Orkan Xaver
| Orkan Xaver | |
|---|---|
| Wintersturm | Orkan |
| Sturmflut | bis zu 4 schwere Sturmfluten |
| Daten | |
| Beginn | 4. Dezember 2013 |
| Ende | 10. Dezember 2013 |
| Spitzenböe | 229 km/h (Aonach Mòr, Schottland) |
| Folgen | |
| Betroffene Gebiete | Irland, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Norddeutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Polen, Österreich |
| Opfer | 13<ref>Siehe Abschnitt Auswirkungen</ref> |
| Karte mit allen verlinkten Seiten Vorlage:SeitenKoordinaten | Vorlage:CoordinatesPage |
Xaver, in Dänemark Bodil und in Schweden Sven, in den Medien auch Nikolaus-Orkan, war ein Orkan, der Anfang Dezember 2013 das nördliche Europa traf.
Der Sturm hinterließ Donnerstag, den 5. Dezember 2013, in Schottland schwere Schäden, traf dann auf die Nordseeküste und zog schließlich über die Ostsee. Er brachte Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke mit schweren Sturmfluten an den Küsten sowie starken Schneefall, auch im Binnenland.
Meteorologie[Bearbeiten]
Sturmname[Bearbeiten]
Die Namen für atlantische Tief- und Hochdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen, werden vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin vergeben. Diese Namen werden von den Medien in Deutschland und einigen Nachbarstaaten verwendet, so wurde der Sturm etwa in Polen mit der polnischen Form des Namens Xaver bezeichnet, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In Schweden werden Sturmsysteme nach dem Namenstag des Datums ihres Eintreffens in Schweden benannt, abwechselnd männlich und weiblich, sodass dieser Orkan vom Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (SMHI) den Namen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) erhielt. Das Danmarks Meteorologiske Institut (DMI) vergab erstmals für diesen Orkan einen Namen, nämlich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref>Wie sich die Nordseeküste gegen den Orkan rüstet, SZ Online, 4. Dezember 2013</ref> In den Medien wurde vereinzelt auch aufgrund des Datums 5./6. Dezember Nikolaus-Orkan,<ref>Nikolaus-Orkan bringt den Winter nach Deutschland, wetter.net, 3. Dezember 2013</ref> auch etwa {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value),<ref>vergl. den Artikel Sinterklaasstorm van 2013. niederländische Wikipedia</ref> verwendet. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Es war das zweite Mal, dass ein Tiefdruckgebiet mit dem Namen Xaver sich zu einem Orkan entwickelte, doch 2011 lag die Zugbahn weiter nördlich, sodass der Sturm zwar als Orkan Berit in Skandinavien Schäden anrichtete, in den deutschsprachigen Medien jedoch keine Beachtung fand.
Verlauf[Bearbeiten]
Das Atlantiktief Xaver entstand südlich von Grönland auf dem offenen Meer.<ref name="DWD 20131203">DWD-Wetterkarte Prognose für Mi 04.12.2013, 12:00 UTC, Website der Freien Universität Berlin, abgerufen am 20. Dezember 2013</ref> Am Donnerstag, dem 5. Dezember richteten Stürme in Großbritannien Verwüstungen an. Am Nachmittag des 5. Dezembers 2013,<ref name="DWD 20131204">DWD-Wetterkarte Prognose für Do 05.12.2013, 12:00 UTC, FU Berlin, abgerufen am 20. Dezember 2013</ref> erreichte der Orkan die deutsche, niederländische und auch dänische Nordseeküste. An diesem und am nächsten Tag trafen drei schwere Sturmfluten die Küsten des Festlandes.
