Opiliaceae
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| Opiliaceae | ||||||||||||
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| Datei:Urobotrya angustifolia-1906.jpg
Urobotrya angustifolia, Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Opiliaceae | ||||||||||||
| Valeton |
Die Opiliaceae sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Sandelholzartigen (Santalales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die etwa zwölf Gattung sind in den Tropen der Neuen (nur eine Gattung) und Alten Welt (elf Gattungen) verbreitet.<ref name="Le2018" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Arten der Opiliaceae sind immergrüne, verholzende Pflanzen, die als Bäume, Sträucher oder Lianen wachsen. Alle Arten der Opiliaceae Wurzelparasiten.<ref name="Le2018" />
Die wechselständig und meist zweireihig angeordneten Laubblätter sind meist gestielt. Auf großen Bereichen der einfachen, ganzrandigen Blattspreiten sind keine Blattadern erkennbar. Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch) oder einige Arten haben zwittrige Blüten. Die Blütenstände sind Trauben, Ähren oder Rispen und manchmal cauliflor. Bei vielen Arten sehen die jungen Blütenstände wie Kätzchen aus.
Die kleinen zwittrigen oder eingeschlechtigen Blüten sind meist vier- bis fünfzählig. Die einfache oder doppelte Blütenhülle, wenn vorhanden, besteht aus je meist vier bis fünf Kelch- und/oder Kronblättern, oder es sind drei bis acht gleichgestaltige Blütenhüllblätter vorhanden. In den männlichen Blüten sind vier bis fünf Staubblätter und meist ein Pistillode vorhanden. In den weiblichen Blüten sind zwei bis fünf Fruchtblätter zu einem meist oberständigen Fruchtknoten verwachsen und Staminodien können vorkommen. In den zwittrigen Blüten sind Staubblätter und ein Fruchtknoten enthalten. Es kann ein Diskus vorhanden sein.
Es werden Steinfrüchte mit einem großen, ölhaltigen Samen gebildet.
Systematik[Bearbeiten]
Taxonomie[Bearbeiten]
Die Familie Opiliaceae wurde 1886 durch Theodoric Valeton in Critisch Overzicht der Olacineae, 136 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Typusgattung ist Opilia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roxb.<ref name="Tropicos" />
Äußere Systematik[Bearbeiten]
Die Familie Opiliaceae gehört zur Ordnung Santalales. AGP II, III und IV stellten die Ordnung Santalales zu den Kerneudikotyledonen.<ref name="Le2018" /><ref name="APWebsite" />
Innere Systematik, Gattungen und ihre Verbreitung[Bearbeiten]
Le et al. gliedern 2018 die Familie Opiliaceae in drei Tribus mit insgesamt zwölf Gattungen und etwa 36 Arten:<ref name="Le2018" /><ref name="APWebsite" />
- Tribus Agonandreae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.: Sie enthält zwei Gattungen:
- Agonandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers ex Benth. & Hook. f.: Die etwa zehn Arten sind von Mexiko über Zentralamerika bis ins tropische Südamerika verbreitet,<ref name="Le2018" /> darunter:
- Agonandra brasiliensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth. & Hook. f.: Sie kommt im mittleren bis nördlichen Brasilien, in Paraguay und von Guyana bis Kolumbien, Venezuela und bis Panama vor.<ref name="WCSP" />
- Gjellerupia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lauterb. (Die Stellung in dieser Tribus ist nicht gesichert.): Es gibt nur eine Art:<ref name="Le2018" />
- Gjellerupia papuana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lauterb.: Sie kommt im westlichen und nördlichen Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Agonandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers ex Benth. & Hook. f.: Die etwa zehn Arten sind von Mexiko über Zentralamerika bis ins tropische Südamerika verbreitet,<ref name="Le2018" /> darunter:
- Tribus Anthoboleae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bartl. ex Spach: Sie enthält nur eine Gattung:<ref name="Le2018" />
- Anthobolus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br.: Die etwa drei Arten kommen im zentralen bis nördlichen Australien vor.<ref name="Le2018" />
- Tribus Champereieae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bing Liu, C.T.Le, L.M.Lu & Z.D.Chen: Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält drei monotypische Gattungen, also nur drei Arten:<ref name="Le2018" />
- Champereia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griffith: Es gibt nur eine Art:<ref name="Le2018" />
- Champereia manillana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Blume) Merr.: Entgegen der bisherigen Einschätzung kommt sie laut Le et al. 2018 nur in Südostasien vor und nicht auch noch in weiteren Gebieten.<ref name="Le2018" />
