Pasterze
Vorlage:Österreichbezogen Vorlage:Infobox Gletscher
Die Pasterze ist mit etwa 8 km Länge noch der größte Gletscher Österreichs und der längste der Ostalpen. Sie befindet sich am Fuße des Großglockners im obersten Talboden des Mölltales (Pasterzenboden) und ist das Quellgebiet der Möll. Seit 1856 hat ihre Fläche von damals über 30 km² um beinahe die Hälfte abgenommen. Wie bei der überwiegenden Zahl der österreichischen Gletscher ist ihre Längenausdehnung seit mehreren Jahren rückläufig, in den letzten Jahren in der Größenordnung von 50 Metern pro Jahr. 2014/15 betrug der Rückgang 54,4 m<ref>Andrea Fischer: Gletscherbericht (PDF 0,5 MB) des ÖAV, Februar 2016</ref>, 2020 52,5 m.<ref>Raimund Mühlburger: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Um 2050 könnte die Gletscherzunge verschwunden sein.<ref>Peter Matha: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Mit Stand September 2023 gab es Prognosen, die ein Abreißen der Gletscherzunge in 1–2 Jahren sahen.<ref name="begraebnis">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Anfang 2025 wurde die Prognose auf 2026 oder 2027 verschoben.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Laut Stand vom Juli 2026 wird es im Sommer 2026 so weit sein. Nach dem Abreißen der Pasterze wird voraussichtlich der Gepatschferner in Tirol der größte Gletscher von Österreich sein.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Lage und Landschaft[Bearbeiten]
Den obersten Punkt bildet der Vorlage:Höhe/Fmt m ü. A. hohe Johannisberg. Dort befindet sich der oberste Pasterzenboden, das Nährgebiet des Gletschers, der talabwärts über den Hufeisenbruch in den eigentlichen Pasterzengletscher übergeht. Der untere Punkt liegt auf etwa Vorlage:Höhe/Fmt m ü. A. Die Zunge endet wenige hundert Meter vor dem Sandersee. Das Wasser der Pasterze speist den Stausee Margaritze, der unterhalb des Glocknerhauses liegt.
Von der Franz-Josefs-Höhe an der Großglockner-Hochalpenstraße führt eine Standseilbahn nach unten zu der Stelle, an der sich zur Zeit der Inbetriebnahme der Bahn (1963) der Gletscherrand befand. Inzwischen ist die Pasterze unterhalb der Talstation so weit abgeschmolzen, dass von dort zur Gletscherzunge ein etwa 2 km langer Wanderweg führt. Auch in der Dicke verliert der Gletscher jährlich 10 Meter, wodurch sich der Wanderweg von der Gletscherbahn zur Pasterze kontinuierlich verlängert.
Im Bereich der Pasterze befinden sich u. a. die Berggipfel Johannisberg, Hoher, Mittlerer und Kleiner Burgstall, Hohe Riffl, Schattseitköpfl und Vorderer Bärenkopf.
Glaziologie[Bearbeiten]
Funde von Holz und Torf, die der Gletscher in den Jahren 2009 bis 2010 freigegeben hat, lassen darauf schließen, dass sich im Zeitraum 5000 bis 1500 v. Chr. Moorvegetation und Weideland im Gebiet der heutigen Pasterze befunden hat. Eine Analyse der Universität Innsbruck konnte Pollen von Gräsern sowie Enzian nachweisen. Koprophile Pilze (Dungpilze) belegen, dass Weideflächen für Viehzucht genutzt wurden. Ein Holzstück, das von der Universität Graz untersucht wurde, gehört zu einer Zirbe mit 200 Jahresringen, die dort vor 7000 Jahren (in der nacheiszeitlichen Wärmephase) wachsen konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. Nationalpark Hohe Tauern</ref>
Bilder der Gletscherveränderung (Auswahl)[Bearbeiten]
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Pasterze spätestens 1883
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Pasterze am 3. Oktober 1968
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Pasterze am 27. Juli 2005
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Pasterze am 10. September 2006, Kleiner Burgstall und Hufeisenbruch
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Pasterze am 13. August 2012
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Stausee Margaritze mit der Pasterze links im Bild am 19. September 2018
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Pasterze am 10. August 2020
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Pasterze am 30. Oktober 2021
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Trichter in der Gletscherzunge, Oktober 2021
Aktion[Bearbeiten]
Am 5. September 2023 wurde von der NGO Protect Our Winters (POW) mit einem Priester und einem Pfarrer ein Begräbnis für den Gletscher zelebriert, bei dem ein aus Eis hergestellter Sarg mitgetragen oder -gefahren wurde.<ref name="begraebnis" /> Damit sollte daran erinnert werden, dass Österreichs noch größter Gletscher durch den Klimawandel früher als gedacht seine Zunge verlieren wird. Es gab Prognosen, die ein Abreißen der Gletscherzunge schon in den Jahren 2024/25 sahen. Auch in der Dicke verliert der Gletscher jährlich 10 Meter. Seit 1856 hat die Gletscherfläche von damals über 30 km² um beinahe die Hälfte abgenommen.
