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Pascal Kober

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Datei:Pascal Kober-8565.jpg
Pascal Kober (2020)

Pascal Felix Ernst Kober<ref>Landeslisten der Parteien in Baden-Württemberg - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 17. September 2021.</ref> (* 3. Juli 1971 in Sindelfingen) ist ein deutscher evangelischer Militärgeistlicher und Politiker (FDP). Von 2009 bis 2013 sowie von 2017 bis 2025 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von Januar 2022 bis Dezember 2024 war er zudem Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von terroristischen Straftaten im Inland.<ref>Malte Hennig: Anschlag in Magdeburg - Opferbeauftragter: „Ich bin auch eine Stimme der Betroffenen“. In: deutschlandfunk.de . 22. Dezember 2024, abgerufen am 24. Dezember 2024.</ref> Seit 2025 ist er Militärgeistlicher in Koblenz.<ref>Ihre Ansprechpartner, auf bundeswehr.de</ref>

Leben[Bearbeiten]

Pascal Kober wuchs in Böblingen auf und ist evangelisch-lutherischer Konfession.<ref name=":0">Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 7. August 2020.</ref> Er studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Kiel und Neuendettelsau. Er ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. 2007 bis 2009 war er Religionslehrer an der Hermann-Gundert-Schule in Calw-Wimberg.

Ab 2014 war er Militärpfarrer der Bundeswehr an den Standorten Stetten am kalten Markt und Pfullendorf.<ref>Peter Steinle: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pascal Kober geht in die Militärseelsorge (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive). Evangelische Landeskirche in Württemberg vom 26. Februar 2014</ref><ref>Matthias Kamann: Dieser Pfarrer ist die Antwort der FDP auf Käßmann. In: Die Welt vom 13. September 2014.</ref> In den Jahren 2015 und 2016 ging Kober zweimal in den Auslandseinsatz nach Mali: Von Dezember 2015 bis März 2016 war Kober im Rahmen der Europäischen Ausbildungsmission EUTM Mali in Bamako als Militärseelsorger eingesetzt. Von April bis Juli 2016 war er im Rahmen der UN-Mission MINUSMA im nördlichen Gao eingesetzt.<ref>Regine Lotterer: Haltung zeigen. In: Südwest Presse. 19. April 2016, abgerufen am 7. Juli 2016.</ref>

Ab 2019 nahm Kober an der Reserveoffiziersausbildung der Seiteneinsteiger teil. Im Februar 2022 wurde er zum Oberleutnant der Reserve ernannt.<ref>Neuer Dienstgrad und neue Aufgabe für Pascal Kober. Abgerufen am 19. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 2019 bis 2026 war er einer der Stellvertreter des Präsidenten des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag ist er seit 2025 Militärgeistlicher beim Evangelischen Militärpfarramt Koblenz I.<ref>Ihre Ansprechpartner, auf bundeswehr.de</ref> Er war zunächst Militärpfarrer und wurde 2026 zum Militärdekan ernannt.<REF>Ex-FDP-Abgeordneter Pascal Kober zum Militärdekan ernannt vom 1. Juli 2026 bei www.schwaebische.de.</REF>

Politik[Bearbeiten]

Partei[Bearbeiten]

Datei:2015-01-05 2254 Pascal Kober (Landesparteitag FDP Baden-Württemberg).jpg
Kober auf dem Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg 2015

Pascal Kober trat 1998 den Jungen Liberalen bei und wurde zugleich Mitglied der FDP. Zwei Jahre später wurde er Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Neckar-Alb. Von 2001 bis 2026 war er Mitglied im Landesvorstand der FDP Baden-Württemberg. Er war Initiator des Grundsatzprogramms der FDP Baden-Württemberg, Gründungsmitglied und theologischer Berater der Christlichen Liberalen und ab 2010 Mitglied der Kommission zur Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms der FDP-Bundespartei. Von 2015 bis 2025 war er Beisitzer im FDP-Bundesvorstand und von 2015 bis 2026 stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivlink (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/K/kober_pascal-857540</ref>

Bundestagsabgeordneter[Bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2009 zog Pascal Kober über die Landesliste der FDP Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag ein. In der 17. Wahlperiode war er als Obmann der FDP-Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales zuständig für alle Themen im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs II, umgangssprachlich bekannt als Hartz IV. Darüber hinaus war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, wo er sich für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte sowie für die Menschenrechte von Frauen, Kindern und Minderheiten einsetzte. Zudem war er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Weitere Ämter und Funktionen im Bundestag hatte Pascal Kober als stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe Französischsprachige Staaten West- und Zentralafrikas, als Mitglied der Parlamentariergruppe SADC-Staaten, der Parlamentariergruppe USA und der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe sowie als stellvertretender Sprecher der Gruppe Christen in der FDP-Bundestagsfraktion inne. Wegen des Scheiterns seiner Partei bei der Bundestagswahl 2013 schied Kober aus dem Parlament aus.

Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte Kober im Bundestagswahlkreis Reutlingen und auf dem vierten Platz der baden-württembergischen Landesliste. Er zog über die Landesliste in den 19. Deutschen Bundestag ein. Dort war Kober Sozialpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied sowie Obmann seiner Partei im Ausschuss für Arbeit und Soziales.<ref>FDP-Fraktion: Besetzung Sprecher. Abgerufen am 1. Februar 2018.</ref><ref>FDP-Fraktion: Besetzung Bundestagsausschüsse. Abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Er war zudem stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen Gesundheit und Verteidigung, sowie im 1. Untersuchungsausschuss des Verteidigungsausschusses.<ref>Neue Ämter für Pascal Kober. Südwest Presse online, abgerufen am 20. Juni 2018.</ref><ref name=":0" />

Von seiner Partei zur Bundestagswahl 2021 auf Platz 4 der Landesliste aufgestellt, wurde er zum dritten Mal ins Bundesparlament gewählt. Er war Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Arbeit und Soziales der FDP-Bundestagsfraktion sowie Arbeitsmarkt- und Sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion.<ref>Pascal Kober MdB. Abgerufen am 17. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kober war weiterhin Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss.<ref>Deutscher Bundestag - Pascal Kober. Abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref> Am 12. Januar 2022 wurde er auf Vorschlag von Bundesjustizminister Marco Buschmann zum Beauftragten der Bundesregierung für die Anliegen der Opfer und Hinterbliebenen terroristischer Straftaten im Inland ernannt. Als die Ampelkoalition im November 2024 zerbrach, blieb er zunächst noch im Amt, wurde aber zum 1. Januar 2025 durch Roland Weber abgelöst.<ref>Bastian Brinkmann: Attentat von Magdeburg: Er kümmert sich um die Opfer und Hinterbliebenen. 23. Dezember 2024, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref><ref>BMJ: Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland. In: bmj.de. bmj, abgerufen am 26. September 2026.</ref>

Bei der Bundestagswahl 2025 trat er erneut im Bundestagswahlkreis Reutlingen und auf Platz 4 der Landesliste an, wurde jedoch nicht in den Bundestag gewählt.<ref>Bundestagswahl 2025: Landeslisten in Baden-Württemberg. Abgerufen am 11. März 2025.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Für seine Teilnahme an Auslandseinsätzen der Bundeswehr als Militärpfarrer wurde Kober mit Einsatzmedaillen ausgezeichnet:<REF>Biografie beim Deutschen Bundestag.</REF>

Weiteres ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Militärdekan Kober ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Deutscher Pferdesport.<REF>Die Stiftung Deutscher Pferdesport stellt sich vor bei www.stiftung-pferdesport.de.</REF>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Pascal Kober – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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