Die Wasser-Höchststände wurden in der Nacht zum Freitag, 6. Dezember registriert, nachdem der Tiefkern über die Ostsee gewandert<ref name="DWD 20131205">DWD-Wetterkarte Prognose für Fr 06.12.2013, 12:00 UTC, FU Berlin, abgerufen am 20. Dezember 2013</ref> und der Nordwestwind der Rückseite große Wassermengen in die Deutsche Bucht bewegt hatte. Dabei lagen die meisten Pegelstände zwischen etwa drei und vier Metern über dem mittleren Hochwasser (MHW). Mehrere Halligen meldeten Land unter. In Hamburg wurden die zweithöchsten Pegelstände seit den Aufzeichnungen ab 1825 (siehe auch Februarflut 1825) gemessen<ref>So fegte Orkan "Xaver" über Deutschland hinweg, web.de, 6. Dezember 2013</ref>, ein höherer Stand wurde nur während des Capella-Orkans von 1976 beobachtet. An einigen Orten erreichten die Orkanböen Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, der Spitzenwert wurde mit 174 km/h auf Sylt aufgezeichnet.<ref>Fakten zum Orkan: Hamburg erlebte zweithöchste Flut seit Beginn der Aufzeichnungen, in Spiegel Online, 6. Dezember 2013</ref> Für die deutsche Ostseeküste, insbesondere für die Flensburger Förde und die Schleimündung, trat aufgrund des starken ablandigen Windes am 5. Dezember 2013 abends Niedrigwasser auf und aufgrund des Badewanneneffekts ein zeitlich verzögertes Sturmhochwasser an der südlichen Ostseeküste am 6. Dezember abends mit über 140 cm über Normalhöhennull.<ref>Vorhersage für die deutsche Ostseeküste, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, abgerufen zum Ereigniszeitpunkt (nicht mehr verfügbar, aktualisierte Inhalte).</ref>
Am Abend des 6. Dezember 2013 lag das Zentrum des Sturms über dem Baltikum, am Samstag, den 7. Dezember, bereits über Russland.<ref name="DWD 20131206">DWD-Wetterkarte Prognose für Sa 07.12.2013, 12:00 UTC, FU Berlin, abgerufen am 20. Dezember 2013</ref> Dort verlor er seine Kraft und wanderte als schwaches Tief Richtung Ural.<ref name="DWD 20131209">DWD-Wetterkarte Prognose für Di 10.12.2013, 12:00 UTC, FU Berlin, abgerufen am 20. Dezember 2013</ref>
Im Landesinneren kam es auf den Mittelgebirgen zu Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h, mit einem halben Meter Neuschnee.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."Xavers" Schnee bringt Rodler auf die Bahnen ( vom 18. Dezember 2013 im Internet Archive), NDR.de, 7. Dezember 2013</ref> Die Alpen wurden vom Tief nur gestreift, dort kam es im Lauf des Wochenendes in Höhenlagen ebenfalls zu bis zu einem halben Meter Schnee:<ref name="ZAMG">Neuschnee in Österreich, Orkan in Nordeuropa (und Statistisches zum Thema weiße Weihnachten), ZAMG, News, 4. Dezember 2013.</ref>
Am 10. Dezember löste sich das Tiefdruckgebiet auf.
Analyse[Bearbeiten]
Im Vorfeld wurden Vergleiche mit zurückliegenden Sturmfluten gezogen, insbesondere mit der Sturmflut von der Nacht des 16. auf den 17. Februar 1962 (Hamburgflut),<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Spiegel Online, 4. Dezember 2013. Abgerufen am 6. Dezember 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> bei der 340 Personen ertranken, wie auch zur Flut vom 3./4. Januar 1976 (Capella-Orkan)<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Hamburger Abendblatt, 6. Dezember 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>, die bis heute die höchste Sturmflut an nahezu allen Pegeln der deutschen Nordseeküste ist. Die Wetterlagen von 1962 und 2013 ähnelten sich insbesondere in Hinsicht auf den Verlauf der Grenze zwischen einem ausgeprägten Hochdruckgebiet im Süden und dem Sturmtief im Norden, die von den Britischen Inseln über Norddeutschland hinweg führt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Hamburger Abendblatt, 4. Dezember 2013. Abgerufen am 6. Dezember 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Ausweislich der Daten der European Energy Exchange und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme trieb Xaver die Windstromproduktion Deutschlands am 5. Dezember 2013 auf den neuen Spitzenwert von 26,3 Gigawatt. Am 6. Dezember 2013 wurden insgesamt 563 GWh elektrischer Energie aus Windenergie erzeugt, also eine durchschnittliche Leistung von rund 23,5 GW erreicht.<ref>Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie im Jahr 2013. Fraunhofer ISE. Abgerufen am 18. Dezember 2013 (pdf).</ref><ref>Orkantief "Xaver" bringt neuen Rekord - Deutsche Windkraftanlagen produzieren erstmals Strom mit über 26.000 MW Leistung, iwr, 6. Dezember 2013</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tatsächliche Produktion Wind ( vom 27. Februar 2014 im Internet Archive). Internetseite der Strombörse EEX. Abgerufen am 7. Dezember 2013.</ref>
Parallel gab es in Nordamerika eine Kältewelle,<ref>→ en:2013 North American cold wave</ref> eine Lage, die sich zu Weihnachten mit Orkan Dirk und dem Toronto ice storm und in der ersten Januarwoche mit der Hercules (Polar vortex)-Kältwelle (ohne Sturm in Europa) wiederholte.
