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Paul Cullen

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Datei:Cardinal Paul Cullen archbishop of Dublin.jpg
Kardinal Paul Cullen

Paul Cullen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 29. April 1803 in Prospect, County Kildare; † 24. Oktober 1878 in Dublin) war römisch-katholischer Erzbischof von Armagh und von Dublin in Irland. Er war der erste Kardinal aus Irland und formte den irischen Katholizismus.

Leben[Bearbeiten]

Vom Schüler bis zum Rektor[Bearbeiten]

Cullen besuchte die Dorfschule von Ballytore und wechselte 1816 auf die Hochschule wechseln. Bereits als 17-Jähriger wurde er 1820 in die Kongregation für die Evangelisierung der Völker (Congregatio de Propaganda Fide) berufen, wo ihn der spätere Papst Leo XIII. als gebildeten und wissbegierigen Priester kennenlernte. Während seines Bildungswegs erwarb Paul Cullen ein profundes Wissen der klassischen und orientalischen Sprachen, was ihm ein hohes Ansehen verlieh. Er promovierte und wurde 1832 zum Direktor des Irischen Kollegs in Rom ernannt.

Rektorenzeit[Bearbeiten]

Während seiner Zeit als Rektor (1832–1850) verfasste er eine Standardausgabe eines griechischen und lateinischen Lexikons von Hedericus, das noch heute seine volle Gültigkeit besitzen soll. In dieser Hochschulzeit gewann er das Vertrauen der Päpste Gregor XVI. und Pius IX. Während dieser Zeit errang das Irische Kolleg hohes wissenschaftliches Ansehen. Zusätzlich übernahm er auch die Leitung der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, die jedoch auf Grund der politischen Umwälzungen in Italien vorübergehend geschlossen wurde, da sie von der italienischen Regierung vereinnahmt werden sollte.

Erzbischof von Armagh, Dublin und Kardinal[Bearbeiten]

Datei:Paulcullen.jpg
Statue von Kardinal Paul Cullen, 1882 von Thomas Farrell geschaffen;<ref>Fintan Cullen: Visualizing Ireland's first cardinal. In: Dáire Keogh, Albert McDonnell (Hrsg.): Cardinal Paul Cullen and his World. Four Courts Press, Dublin 2011, ISBN 978-1-84682-235-3, S. 401–413.</ref>
St. Mary’s Pro-Cathedral, Dublin

Papst Pius IX. ernannte ihn am 19. Dezember 1849 zum Erzbischof von Armagh. Die Bischofsweihe spendete ihm am 24. Februar 1850 in der Kirche Sant’Agata dei Goti in Rom Castruccio Castracane degli Antelminelli, Kardinalbischof von Palestrina; Mitkonsekratoren waren Erzbischof Carlo Luigi Morichini und John Thomas Hynes, Apostolischer Administrator von Demerara. Cullen arbeitete gleichzeitig für ein knappes weiteres Jahr in der Congregatio de Propaganda Fide.

Am 1. Mai 1852 übernahm er das Erzbischofsamt in Dublin, Papst Pius IX. beauftragte ihn 1854 als apostolischen Delegierten für die neu gegründete Katholische Universität von Irland. Im Konsistorium vom 22. Juni 1866 wurde er von Papst Pius IX. zum Kardinalpriester von San Pietro in Montorio erhoben. In seiner Amtszeit leitete er zwei irische Synoden (1850 und 1875) und führte die irische Kirche zu einer Einheit zusammen.

Arbeit in Rom[Bearbeiten]

Während seiner häufigen Besuche in Rom wohnte er grundsätzlich im Irischen Kolleg, seine Aussagen und Analysen übten großen Einfluss auf die Definition des Dogmas der unbefleckten Empfängnis Mariens aus. Seine Kenntnisse wurde von Papst Pius IX. geschätzt und dieser bediente sich mitunter seiner theologischen Darlegungen. Als Konzilsvater nahm er 1869/70 am I. Vaticanum teil.

Die Kirche in Irland und sein Nachfolger[Bearbeiten]

Kardinal Paul Cullen weihte 1877 den Priester Edward McCabe zum Titularbischof von Gadara, seit dieser Zeit war McCabe sein Assistent und wurde auch sein Nachfolger. Sein Neffe Patrick Francis Moran, den er 1872 zum Bischof weihte, wurde später Erzbischof von Sydney und 1885 der erste Kardinal aus Australien.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Paul Cullen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Daniel MurrayErzbischof von Dublin
1852–1878
Edward McCabe
William CrollyErzbischof von Armagh
1850–1852
Joseph Dixon

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