Oreca 07
| Oreca | |
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Weiron Tan im Oreca 07 in Silverstone, 2018
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| Oreca 07 | |
| Produktionszeitraum | seit 2017 |
| Klasse | Rennwagen |
| Karosserieversionen | Coupé |
| Motoren | Ottomotor: 4,2 Liter max. 450 kW (max. 600 PS) |
| Länge | 4745 mm |
| Breite | 1900 mm |
| Höhe | 1045 mm |
| Radstand | 3005 mm |
| Leergewicht | 930<ref>Oreca 07 Technical Sheet. oreca.com, abgerufen am 28. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> kg
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| Vorgängermodell | Oreca 05 |
Der Oreca 07 ist ein Rennwagen der Protoypen-Klasse LMP2, der seit 2017 von dem französischen Rennwagenhersteller Oreca angeboten und von zahlreichen Teams in verschiedenen LMP-Meisterschaften, darunter der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), European Le Mans Series (ELMS), IMSA WeatherTech SportsCar Championship und Asian Le Mans Series (AsLMS) sehr erfolgreich eingesetzt wird.
Geschichte[Bearbeiten]
Der französische Rennstall Oreca hatte seit seiner Gründung 1973 unter anderem als Partner mehrerer Automobilkonzerne in verschiedenen Rennklassen Erfolge erzielen können und gehörte zu den erfolgreichsten französischen Teams im internationalen Motorsport. Mitte der 2000er-Jahre nahm der Hersteller nach Übernahme von Courage Compétition auch die Konstruktion eigener Rennwagen auf und fertigte sowohl im Auftrag anderer Unternehmen als auch in Eigenregie selbst entwickelte Le-Mans-Prototypen. So entstanden neben zahlreichen weiteren Mustern mit den Oreca 03 bzw. Oreca 05 auch zwei LMP2, von denen insbesondere der 05 von 2015 als direkter Vorgänger des Oreca 07 angesehen werden kann. Er bildete die technische Grundlage für die Entwicklung des 07, der unter anderem in der Aerodynamik an zahlreichen Stellen überarbeitet sowie für den ab 2017 vorgeschriebenen Einheitsmotor angepasst wurde. Da das Fahrgestell selbst aber praktisch unverändert blieb, konnten Teams ihre 05 anhand von Oreca angebotener Upgradepakete kostengünstig auf den Stand des 07 umrüsten, wodurch Oreca viele Teams auch weiterhin an sich binden konnte.<ref>Oreca zeigt das LMP2-Auto für 2017: Der 07 rennt. motorsport-total.com, abgerufen am 28. April 2018.</ref> Der neue Wagen wurde im Oktober 2016 erstmals auf einer Strecke getestet und stand pünktlich zum Motorsportjahr 2017 zur Verfügung.
Anfangs nur eines von vier homologierten Modellen für das ab 2017 gültige neue LMP2-Reglement konnte sich der Oreca 07 schnell etablieren und die konkurrierenden Muster Ligier JS P217, Dallara P217 und Riley-Multimatic Mk.30 in den folgenden Saisons aus den Startfeldern der wichtigsten Serien vollständig verdrängen. In der WEC und AsLMS treten die LMP2-Teams seit der Saison 2023 nur noch mit dem 07 an, in der IMSA seit 2022 und in der ELMS sogar schon seit 2020. Bis zum Jahresende 2025 gewannen diverse Teams in den genannten Meisterschaften über 30 Titel sowie zahllose Klassen- und – in Meisterschaften ohne die als Nachfolger der LMP1 übergeordneten Hypercars – auch Gesamtsiege.
