Panax
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Panax | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Ginseng (Panax ginseng) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Panax | ||||||||||||
| L. |
Die Pflanzengattung Panax gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Die 8 bis 13 Arten kommen in Ostasien, in nördlichen Teilen Südost- und Südasiens sowie in Nordamerika vor. Einige Arten werden als Nutzpflanzen zur Gewinnung von medizinisch-pharmazeutischen Erzeugnissen angebaut.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]
Die Panax-Arten wachsen als unbewehrte, ausdauernde, krautige Pflanzen. Die einfachen Stängel besitzen am Grund Schuppen. Sie bilden gedrungene Rhizome aus.
Es stehen drei bis fünf Laubblätter in einem Wirtel zusammen. Die handförmig zusammengesetzten Blattspreiten besitzen ganzrandige, gesägte bis gezähnte oder fiederlappige Teilblätter.
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
Panax-Arten bilden einen einzelnen, endständigen und doldigen Blütenstand. Es werden zwittrige oder bei andromonözischen Arten sowohl zwittrige als auch männliche Blüten gebildet. Die Blütenstiele sind bei zwittrigen Blüten gegliedert und bleiben bei männlichen Blüten ungegliedert. Die radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und die fünf Kelchzähne sind nur kurz. Die fünf freien Kronblätter überlappen sich dachziegelartig. Es ist ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Meist zwei oder drei (selten bis zu fünf) Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, meist zwei- oder dreikammerigen (selten bis zu fünfkammerigen) Fruchtknoten verwachsen. In jeder Fruchtknotenkammer sind zwei hängende Samenanlagen vorhanden. Es sind gleich viele Griffel wie Fruchtblätter vorhandenen; sie sind vollständig oder nur an ihrer Basis verwachsen.
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Die kugeligen, manchmal zusammengedrückten oder dreieckigen Steinfrüchte enthalten gleich viele Samen wie Fruchtblätter. Die glatten Samen sind seitlich zusammengedrückt und enthalten ein glattes Endosperm.
Nutzung[Bearbeiten]
Von den meisten Panax-Arten ist die traditionelle medizinische Nutzung aus natürlich vorkommenden Beständen bekannt. Die in medizinischer Hinsicht wichtigsten Arten Ginseng (Panax ginseng) und der Amerikanische Ginseng (Panax quinquefolius) werden in Plantagen kultiviert. Vor allem die Art Ginseng wird weit verbreitet – wie beispielsweise in Australien, im Kaukasus und in Mitteleuropa – kultiviert. Der Amerikanische Ginseng wird neben den USA auch in Südkorea und China angepflanzt.
Der „Wurzelstock“ wird zur Droge verarbeitet. Die heilende Wirkung basiert unter anderem auf ihrem Gehalt an Ginsenoiden aus der Naturstoffgruppe der Saponine. Der meist getrockneten und zu Pulver und Extrakten verarbeitete „Wurzelstock“ wird auch in Form von Tonikum und Geriatrikum als Stärkungs- und Kräftigungsmittel bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen sowie bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit herangezogen.<ref name="DGHO" />
Gefährdung und Schutzmaßnahmen[Bearbeiten]
In der Gattung Panax wird die Art Panax zingiberensis von der IUCN in ihrer Roten Liste gefährdeter Arten als stark gefährdet (Endangered) eingestuft.<ref name="IUCN" /> Der Amerikanische Ginseng (Panax quinquefolius) und nur die russischen Populationen des Ginseng (Panax ginseng) werden vom Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES in Anhang 2 als schutzbedürftige Arten geführt. Somit gelten Restriktionen hinsichtlich des weltweiten Handels von Wurzeln dieser Arten in Form von Ein- und Ausfuhrgenehmigungen. Zusätzlich muss der Nachweis über die Unschädlichkeit für den Bestand der Art erbracht werden.<ref name="CITES" />
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Panax wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, Seite 1058,<ref name="SpPl" /> aufgestellt. Der botanische Gattungsname Panax leitet sich über das Lateinische von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) her und bedeutet so „Allheilmittel“. Er wird auf den Namen Panakeia, einer Tochter des Asklepios, dem griechischen Gott der Heilkunst, zurückgeführt.<ref name="archintermed" /> Synonyme für Panax Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind Aureliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boehm.,<ref name="GRIN" /> Ginsen Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans., Ginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Wood, Panacea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mitch. und Panaxus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.St.-Lag.<ref name="WCSP" /> Die Gattung Panax gehört zur Unterfamilie Aralioideae innerhalb der Familie der Araliengewächse (Araliaceae).
Die Gattung Panax enthält zwei nordamerikanische Arten mit Verbreitung in Kanada und den USA. Die restlichen Arten sind in Asien entlang des südlichen Himalayagebiets über Nepal und dem nördlichen Indien, Myanmar, Thailand bis zum nördlichen Vietnam, weiters in zentralen und süd- bis nordöstlichen Provinzen Chinas, dem Norden Koreas, der russischen Region Primorje im südlichsten Teil des Föderationskreises Ferner Osten und in Japan verbreitet.<ref name="WCSP" /> In China kommen sechs Arten natürlich vor, eine weitere Art ist ein Neophyt.
