Palfnerkogel
| Palfnerkogel (Schwarzkogel) | ||||||
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| linksseitige Begrenzung des Salzachtals im Raum St. Johann | ||||||
| linksseitige Begrenzung des Salzachtals im Raum St. Johann | ||||||
| Höhe | 1413 m ü. A. | |||||
| Lage | bei Bischofshofen, St. Johann im Pongau und Mühlbach am Hochkönig | |||||
| Gebirge | Dientner Berge, Salzburger Schieferalpen | |||||
| Dominanz | 1,3 km → Schleichkogel | |||||
| Schartenhöhe | 71 m ↓ Scharte zum Schleichkogel | |||||
| Koordinaten | 47° 22′ 34″ N, 13° 10′ 44″ O
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| Gestein | Schattberg-/Löhnersbach-Formation (Grauwackenzone) | |||||
| Alter des Gesteins | ca. 500–400 Mio. Jahre (Ordovizium–Devon) | |||||
Der Palfnerkogel, auch Palfner Kogel oder Schwarzkogel ist ein 1413 m ü. A. hoher Berg im Salzachtal bei Bischofshofen.
Lage und Landschaft[Bearbeiten]
Der Palfnerkogel liegt links im Salzachpongau, zwischen der Salzach im St.-Johanner Becken bei St. Johann im Pongau und dem Mühlbachtal bei Mühlbach am Hochkönig. Damit gehört er zur Ostabdachung der Dientner Berge, der Hauptgruppe der Salzburger Schieferalpen.
Der Name bezeichnet den ganzen Grat, der sich vom Hochglocker (1588 m ü. A.) nordostwärts nach Bischofshofen zieht. Er läuft vom Schleichkogel (1422 m ü. A.) zwischen Rettenebenalm und Pronebenalm etwa 2 Kilometer weitgehend eben zum eigentlichen Gipfel Palfner-/Schwarzkogel, senkt sich dann ebensoweit zur Kohlmaißhöhe (1198 m ü. A.) leicht ab, und bildet dann die restlichen etwa 2 Kilometer deutlicher fallend die linke Salzachtalung.
Am Ostfuß liegen Rainbach, das namengebende Palfner Dörfl (Palfen ‚Fels‘), an den Hängen Einöden, an der Mühlbachmündung Mitterberghütten, und am Nordfuß Teile von Haidberg und taleinwärts der Ort Mühlbach.
Zur Salzach entwässern Rainbachgraben, Palfnerbach und etliche weitere kleine Gerinne, desgleichen zum Mühlbach.
Geologie, Bergbau und Erschließung[Bearbeiten]
Der Palfnerkogel-Kamm besteht gänzlich aus der hier vorherrschenden Schattberg-/Löhnersbach-Formation der Grauwackenzone (Ordovizium–Devon, ca. 500–400 Mio. Jahre), graue phyllitische Schiefer (Schwarzschiefer), gegen das Mühlbachtal auch Glanzschiefer,<ref name="Heißel 1953">Werner Heißel: Aufnahmsbericht für 1953 auf den Kartenblättern 124 Saalfelden und 125 Bischofshofen. In: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt 1954, S. 47 f., geologie.ac.at (PDF).</ref> das extrem brüchige Material, das die instabilen Problemhänge über der Hochkönigstraße (B164) bildet. Eingestreut finden sich auch diabasische Einlagerungen vulkanischen Ursprungs<ref name="Heißel 1953" /> (Metamagmatite der Metabasit-Gruppe, Altpaläozoikum), wie sie für die Umgebung von St. Johann, Zell am See und Kitzbühel charakteristisch sind.<ref>104 Metabasit-Gruppe (Altpaläozoikum). (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive) Geologische Bundesanstalt: Geologische Karten online – Texte, geomap.geolba.ac.at</ref>
Diese Geologie bedingt den Palfnerkogel als Lagerstätte.<ref name="Bergbaubericht 1998">Gerhard Feitzinger, Wilhelm Günther, Angelika Brunner: Bergbau- und Hüttenaltstandorte im Bundesland Salzburg. Land Salzburg – Abteilung 16 Umweltschutz, Salzburg 1998, Mühlbach/Hochkönig; Nordrevier-Mitterberg, Südrevier-Bischofshofen-St. Johann, S. 22 (salzburg.gv.at [PDF] Überblick ab S. 19).</ref><ref name="AfL 2012">L. Weber, Ch. Reichl: Darstellung des Österreichischen Bergbaus. (Kapitel 5). In: Leopold Weber (Hrsg.): Der Österreichische Rohstoffplan. Archiv für Lagerstättenforschung (AfL). Band 26. Geologische Bundesanstalt, Wien 2012, 5.3.2. Der Erzbergbau. Nichteisenmetalle. Kupfer. Abschnitt Mitterberger Südrevier („Einöden“), S. 66 (opac.geologie.ac.at [PDF; 22,8 MB; abgerufen am 26. September 2021]).</ref> Kupferkies und insbesondere Fahlerz (Tetraedrit) sind an die altpaläozoischen Schichten gebunden.<ref name="Bergbaubericht 1998" /><ref name="AfL 2012" />