Bis Juni 2025 hatte Oreca über 130 Exemplare des 07 ausgeliefert und kündigte im gleichen Jahr mit dem Oreca 09 den offiziellen Nachfolger für das neue, ab 2028 gültige LMP2-Reglement an.<ref>Daniel Lloyd: Future LMP2 Chassis and Powertrain Suppliers Announced. In: Racecar Engineering. 13. Juni 2025, abgerufen am 24. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Technik[Bearbeiten]
Allgemeines[Bearbeiten]
Das Monocoque des Oreca 07 besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), Aluminium-Wabenplatten und Seitenverkleidungen aus PBO.<ref name=":0">Automobile Club de L'Ouest (ACO) (Hrsg.): LISTE DES ENGAGÉS / ENTRY LIST 2023. Le Mans 2023, S. 23 (lemans.org [PDF]).</ref> Alle Fahrzeuge haben gemäß des Reglements ein geschlossenes Cockpit und der Heckflügel ist mit 1,80 m Breite im Vergleich zum Vorgänger um 0,20 m angewachsen, was zusätzlichen Anpressdruck und damit verbesserte Bodenhaftung am Fahrzeugheck ermöglicht. Standardmotorisierung der Wagen ist der vom Automobile Club de l’Ouest (ACO) vorgeschriebene GK428 von Gibson Technology, ein 4,2-Liter-Achtzylinder-Saugmotor, der durch ein sequenziell und halbautomatisch ohne Kupplungspedal geschaltetes Sechsganggetriebe von Xtrac Limited ergänzt wird.<ref>ORECA 07 | United Autosports. 5. August 2026, abgerufen am 24. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Lag die angegebene Maximalleistung des Antriebs zur Markteinführung 2017 noch bei 600 PS bzw. 441 kW, wurde sie im Zuge von Reglementänderungen zur Saison 2020 zunächst auf 560 PS bzw. 412 kW<ref>Oliver Müller: Wegen Hypercars: LMP2 verlieren 40 PS an Leistung. In: Speedweek.com. 6. Dezember 2019, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> und schließlich 2023 auf den noch heute (Stand 2026) gültigen Wert von 535 PS bzw. 393 kW gesenkt.<ref>Harald Gallinnis: LMP2 vor weiteren Einschnitten. In: GT-eins.at. 29. Dezember 2021, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Motor und Getriebe sind in der Fahrzeugmitte montiert, alle Oreca 07 sind hinterradgetrieben. Die Fahrzeuge verfügen über eine vom Fahrer am Lenkrad frei einstellbare Traktionskontrolle (TC), ein Antiblockiersystem (ABS) ist dagegen nicht vorhanden.<ref>Alpine Elf Team invites you into the cockpit of an Oreca 07-Gibson. 27. August 2023, abgerufen am 24. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weitere Zuliefererteile stammen von Cosworth, die die elektronischen Systeme sowie das Lenkrad der Wagen fertigen,<ref>CCW Mk2. Abgerufen am 24. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und AP Racing, von denen die Bremsanlagen bezogen werden. Schmierstoffe, Reifen und Benzin werden in der Regel von den Rahmenpartnern der jeweiligen Rennserien bezogen, in denen die Oreca 07 eingesetzt werden, so beispielsweise in der WEC von Motul, Goodyear und TotalEnergies und in der IMSA von Pennzoil, Michelin und VP Racing Fuels.<ref name=":0" />
Varianten und Derivate[Bearbeiten]
Aufgrund der grundlegenden technischen Nähe der ACO-LMP2 zu den IMSA-DPi und den späteren Nachfolgeklassen Le Mans Hypercar (LMH) und Le Mans Daytona h (LMDh) beauftragten mehrere Teams und Konstrukteure bei Oreca den Bau eigener Fahrzeuge auf Basis des 07. Das erste dieser Muster war der 2018 von Honda unter dem in Nordamerika verwendeten Markennamen Acura entwickelte Acura ARX-05, der anstelle des Gibson-Motors einen 3,5-Liter-Sechszylindermotor mit zwei Turboladern auf Basis eines Acura-Serienantriebs sowie eine neue Karosserie erhielt.<ref>IMSA 2018: Penske präsentiert Acura ARX-05 DPi. motorsport-total.com, abgerufen am 28. April 2018.</ref>
Der Schweizer Rennstall Rebellion Racing ließ von Oreca ebenfalls 2018 den Rebellion R13 fertigen, ein für die übergeordnete Klasse LMP1 modifizierter 07, der später erneut modifiziert als Alpine A480 noch zwei Saisons als LMH absolvierte.<ref>Rebellion: Erster Test mit dem neuen R13 ein voller Erfolg. Abgerufen am 24. August 2026.</ref><ref>In der Le-Mans-Woche: Alpine präsentiert LMDh-Bolide für die WEC 2024. In: Motorsport-Total.com. (motorsport-total.com [abgerufen am 24. August 2026]).</ref> Alpine hatte bereits von 2017 bis 2020 einen Oreca 07 als Alpine A470 an den Start gebracht, dieser blieb aber technisch unverändert.<ref>Signatch Alpine Team: Neue Alpine A470 für 2017 vorgestellt. motorsport-xl.de, abgerufen am 28. April 2018.</ref> Gleiches gilt für den von 2019 bis 2022 von G-Drive Racing eingesetzten Aurus 01, der ebenfalls ohne Modifikationen unter dem Namen der russischen Automobilmarke Aurus gemeldet wurde.<ref>G-Drive Racing bringt russische Luxusmarke Aurus nach Le Mans. In: Motorsport-Total.com. (motorsport-total.com [abgerufen am 24. August 2026]).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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