Prognosen und Vorbereitungen[Bearbeiten]
Schon am 1. Dezember 2013 wurde vor einem arktischen Sturm gewarnt, der in Teilen Großbritanniens Schnee bringen werde.<ref>Severe Storm System & Arctic Blast Thursday 5th Onwards, Netweather.tv, forum, posted 1. Dezember 2013</ref> Für den Bereich der Nordsee wurde wegen des starken auflandigen Windes und der dem Neumond vom 3. Dezember 2013 infolge der Springverspätung einige Tage später folgenden Springtiden vor einer schweren Sturmflut gewarnt.<ref name="spiegel1">Sturmflut an der Nordsee: Orkantief bedroht weite Teile Deutschlands, Spiegel Online, 3. Dezember 2013</ref><ref>Wintereinbruch zum Nikolaus, Wetterspiegel, 3. Dezember 2013</ref>
An Englands und Schottlands Ostküste stellte man sich auf die höchste Flut seit 30 Jahren ein<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Communities urged to prepare for worst east coast tidal surge in 30 years ( vom 7. Dezember 2013 im Internet Archive), Environment Agency, 4. Dezember 2013</ref> (sie wurde dann 50-jährig). In den Niederlanden wurden die Abschlussbauwerke der Deltawerke und im Vereinigten Königreich die Thames Barrier geschlossen.<ref>Deadly storm and tidal surge batter northern Europe, BBC News, 6. Dezember 2013</ref> Vorsorglich wurden in Bremen überschwemmungsgefährdete Ortsteile evakuiert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bremen rüstet sich gegen das Hochwasser ( vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive), Presseportal, 5. Dezember 2013</ref> im Hamburger Hafen Gebiete von der Polizei abgeriegelt.
Die Deutsche Bahn riet für die Zeit ab 5. Dezember 2013 nachmittags von Bahnreisen im Norden ab. Behinderungen erwartete die Bahn durch Windbruch und auch durch verbreiteten starken Schneefall bis ins Flachland. Vorsorglich wurde auch eine Einstellung des Fährverkehrs zu den deutschen Nordseeinseln, darunter Sylt, Juist, Norderney und Wangerooge, ab dem 5. Dezember 2013 angekündigt. Auch vor einer Sperrung der Rader Hochbrücke der Bundesautobahn 7 und der Fehmarnsundbrücke der Bundesstraße 207 ab einer bestimmten Windstärke wurde gewarnt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Spiegel Online, 4. Dezember 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Am Flughafen Hamburg wurde ein Großteil der Flüge ab dem Mittag gestrichen.<ref>Hamburger Flughafen streicht mehr als hundert Flüge, Spiegel Online, 5. Dezember 2013</ref> Im schwedischen Schonen wurden ab dem 6. Dezember vormittags sämtliche Zugfahrten ausgesetzt und die Fähren nach Bornholm stillgelegt. Autofahrer mussten mit einer Sperrung der Öresundbrücke rechnen.