- Melientha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pierre: Es gibt nur eine Art:<ref name="Le2018" />
- Melientha suavis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pierre: Die zwei Unterarten kommen im nördlichen Südostasien vor.<ref name="WCSP" />
- Yunnanopilia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Wu & D.Z.Li: Es gibt nur eine Art:<ref name="Le2018" />
- Yunnanopilia longistaminea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(W.Z.Li) C.Y.Wu & D.Z.Li: Sie kommt in den südwestlichen chinesischen Provinzen Yunnan sowie Guangxi vor.<ref name="Le2018" />
- Champereia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griffith: Es gibt nur eine Art:<ref name="Le2018" />
- Tribus Opilieae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.: Sie enthält zwei Gattungen:<ref name="Le2018" />
- Cansjera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss.: Die etwa drei Arten sind von Sri Lanka über Indien bis zum südlichen China, Neuguinea und dem nördlichen Australien verbreitet.<ref name="Le2018" />
- Lepionurus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume: Es gibt nur eine Art:<ref name="Le2018" />
- Lepionurus sylvestris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume: Sie kommt von Nepal und Assam bis ins westliche Malesien<ref name="Le2018" /> und bis Yunnan vor.<ref name="WCSP" />
- Opilia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roxb.: Die nur zwei Arten kommen beide im tropischen Afrika vor und eine ist auch im tropischen Asien, auf den Salomonen und im nördlichen Australien verbreitet.<ref name="Le2018" />
- Pentarhopalopilia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Engl.) Hiepko: Die etwa vier Arten sind im tropischen Afrika und Madagaskar verbreitet.<ref name="Le2018" />
- Rhopalopilia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pierre: Die etwa drei Arten sind im tropischen Zentralafrika verbreitet.<ref name="Le2018" />
- Urobotrya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stapf: Von den etwa sieben Arten sind zwei von West- bis Zentralafrika und fünf im tropischen Asien verbreitet.<ref name="Le2018" />
Quellen[Bearbeiten]
- Die Familie der Opilaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
- Die Familie der Opiliaceae bei DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung)
- Eintrag in der Western Australian Flora. (engl.)
Literatur[Bearbeiten]
- Huaxing Qiu, Paul Hiepko: In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 5: Ulmaceae through Basellaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2003, ISBN 1-930723-27-X. Opiliaceae, S. 205–206 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
- Daniel L. Nickrent et al.: A revised classification of Santalales. In: Taxon, Volume 59, 2010, S. 538–558.
- Chi Toan Le, Bing Liu, Russell Barrett, Limin Lu, Jun Wen, Zhiduan Chen: Phylogeny and a new tribal classification of Opiliaceae (Santalales) based on molecular and morphological evidence: Phylogeny and classification of Opiliaceae. In: Journal of Systematics and Evolution, Volume 56, Januar 2018, S. 56–66. doi:10.1111/jse.12295
- Paul Hiepko: Die Gattungsabgrenzung bei den Opiliaceae. In: Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft, Band 84 („1971“), S. 661–663, 1972.
- Paul Hiepko: A revision of Opiliaceae I. Genera of the eastern Old World, excluding Opilia. In: Willdenowia. Volume 9, 1979, S. 13–56.
- Paul Hiepko: A revision of Opiliaceae II. Opilia Roxb. In: Willdenowia, Volume 12, 1982, S. 161–182.
- Paul Hiepko: A revision of Opiliaceae III. Urobotrya Stapf. In: Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie. Leipzig, Volume 107, 1985, S. 137–152.
- Paul Hiepko: A revision of Opiliaceae IV. Rhopalopilia Pierre and Pentarhopalopilia (Engler) Hiepko gen. nov. In: Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie. Leipzig, Volume 10, 1987, S. 271–291.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Tropicos"> Opiliaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts: World Checklist of Seed Plants 1 (1, 2), 1995, S. 1–483, 1–529. MIM, Deurne.Vorlage:WCSP </ref> <ref name="APWebsite"> Die Familie der Opilaceae bei der APWebsite. </ref> <ref name="Le2018"> Chi Toan Le, Bing Liu, Russell Barrett, Limin Lu, Jun Wen, Zhiduan Chen: Phylogeny and a new tribal classification of Opiliaceae (Santalales) based on molecular and morphological evidence: Phylogeny and classification of Opiliaceae. In: Journal of Systematics and Evolution, Volume 56, Januar 2018, S. 56–66. doi:10.1111/jse.12295 </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Opiliaceae bei Parasitic Plants.
- Eintrag in der Flora of Zimbabwe. (engl.)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.