Patrick Orth
Patrick Orth (* 1968 in Karlsruhe)<ref name="taz">Anke Leweke: Hinter der Filmkamera: Der Rhythmus des Lebens. In: taz.de. 1. September 2007, abgerufen am 27. September 2026.</ref><ref>Patrick Orth. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 27. September 2026.
</ref> ist ein deutscher Kameramann.
Leben[Bearbeiten]
Patrick Orth studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit Ende der 1990er Jahre ist er als Kameramann tätig, für seinen Abschlussfilm Love wurde er 2000 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet. Nachfolgend etablierte er sich als Kameramann in Kinofilmen wichtiger deutscher Regisseure. So filmte er 2002 Bungalow, einen Berlinale-Wettbewerbsbeitrag von Ulrich Köhler, 2005 Montag kommen die Fenster und 2011 Schlafkrankheit, der mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. 2018 folgte In my room, der auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes präsentiert wurde. Weitere wichtige Werke waren: Sommer ’04 (2006) für Regisseur Stefan Krohmer, En Garde (2024) und Im toten Winkel (2023) für Regisseurin Ayşe Polat und Gold (2013) für Regisseur Thomas Arslan.<ref name="khm">Ute Dilger (Redaktion): Patrick Orth als neuer Professor für Kinematografie an die KHM berufen. In: khm.de. Kunsthochschule für Medien Köln, 2024, abgerufen am 27. September 2026.</ref>
Orth stand für den vielfach ausgezeichneten Film Toni Erdmann (2016) von Maren Ade hinter der Kamera. Er selbst beschrieb den Set bezüglich der Ausleuchtung als äußerst komplex, auch waren die Dreharbeiten wegen der schweren ALEXA-Schulterkameras bei den langen Szenen körperlich sehr intensiv.<ref>Cinematographer Patrick Orth and Production Designer Silke Fischer discuss their work on Maren Ade’s film ‘Toni Erdmann’. In: afcinema.com. 11. Juli 2016, abgerufen am 27. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2024 erhielt Orth den Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Kinospielfilm für Im toten Winkel,<ref name="khm" /> bei dem er für die jeweiligen Erzählebenen acht verschiedene Kameras einsetzte.<ref>Uwe Agnes: Wir stellen die Preisträger des 34. Deutschen Kamerapreises vor (5): Sehnsucht nach dem Experiment. In: filmundtvkamera.de. 11. Dezember 2024, abgerufen am 27. September 2026.</ref> Die Jury begründete die Auszeichnung damit, dass Orths Kamerakonzept vollends aufgehe. Der Titel des Films beschreibe das „[K]onzept des bewussten Nicht-Zeigens sehr präzise“. Die Kamera blicke konzentriert auf das „politische und gesellschaftliche Thema, ohne den Blick auf das Schicksal des Einzelnen zu verlieren“.<ref>Patrick Orth: Kamera für "Im toten Winkel" (Fiktion Kino). In: deutscher-kamerapreis.de. Deutscher Kamerapreis, 2024, abgerufen am 27. September 2026.</ref>
Zum 1. Oktober 2024 wurde Patrick Orth zum Professor für „Künstlerische Bildgestaltung/Kinematografie“ an die Kunsthochschule für Medien Köln berufen.<ref name="khm" />
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
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- 2002: Bungalow
- 2003: Kleine Freiheit
- 2004: En Garde
- 2006: Sommer ’04
- 2006: Montag kommen die Fenster
- 2007: Karger
- 2009: Dutschke
- 2009: Deutschland 09 (Episode Die Unvollendete)
- 2011: Schlafkrankheit
- 2013: Verratene Freunde
- 2013: Gold
- 2015: Continuity
- 2016: Neu in unserer Familie – Zwei Eltern zu viel
- 2016: Neu in unserer Familie – Ein Baby für alle
- 2016: Toni Erdmann
- 2017: Prof. Wall im Bordell
- 2018: Idioten der Familie
- 2019: Morgen sind wir frei
- 2019: Die perfekte Kandidatin (The Perfect Candidate)
- 2019: Das freiwillige Jahr
- 2021: Gefangen
- 2022: Tatort: Die Rache an der Welt
- 2022: Der Barcelona-Krimi: Der längste Tag (Fernsehserie)
- 2022: Der Barcelona-Krimi: Der Riss in allem
- 2022: Da kommt noch was
- 2023: More Than Strangers
- 2023: Flunkyball
- 2023: Im toten Winkel
- 2025: Per Anhalter zur Ostsee
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2000: Deutscher Kurzfilmpreis – Gold für Filme ab 7 bis 15 Minuten (für Love; geteilt mit Henrike Goetz)
- 2007: Aspen Shortsfest – Beste Kamera (für Motodrom; geteilt mit Peter Drittenpreis und Ayhan Salar)
- 2023: Ankara International Film Festival – Beste Kamera (für Im toten Winkel)
- 2024: Deutscher Kamerapreis – Beste Kamera (für Im toten Winkel)
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Orth, Patrick |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kameramann |
| GEBURTSDATUM | 1968 |
| GEBURTSORT | Karlsruhe |