An der gesamten Nordseeküste und an der deutschen Ostseeküste fiel vorsorglich am 5. Dezember, gegen Osten teils auch 6. Dezember 2013 der Schulunterricht aus.<ref>Dutzende Schulen im Norden bleiben geschlossen, Hamburger Abendblatt, 4. Dezember 2013</ref><ref>Stürzt der Nikolaus-Orkan Norddeutschland ins Chaos?, Bild.de, 4. Dezember 2013</ref> In Mecklenburg-Vorpommern wurde eine Notbetreuung durch die anwesenden Lehrer sichergestellt, die Eltern der Schüler sollten unter Berücksichtigung der Lage entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Schulfrei wegen "Xaver" am Freitag im ganzen Land ( vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive), Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, 5. Dezember 2013</ref>
Auswirkungen[Bearbeiten]
| Land | Tote |
|---|---|
| 2 | |
| 1 | |
| 4 | |
| 5 | |
| 1 | |
| 1 (?) |
Gesamtschäden[Bearbeiten]
Insgesamt forderte der Orkan mindestens 13, vermutlich sogar 14 Todesopfer in Europa.<ref name="Focus Opfer">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Focus, 6. Dezember 2013. Abgerufen am 7. Dezember 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Die versicherten Sachschäden in ganz Europa summieren sie sich in der Schätzung von AIR Worldwide auf 0,7 bis 1,4 Milliarden Euro.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Extratropical Cyclone Xaver.] In: Event Summary. AIR Worldwide, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Dezember 2013 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Britische Inseln[Bearbeiten]
Am 5. Dezember 2013 kam es in Großbritannien zur stärksten Sturmflut seit der Flutkatastrophe von 1953. 20.000 Menschen in Schottland und 6.500 Menschen in Irland waren ohne Strom.<ref>Violent storms batter UK triggering emergency response. The Guardian, 6. Dezember 2013</ref> ScotRail stellte den Zugverkehr komplett ein, nachdem Trümmer auf einige Gleise gefallen waren.<ref>Orkan Xaver: Schwere Zerstörungen in Schottland, Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 5. Dezember 2013</ref>
In der englischen Grafschaft Nottinghamshire wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Schottland ist ein Lastwagenfahrer ums Leben gekommen, als sein Fahrzeug umkippte.<ref name="Opfer GB">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Orkan "Xaver" gewinnt an Kraft - Tote in Großbritannien ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Reuters, 6. Dezember 2013</ref>
Deutschland[Bearbeiten]
(April 2014)
In Deutschland waren die Schäden weniger verheerend als zuvor befürchtet. Dies wurde insbesondere auf die präzisen Wettervorhersagen und den in den letzten Jahrzehnten wesentlich verbesserten Küstenschutz zurückgeführt.<ref>Bilanz von "Xaver": Triumph der Katastrophenbändiger, Spiegel Online, 6. Dezember 2013</ref> Die versicherten Sachschäden in Deutschland wurden von Aon Benfield vorläufig auf 100–200 Millionen Euro beziffert.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Focus, 11. Dezember 2013. Abgerufen am 13. Dezember 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Während auf dem Festland die Deiche den Wassermassen standhielten, verzeichneten alle Ostfriesischen Inseln mittlere bis starke Dünenabbrüche. Am schwersten wurde Juist getroffen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erklärte, dass vor dem im westlichen Inselteil gelegenen Hammersee die Naturdünen auf einer Breite von 25 Metern weggespült wurden.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.25 Meter Dünenabbruch auf Juist ( vom 10. Dezember 2013 im Webarchiv archive.today), Weser Kurier, 9. Dezember 2013</ref> Auch auf Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge gab es erhebliche Dünenschäden. Hinzu kam an der gesamten Küste die notwendige Entsorgung von riesigen Mengen an Teek (pflanzliches Treibgut).<ref>Orkan „Xaver“: Dünen schwer getroffen, Harlinger Anzeiger, 10. Dezember 2013</ref>
Auch die Nordfriesischen Inseln meldeten deutliche Landverluste, darunter vor allem Sylt, Föhr und Amrum. Die meisten Halligen wurden überspült. In Keitum auf Sylt brach ein Deich.<ref>Deiche trotzen heftiger Sturmflut, Husumer Nachrichten, 7. Dezember 2013</ref> Am Sylter Strand wurde die Dünenlandschaft auf einer Länge von 23 Kilometern beschädigt, an der Hörnumer Odde an der Südspitze gingen in Teilbereichen rund 20 Meter verloren.<ref>Xaver „knabberte“ Sylt massiv an, Sylter Rundschau, 10. Dezember 2013</ref> Auf Düne, der Nebeninsel von Helgoland, kam es ebenfalls zu massiven Sandabtragungen und Wassereinbrüchen.<ref>Schäden auf Helgolands Düne, Cuxhavener Nachrichten, 6. Dezember 2013</ref>