Name[Bearbeiten]
Der volle Name des Gletschers (in Zentralösterreich wird ein Gletscher auch das Kees genannt) lautete im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Pasterzenkees<ref>Franziszeischer Kataster (1826)</ref><ref>spätere Ausgaben der Franzisco-Josephinischen Landesaufnahme 1:75.000 (ca. 1890, online ca. 1910 auf maps.bev.gv.at, online ca. 1930 auf maps.bev.gv.at)</ref> bzw. Pasterzenkeesboden,<ref>Franzisco-Josephinische Landesaufnahme 1:25.000 (online ca. 1870 auf maps.bev.gv.at)</ref><ref>Reise über die Malnitzer Tauern nach Obervellach und Heiligenblut, im Jahre 1842. In: Carinthia. Zeitschrift für Vaterlandskunde, Belehrung und Unterhaltung, Heft 17/1843, S. 71 (online bei ANNO).</ref> was umgangssprachlich schon im 19. Jahrhundert<ref>Anton von Ruthner: Feuilleton – Wanderungen auf dem Glocknergebiete. In: Wiener Zeitung, 4. Mai 1857, S. 1 (online bei ANNO).</ref> und in der Österreichischen Karte im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts auf Pasterze verkürzt wurde.<ref>Österreichische Karte 1:50.000 um 1960 auf maps.bev.gv.at</ref><ref>Österreichische Karte 1:50.000 um 1980 auf maps.bev.gv.at</ref>
Der Name Pasterze bezeichnet ein Gebiet, das zur Viehweide geeignet ist<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (PDF; 4,6 MB)</ref> (vergleiche dazu lateinisch pastor sowie slowenisch pastir »Hirte« und slowenisch pastirica »Hirtin« bzw. »etwas zum Hirten gehöriges«). Bis mindestens ins 19. Jahrhundert wurde er als Toponym für ein größeres almwirtschaftlich genutztes Gebiet im Talschluss der oberen Möll verwendet.<ref name="UniGraz2006" /> Eine Beziehung zu der Bezeichnung für einen reißenden Bergfluss in slawischen Sprachen bystrica, die ins Deutsche »Feistritz«, ins Ungarische »Beszterce« und ins Rumänische »Bistrița« als Toponym entlehnt wurde, ist schon semantisch schwer vorstellbar.
Einer Sage nach ist die Pasterze durch einen Sturm entstanden, bei dem die strömenden Wassermassen von Gott zu Eis verwandelt wurden, das die Bewohner im Tal vor den herabstürzenden Wassermassen schützte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Gerhard Lieb, Heinz Slupetzky; Nationalpark Hohe Tauern, Oesterreichischer Alpenverein (Hrsg.): Die Pasterze. Der Gletscher am Großglockner. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2011, ISBN 978-3-7025-0652-0.
Historisches:
- Helmut Friedel: Die Vegetation der Umgebung der Pasterze (Grossglockner): Zustand des Gebietes vom Sommer 1934. Kartographie und Druck Freylag-Berndt u. Artaria, Wien 1953.
Weblinks[Bearbeiten]
- Pasterze-Übersicht mit Fotos, Messergebnissen, etc. bei der Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung
- Querschnitt durch die Gletscherzunge der Pasterze Animation von GeoSphere Austria
- Fotodokumentation auf Glaciers online
- Informationen zur Gletscherbahn
- Pasterze gibt 6.000 Jahre alten Baum frei
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Glocknergruppe
- Gletscher in Österreich
- Gletscher in Europa
- Gletscher in den Alpen
- Flusssystem Möll
- Geographie (Heiligenblut am Großglockner)