Es gibt 8<ref name="FoC" /> bis zu 13<ref name="WCSP" /> Panax-Arten, von denen einige Ginseng genannt werden:<ref name="GRIN" />
- Panax assamicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.N.Banerjee: Das Verbreitungsgebiet reicht vom östlichen Himalaja bis Assam.<ref name="WCSP" />
- Ginseng (Panax ginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.A.Mey., Syn.: Aralia ginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.A.Mey.) Baill., Panax schin-seng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Nees): Die natürliche Verbreitung reicht von den nordöstlichen chinesischen Provinzen östliches Heilongjiang, östliches Jilin sowie östliches Liaoning über Nordkorea bis in die russische Region Primorje im südlichsten Teil des Föderationskreises Ferner Osten. Er wird weitverbreitet kultiviert.
- Panax japonicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(T.Nees) C.A.Mey.: Es gibt vier Varietäten, die alle als Heilpflanzen verwendet werden:<ref name="FoC" />
- Panax japonicus var. angustifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) C.Y.Cheng & C.Y.Chu (Syn.: Aralia quinquefolia var. angustifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burkill, Panax pseudoginseng var. angustifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) H.L.Li): Er ist im nordöstlichen Indien, Bhutan, Nepal, nordöstlichen Thailand und in den chinesischen Provinzen Guizhou, Sichuan sowie Yunnan, verbreitet.
- Panax japonicus var. bipinnatifidus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Seem.) C.Y.Wu & K.M.Feng (Syn.: Panax bipinnatifidus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Seem., Panax major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) K.C.Ting, Panax pseudoginseng var. bipinnatifidus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Seem.) H.L.Li, Panax pseudoginseng var. elegantior Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) G.Hoo & C.J.Tseng): Er ist in den nördlichen Regionen des indischen Subkontinents, in Myanmar und in den chinesischen Provinzen Gansu, Hubei, Shaanxi, Sichuan, Yunnan sowie in Xizang verbreitet.<ref name="FoC" />
- Panax japonicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(T.Nees) C.A.Mey. var. japonicus (Panax schin-seng var. japonicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Nees, Panax pseudoginseng subsp. japonicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(T.Nees) H.Hara, Panax pseudoginseng var. japonicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(T.Nees) G.Hoo & C.J.Tseng, Panax repens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maxim.): Er ist in China, Japan, Korea, in nördlichen Regionen des indischen Subkontinents und Südostasiens verbreitet.<ref name="FoC" />
- Panax japonicus var. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) C.Y.Wu & K.M.Feng (Syn.: Panax pseudoginseng var. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) H.L.Li): Er ist in Nepal, im nördlichen Myanmar, nördlichen Vietnam und in den chinesischen Provinzen Gansu, Guizhou, Henan, Hubei, Shanxi, Sichuan, Yunnan sowie in Xizang verbreitet.<ref name="FoC" />
- Panax notoginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) F.H.Chen (Syn.: Panax pseudoginseng var. notoginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) G.Hoo & C.J.Tseng): Er kommt im nördlichen Vietnam und im südöstlichen Teil der südchinesischen Provinz Yunnan natürlich vor. Er wird in anderen Gebieten angebaut und wird als Heilpflanze verwendet.<ref name="FoC" />
- Panax pseudoginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall. (Syn.: Aralia pseudoginseng Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wall.) Benth.): Er kommt im südlichen Teil Tibets sowie in Nepal natürlich vor und vielleicht auch in Bhutan sowie im nördlichen Indien. Er wird als Heilpflanze verwendet.<ref name="FoC" />
- Amerikanischer Ginseng (Panax quinquefolius) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. (Syn. Aralia quinquefolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Decne. & Planch.): Er ist in Nordamerika natürlich weitverbreitet und wird in China kultiviert.<ref name="FoC" />
- Panax sokpayensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Shiva K.Sharma & Pandit: Sie wurde 2009 aus Sikkim erstbeschrieben.<ref name="WCSP" />
- Panax stipuleanatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.T.Tsai & K.M.Feng: Er kommt im südlichen Teil der südchinesischen Provinz Yunnan und dem nördlichen Vietnam natürlich vor. Er wird als Heilpflanze verwendet.<ref name="FoC" />
- Panax trifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Sein Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika vom östlichen Kanada bis zu den östlichen sowie nördlich-zentralen USA.<ref name="WCSP" />
- Panax vietnamensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ha & Grushv.: Verbreitung in China und Vietnam.<ref name="WCSP" />
- Panax zingiberensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Wu & K.M.Feng: Er kommt im südlichen Teil der südchinesischen Provinz Yunnan und dem nördlichen Vietnam. Er wird als Heilpflanze verwendet.<ref name="FoC" />
Quellen[Bearbeiten]
- Qibai Xiang, Porter P. Lowry: Araliaceae.: Panax, S. 489 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007 ISBN 978-1-930723-59-7. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="IUCN"> Panax in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010.4. Abgerufen am 5. Mai 2011. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Vol. 2. Hrsg.: Lars Salvius. 1. Auflage. Stockholm 1753, Dioecia mit Panax L., S. 1058 (Species Plantarum Online [abgerufen am 1. Mai 2011] in Scan bei Biodiversity Heritage Library). </ref> <ref name="archintermed"> </ref> <ref name="DGHO">Markus Horneber, Irene Fischer in Kooperation mit CAM-Cancer: Komplementäre Therapie. Wurzelextrakte aus asiatischem und amerikanischem Ginseng. In: onkopedia. Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Mai 2011; abgerufen am 5. Mai 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> <ref name="CITES"> The CITES Appendices. CITES Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, 27. April 2011, abgerufen am 5. Mai 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Suche nach Panax). </ref> <ref name="FoC"> Qibai Xiang, Porter P. Lowry: Araliaceae.: Panax, S. 489 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-59-7. </ref> </references>