Ob der Unfall eines Krankenwagens, bei dem eine 82-jährige Frau in Plau am See verstarb, von Sturmböen verursacht worden war, blieb unklar.<ref name="Opfer DE">Orkan „Xaver“ über Deutschland: Sturm, Schnee und fliegende Dächer, taz, 6. Dezember 2013</ref>
Dänemark[Bearbeiten]
In Dänemark starb eine 72-jährige Frau bei Holstebro, nachdem der Wind ihr Auto von der Straße gedrückt hatte.<ref name="Opfer Dänemark">Orkan «Xaver» fegt über Nordeuropa, Zürcher Oberländer, 6. Dezember 2013</ref>
Schweden[Bearbeiten]
In Schweden blieb die Suche nach zwei vermissten Seeleuten, die vor der Küste über Bord gegangen waren, erfolglos. Zudem erfror eine Frau und ein Mann wurde von einem Baum erschlagen.<ref name="Opfer Schweden">Erleichterung nach Orkan "Xaver", Passauer Neue Presse, 7. Dezember 2013</ref>
Polen[Bearbeiten]
In Polen wurde nahe der Ortschaft Poraj in Pommern ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Śmiertelny wypadek w Poraju. 3 osoby zginęły ( vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive), leborknews, 6. Dezember 2013</ref> Insgesamt verunglückten 5 Menschen, ein Fassadenarbeiter wurde getötet, als er von einem Balkon geweht wurde. Ein weiterer Mensch starb, nachdem ein Baum auf einen Reisebus gefallen war.<ref name="Opfer Polen">Polen zieht nach Sturmtief «Xaver» Bilanz - fünf Tote Kölner Stadt-Anzeiger, 7. Dezember 2013</ref>
Österreich[Bearbeiten]
In Österreich starb ein Lastwagenfahrer bei Maishofen im Land Salzburg, als ein Reisebus von einer Windböe auf die Gegenfahrbahn gedrückt wurde und es zu einem frontalen Zusammenstoß mit dem LKW kam. Der Busfahrer wurde schwer verletzt.<ref name="Opfer AT">Orkan "Xaver": Bereits zehn Todesopfer, Kurier, 6. Dezember 2013</ref>
Kritik an der Berichterstattung[Bearbeiten]
Die Berichterstattung im Vorfeld und während des Sturmereignisses wurde oftmals kritisiert und als überzogen bewertet. So konstatierte die Professorin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg, Irene Neverla, „nicht nur in der Menge, sondern [...] auch oft sensationalistisch“ sei in der Berichterstattung das rechte Maß verloren worden. Ganz generell sei „noch nie [...] so viel über eine extreme Wetterlage geschrieben und gesendet worden“ wie bei Orkan Xaver. Dies sei hauptsächlich durch eine grundsätzlich „höhere Sensibilisierung für Extremwetterereignisse“ im Zuge der Debatte um den Klimawandel sowie speziell durch den nur sechs Wochen zuvor über Norddeutschland deutlich stärker wütenden Orkan Christian beeinflusst gewesen. Tatsächlich wurden in den Medien teilweise Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h vorhergesagt sowie Vergleiche mit der großen Sturmflut von 1962 angestellt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."Xaver" war irgendwie anders ( vom 18. April 2015 im Internet Archive) Norddeutscher Rundfunk, 6. Dezember 2013, abgerufen am 11. Januar 2015.</ref>
Der Deutsche Wetterdienst erklärte, die Warnungen der Wetterexperten seien nördlich des Mittellandkanals „fast ein Volltreffer“ und somit nicht überzogen gewesen. Aber auch weiter südlich sei eine Bewarnung gerechtfertigt gewesen, um für eine Bereitstellung von Bereitschaftsdiensten im Ernstfall zu sorgen. Der Cuxhavener Oberbürgermeister Ulrich Getsch legte sich fest, dass die massiven Warnungen ihren Teil zu verringerten Sach- und Personenschäden beigetragen hätten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."Xaver" - vor allem ein Sturm der Medien? ( vom 17. Juni 2014 im Internet Archive) Norddeutscher Rundfunk, 8. Dezember 2013, abgerufen am 11. Januar 2015.</ref><ref>Journalistikprofessorin: Medien haben bei Orkan zum Teil überzogen t-online.de, 6. Dezember 2013, abgerufen am 11. Januar 2015</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
- Liste von Wetterereignissen in Europa
- Liste von Sturmfluten an der Nordsee
- Geschichte der Sturmfluten an der Nordseeküste
Weblinks[Bearbeiten]
- Meteorologische Nachbetrachtung des Wetterereignisses – Meteomedia, Dezember 2013
- Orkantief XAVER über Nordeuropa vom 5. bis 7. Dezember 2013 – Deutscher Wetterdienst, 30. Dezember 2013 (PDF, 19 Seiten)
- Sturmflutschutz in Hamburg - gestern, heute, morgen (10/2012), Freie und Hansestadt Hamburg (PDF, 64 Seiten)
- Satellitenfilm des Deutschen Wetterdienstes, auf youtube.com/
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-12
- Orkan
- Naturkatastrophe 2013
- Hochwasserereignis (Nordsee)
- Wetterereignis (Europa)
- Wetterereignis (21. Jahrhundert)