Hier liegt das Südrevier des Mitterberger Kupferbergbaues, der schon in prähistorischer Zeit betrieben wurde (Schurfbau Einöden, 2. Jtsd. v. Chr.). Das Vorkommen ist eine Fortsetzung des Mühlbacher Vorkommens und zieht sich bis zum Buchberg Salzachtal-gegenüber.<ref name="Matz 1953">Karl B. Matz: Die Kupfererzlagerstätte Mitterberg (Mühlbach am Hochkönig, Salzburg). In: Mitteilungen der Abteilung für Mineralogie am Landesmuseum Joanneum. Band 1, 1953, S. 7–19 (Vorlage:ZOBODAT).</ref>
Es sind drei West–Ost-streichende Gänge bekannt: Brander-, Burgschwaig- und Birgsteingang.<ref name="Heißel 1953" /><ref name="Bergbaubericht 1998" /><ref name="AfL 2012" />
Der Birgsteingang wurde 1855–1879 im Joseph- und Walpurgastollen abgebaut (Kupfergewerkschaft Bürgstein).<ref name="Bergbaubericht 1998" /> Der Burgschwaiggang wurde im Klara- und Luisenstollen aufgeschlossen.<ref name="Bergbaubericht 1998" /> Der bedeutendste, der Brandergang (Kupferbergbau Einöden der Mitterberger Kupfer AG), wurde ab Anfang des 20. Jahrhunderts (wieder) erschlossen (Oberer Höchstollen, Höchstollen, Unterer Höchstollen bei Höch, sowie Arthurstollen bis Mühlbach, mit folgendem Tiefbau).<ref name="Bergbaubericht 1998" /> Der Abbau wurde aber bereits 1957 wegen mangelnder Rentabilität endgültig eingestellt.<ref name="AfL 2012" /> Zuletzt wurden täglich rund 20 t Hauwerk gefördert, der Metallgehalt betrug rund 1,4–1,8 % Cu.<ref name="AfL 2012" /> Der Stollen diente auch als Transportweg nach Mühlbach und als Wasserleitungstollen.
Dieser Abbau – der Arthurstollen ist denkmalgeschützt und als Schaubergwerk eingerichtet – soll zukünftig im Rahmen des Geoparks Erz der Alpen präsentiert werden<ref name="UNESCO"></ref> (ebenso wie das Bergbaugebiet Hochglocker).<ref>Geosite 63: Ehemaliges Bergbaugebiet Hochglocker, alter Schacht. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive) (PDF) geopark-erzderalpen.at</ref>
Am Hang des Palfnerkogels verläuft eine der zwei 220-kV-Leitungen, die durch die umstrittene 380-kV-Salzburgleitung ersetzt werden soll,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Austrian Power Grid: 380 kV-Salzburgleitung. Begleitplan Fachbeitrag Ornithologie. Habitatmodellierung Raufußhühner. Blatt 4: Palfnerkogel-Schleichkogel. ( vom 29. Mai 2015 im Internet Archive) (PDF) salzburg.gv.at, Stand: 30. Jänner 2013 (Plan).</ref> sowie die 110-kV-Leitung nach Zell am See über Saalfelden.
Literatur[Bearbeiten]
- Wilhelm Günther, C. Eibner, A. Lippert, W.H. Paar: Fünftausend Jahre Kupferbergbau Mühlbach am Höchkonig–Bischofshofen. Montanmonographie über den neuzeitlichen Kupferbergbau, 1829–1977; mit Beiträgen über den prähistorischen Kupferbergbau, der Geologie und Mineralogie. Verlag Gemeinde Mühlbach am Hochkönig, 1993(?), insb. Abschnitt Schurfbau Palfnerkogel, S. 261 ff.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Berg in Europa
- Berg im Land Salzburg
- Eintausender
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Salzburger Schieferalpen
- Geographie (Bischofshofen)
- Geographie (St. Johann im Pongau)
- Geographie (Mühlbach am Hochkönig)
- Grauwackenzone
- Berg in den Alpen