Pasithea
Vorlage:Hinweisbaustein Pasithea ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auch Pasithee, ist in der griechischen Mythologie eine der Chariten, auch als Grazien bekannt. Diese gelten als Töchter des Zeus und der Eurynome.
Beschreibung[Bearbeiten]
Nach Homer hatte Hera sie Hypnos, dem Gott des Schlafes, zur Gattin versprochen, wenn er ihr dabei hilft, Zeus in Schlummer zu versenken.<ref>Homer, Ilias 14,231 ff.</ref><ref>Pausanias, Beschreibung Griechenlands 9,35,4.</ref> Bei Catull<ref> Catull, Carmen 63,43</ref> und in der Anthologia Palatina<ref>Anthologia Palatina 9,517</ref> wird Pasithea als Frau des Schlafgottes genannt.
In Nonnos von Panopolis’ Dionysiaka wird eine der Ilias analoge Szene geschildert. Hier wird allerdings Hera als Mutter und Dionysos als Vater der Pasithea benannt. Sie wird dort auch als Dienerin der Aphrodite dargestellt.<ref>Nonnos von Panopolis, Dionysiaka 15,87; 31,103ff.; 33,4ff.</ref> Thassilo von Scheffer, der Übersetzer der Dionysiaka, vermerkt, dass die damit vorausgesetzte Verbindung von Dionysos und seiner Todfeindin Hera einigermaßen erstaunlich sei.<ref>Nonnos: Die Dionysiaka des Nonnos. Übersetzt von Thassilo von Scheffer. Schünemann. 1958, S. 934.</ref>
Die Namensherkunft der Pasithea ist umstritten. Es gibt daher mehrere Übersetzungsvorschläge. Das Gründliche Mythologische Wörterbuch Hederichs nennt als Übersetzung „die zu allen Laufende“ und soll die Allgemeinheit und das Annehmliche des Schlafes bezeichnen.<ref>Benjamin Hederich: Gründliche Mythologische Wörterbuch. Sp. 1900–1901. Pasithea bei Zeno.org</ref> Daher wird Pasithea manchmal als Göttin der Ruhe und Entspannung angesehen. Da sie als Frau des Schlafgottes galt, kann man dies vermuten.<ref>Catull, Carmen 63,43</ref>
Bei Friedrich Nork wird sie mit „die von Allen verehrte Göttin“ übersetzt.<ref>Friedrich Nork: Etymologisch-symbolisch-mythologisches Real-Wörterbuch zum Handgebrauche für Bibelforscher, Archäologen u. bildende Künstler. Band 4. Cast, Stuttgart 1845, S. 20, Digitalisat.</ref> Eine andere Übersetzung für das Präfix pasis ist „erworben“. Für das Suffix thea werden „Göttin“ oder „Sicht“ bzw. „Aussicht“ angegeben. Daraus ergeben sich weitere etymologische Erklärungsversuche wie „erworbene Göttin“, da Hypnos sie durch Hera in der Ilias erwarb, oder „erworbene Sicht“.
Literatur[Bearbeiten]
- Lutz Käppel: Pasithea [2]. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 9, Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01479-7, Sp. 386–387.
- Marie C. van der Kolf: Pasithea 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XVIII,4, Stuttgart 1949, Sp. 2089 f.
- Heinrich Wilhelm Stoll: Pasithea 2). In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 3,2, Leipzig 1909, Sp. 1674 (Digitalisat).
Weblinks[Bearbeiten]
- Pasithea im Theoi Project (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Aglaia | Auxo | Euphrosyne | Hegemone | Kleta | Pasithea | Peitho | Phaenna | Suad(el)a | Thalia Vorlage:Klappleiste/Ende