Paul Hoeniger
Paul Hoeniger (auch: Paul Höniger; * 9. März 1865 in Berlin; † 24. April 1924<ref>Hoeniger, Paul. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 6, Nachträge H–Z. E. A. Seemann, Leipzig 1962, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).</ref><ref>Paul Hoeniger †. In: Vossische Zeitung, 25. April 1924, Abendausgabe (Linke Spalte unten; staatsbibliothek-berlin.de).</ref> in Berlin) war ein deutscher Maler der wilhelminischen Epoche.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Ausbildung[Bearbeiten]
Paul Hoeniger studierte an den Kunstakademien in Berlin und München. Er war ein zu seiner Zeit berühmter Schüler des Malers Franz Skarbina in Berlin.<ref>Vorlage:BerlinerLeben Paul Höniger wird dort als „berühmter“ Skarbina-Schüler bezeichnet.</ref> 1891 reiste er nach Paris, um dort die zeitgenössischen impressionistischen Maler zu studieren und schrieb sich an der Académie Julian ein. Er wurde vor allem durch die Arbeiten von Camille Pissarro, aber auch durch die Darstellungen der „Belle Epoque“ von Jean Béraud beeinflusst.
Studienreisen[Bearbeiten]
Von Paris aus unternahm Paul Hoeniger auch verschiedene Studienreisen in andere Städte, unter anderem in Belgien und den Niederlanden, wobei er die dort befindlichen Werke verstorbener und gegenwärtiger Künstler studierte, nach dem Vorbild ähnlicher Reisen seines Lehrers Franz Skarbina.
Maler von Alltagsszenen[Bearbeiten]
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wohnte er in der Berliner Königin-Augusta-Straße 41, in demselben Haus wie sein Lehrer Franz Skarbina.<ref>Berlin und die Berliner. J. Bielefelds Verlag, Karlsruhe 1905, S. 96; Textarchiv – Internet Archive. Siehe auch Berliner Adreßbücher</ref> Er malte, wie er es in Paris gelernt hatte, vor allem Alltagsszenen und wurde bekannt als Spezialist für dieses Genre. Gerhard Strauss bezeichnet ihn sogar als „einen vergessenen Maler Berlins und seiner Arbeiterklasse“.<ref>Gerhard Strauss: Paul Hoeniger. In: Bildende Kunst, 30, 1982, S. 86–88.</ref> Einige der frühen Zeichnungen Hoenigers, z. B. die Grafiken Frühmorgens zur Arbeit, Berliner Dienstmann, Berlin O. und In der Garnfärberei können dieses Urteil stützen. Paul Hoeniger hebt sich mit seiner Themenwahl jedenfalls deutlich ab von anderen Malern der Epoche, die geschichtlich-heroische oder militärisch-politische Themen bevorzugten und sich dadurch auch die Aufmerksamkeit und Zustimmung offizieller Stellen sichern konnten.
Ausstellungstätigkeit[Bearbeiten]
Seit 1888 beteiligte er sich an den Ausstellungen der Berliner Akademie der Künste, wo sein Bild Im Café Josty auffiel, sowie an der Großen Berliner Kunstausstellung. Auf der ersten Ausstellung der Berliner Secession 1899 zeigte er sein Gemälde Alt-Berlin.<ref>Katalog der Deutschen Kunstausstellung der „Berliner Secession“. Cassirer, Berlin 1899, S. 24 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
Auf der zweiten Ausstellung der Berliner Secession 1900 zeigte er die Ölgemälde Ein alter Winkel und Haltestelle (Nebelstimmung).<ref>Katalog der Zweiten Kunstausstellung der Berlin Secession. Cassirer, Berlin 1900, S. 26 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Ab 1900 wurde Hoeniger als ordentliches Mitglied der Berliner Secession geführt. Zwischen 1891 und 1912 beteiligte er sich regelmäßig an Ausstellungen in Deutschland (Münchener Glaspalast), nahm aber auch an Ausstellungen in Paris teil, einschließlich der Salon-Ausstellungen von 1895, 1898 und 1904.
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
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Galerie[Bearbeiten]
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Frühmorgens zur Arbeit.
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Berlin O.
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Berliner Dienstmann.
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Alt-Berliner Häuser.
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Dame mit Spiegel.
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Dame auf abendlicher Straße.
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In der Garnfärberei. (Holzstich eines unbekannten Künstlers nach einem Gemälde von Paul Hoeniger.)
Literatur[Bearbeiten]
- Hoeniger, Paul. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 17: Heubel–Hubard. E. A. Seemann, Leipzig 1924, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).
- Gerhard Strauss: Paul Hoeniger (1865–1924). Ein vergessener Maler Berlins und seiner Arbeiterklasse. In: Bildende Kunst, Berlin, 2/1982, S. 86–88
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hoeniger, Paul |
| ALTERNATIVNAMEN | Höniger, Paul |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 9. März 1865 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 24. April 1924 |
| STERBEORT | Berlin |