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Öhrlinge

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Öhrlinge
Datei:Eselsohren Otidea onotica.jpg

Eselsohr (Otidea ononica)

Systematik
Abteilung: Schlauchpilze (Ascomycota)
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Pezizomycetes
Ordnung: Becherlingsartige (Pezizales)
Familie: Otideaceae
Gattung: Öhrlinge
Wissenschaftlicher Name
Otidea
Fuckel

Die Öhrlinge (Otidea) sind eine Gattung der Echten Schlauchpilze aus der Ordnung der Becherlingsartigen mit 10 Arten in Mitteleuropa und über 60 Arten weltweit.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Öhrlinge haben mittelgroße bis große becher- bzw. ohrförmige, ungestielte Apothecien, die oft lebhaft gefärbt und am Rand zerschlitzt sind. Sie besitzen an der Spitze kugelförmige Paraphysen. Die Ascosporen sind elliptisch, dünnwandig und mit je zwei Öltropfen. Die Ascusspitze blaut nicht in Lugol (inamyloid). Die Paraphysen sind am Ende oft typisch gekrümmt, was sie neben dem inamyloiden Ascus von den Echten Becherlingen unterscheidet.

Weitere Gattungsmerkmale sind das klein- bis großzellige Excipulum und die Trama, die aus verschlungenen Hyphen aufgebaut ist.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Öhrlinge leben meist am Boden und bilden Ektomykorrhiza mit diversen Pflanzen.<ref>A.C. Rinaldi, O. Comadini, T.W. Kuyper: Ectomycorrhizal fungal diversity: separating the wheat from the chaff. In: Fungal Diversity. Band 33, 2008, S. 1–45.</ref><ref>W. Y. Zhuang: Notes on Otidea from Xinjiang, China. In: Mycotaxon. 94, 2006, S. 365–370.</ref> Erst 2009 wurde eine hypgäische, d. h. unterirdische Art beschrieben, nämlich Otidea subterranea.

Arten[Bearbeiten]

Es sind mehr als 60 Arten beschrieben, dennoch dürften nur ungefähr 25 gültigen Artstatus besitzen. Einige Öhrlinge wurden aus der südlichen Hemisphäre beschrieben (z. B. Otidea tasmanica), dennoch dürfte der Datenlage zufolge Otidea s. str. auf die nördliche Hemisphäre beschränkt sein.<ref>P. M. Kirk, P. F. Cannon, J. C. David, J. A. Stalpers: Dictionary of the Fungi. 10. Auflage. CAB International University Press, Cambridge, United Kingdom 2008, S. 1–771.</ref> In Mitteleuropa kommen ungefähr 10 Arten vor. Die Monophylie der Gattung wurde phylogenetisch bestätigt.<ref>C. Y. Liu, W. Y. Zhuang: Relationships among some members of the genus Otidea (Pezizales, Pyronemataceae). In: Fungal Diversity. 23, 2006, S. 181–192.</ref>

Belege[Bearbeiten]

  • Ewald Gerhardt: Pilze. BLV Buchverlag, München 2006, ISBN 3-8354-0053-3, S. 597.
  • C. Y. Liu, W. Y. Zhuang: Relationships among some members of the genus Otidea (Pezizales, Pyronemataceae). In: Fungal Diversity. 23, 2006, S. 181–192.
  • M. E. Smith, R. A. Healy: Otidea subterranea sp. nov.: Otidea goes below ground. In: Myc. res. 113, 2009, S. 858–866. doi:10.1016/j.mycres.2009.04.006
  • A. Bollmann, A. Gminder, P. Reil: Abbildungsverzeichnis europäischer Großpilze. 4. Auflage. Gattungs-CD. Schwarzwälder Pilzlehrschau, Hornberg 2007. ISSN 0932-920X

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Öhrlinge (Otidea) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />