu halten.<ref name="hunt">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die Hilfe der Anwohner sprach sich in den Iñupiat-Gemeinden schnell herum, und so erfuhren Biologen aus North Slope Borough davon und machten sich dorthin auf den Weg. Vor Ort erkannten sie die gefährliche Situation für die Walfamilie<ref name="eye" /> und organisierten einen Sikorsky S-64 Skycrane-Schwerlasthelikopter, der mittels eines 5-Tonnen-Hammers Löcher ins Eis schlagen sollte.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Eine Woche später trafen die ersten Berichte über die eingeschlossenen Wale in Anchorage ein. Rettungskräfte versuchten einen von Prudhoe Bay ungefähr 270 Meilen entfernten Lastkahn aus Utqiaġvik dorthin zu schleppen, um ihn wie einen Eisbrecher zu verwenden und eine Schneise ins Packeis zu brechen. Die Aktion scheiterte daran, dass der Lastkahn selbst stecken blieb. Mittlerweile berichteten immer mehr Medien von der Notlage der drei Grauwale und weitere Journalisten trafen im North Slope Borough ein und berichteten vor Ort.<ref name="eye" /> Das Nationale Ozean- und Atmosphärenverwaltung (NOAA) entsandte ein Team von Meeresbiologen und Walspezialisten und das Außenministerium der USA stellte an die Regierung der Sowjetunion eine Hilfsanfrage zum möglichen Einsatz zweier Eisbrecher.<ref name="hunt" />
Die sowjetischen Eisbrecher Vladimir Arseniev und Admiral Makarov eilten zu Hilfe.<ref name="free">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Time, 7. November 1988 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Wenn die Wale nach einem geeigneten Fluchtweg suchten, brachten sie die umherschwärmenden Medienleute dazu, zurückzuschwimmen. Durch das während der Rettungsversuche zerstörte, scharfkantige Eis schnitten sich die Tiere und färbten mit ihrem Blut das Meerwasser. In der Zeit, als sich die drei Wale um die Atemlöcher scharten, gaben ihnen die Mitglieder der Iñupiat-Gemeinde Namen: Putu (Bonnet), Siku (Crossbeak), und Kanik (Bone). Der jüngste Wal Kanik (Bone), etwa neun Monate alt, starb am 21. Oktober.
Am 28. Oktober begann die Admiral Makarow<ref name="hunt" /> eine 400 Yard breite und 30 Fuß tiefe Rinne durch das arktische Eis zu brechen. Die Vladimir Arseniev reinigte die Rinne von dem Eisschutt und schuf so einen Fluchtweg, der theoretisch ausreichen sollte. Nachdem der Weg frei gebrochen und gesäubert war, konnten die Beobachter keinen der beiden älteren Wale mehr ausmachen und nahmen an, die Rettungsoperation sei erfolgreich verlaufen. Jedoch waren die Tiere schon in einem bedenklich schlechten Gesundheitszustand, und da an keinem von ihnen Sender oder Markierungen angebracht wurden, konnte nie schlüssig festgestellt werden, ob die Tiere die strapaziösen Rettungsbemühungen überlebt haben.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Anchorage Daily News, 3. Februar 2012. Abgerufen im 2/4/2012 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Die Kosten für die Rettungsaktion beliefen sich auf 1 Million US-Dollar und wurden von Wissenschaftlern kritisiert.<ref name="free" /><ref>Ulrich Brunner: Mittagsjournal vom 29.10.1988. Im Journal zu Gast: Der Meeresbiologe Dr. Katzmann, Dozent für Umwelterziehung. In: www.journale.at. Österreichische Mediathek, 28. Oktober 1988, abgerufen am 21. April 2016.</ref>
Retrospektive[Bearbeiten]
Ein Walkundler verwies auf den Effekt der gemeinsamen Anstrengungen zur Rettung der Tiere als Katalysator für ein Umdenken der Menschen im Verhalten gegenüber den Tieren. Obwohl die Operation mit riesigem Aufwand letztlich nur einen natürlichen Vorgang umkehrte, veränderte das gemeinsame Handeln die Einstellung der Menschen zu Walen.<ref name="hunt" />
Siehe auch[Bearbeiten]
- Der Ruf der Wale, ein Spielfilm aus dem Jahr 2012 mit Drew Barrymore und John Krasinski in den Hauptrollen, erzählt die Geschichte dieser Rettungsaktion nach.
Literatur[Bearbeiten]
- Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
Weblinks[Bearbeiten]
- Unlikely Allies Rush to Free 3 Whales at The New York Times
- Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The movie, Big Miracle, and what I witnessed in real life, part 1: Context – bowhead hunt.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />