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Paul Huldschinsky

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Paul Oscar Huldschinsky (* 18. August 1889 in Berlin; † 1. Februar 1947<ref>laut California Death Index</ref> in Santa Monica) war ein deutscher Innenarchitekt und Illustrator.

Leben[Bearbeiten]

Paul Huldschinsky war ein Sohn des wohlhabenden Unternehmers und Kunstsammlers Oscar Huldschinsky.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Oscar Huldschinsky. (Memento vom 14. Januar 2006 im Internet Archive). In: ghwk.de, 10. Oktober 2004.</ref> Er arbeitete zunächst in München und schuf in dieser Zeit vor allem Buchillustrationen. Später zog er nach Berlin<ref>Sonderausstellung: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Golf- und Landclub Berlin-Wannsee. (Memento vom 7. Januar 2010 im Internet Archive). In: ghwk.de, 1. November 2004.</ref> und begann dort als Innenarchitekt zu arbeiten. Das Berliner Adressbuch verzeichnete ihn letztmalig 1938 im Haus Kurfürstenstraße 53.

Er stattete Büros an der Straße Unter den Linden und „zahlreiche Villen und großzügige Wohnungen im wohlhabenden Südwesten“ Berlins aus,<ref name="H.Wefing_2008" /> so etwa die Villa von Marie-Anne von Goldschmidt-Rothschild auf Schwanenwerder, Inselstraße 7.<ref name="Aktives_Museum_2008" /> Im November 1938 wurde er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner Freilassung emigrierte er im Dezember 1938<ref>Francis Nenik, Sebastian Stumpf (Fotos): Seven Palms. Das Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades, Los Angeles. Spector Books, Leipzig 2018, ISBN 978-3-95905-180-4, S. 76. Leseprobe.</ref> in die USA, wo er weiterhin als Innenarchitekt arbeitete. Er gestaltete z. B. Thomas Manns Villa in Pacific Palisades, der Kontakt ist auch durch Tagebucheinträge von Mann belegt.<ref>Thema: Paul Huldschinsky. In: thomasmann.de, Forum Thomas Mann, 2005.</ref> Ferner arbeitete Huldschinsky als Bühnenbildner für die Filmindustrie.<ref name="Aktives_Museum_2008">Christine Fischer-Defoy: Schwanenwerder im Nationalsozialismus. Ein Inselrundgang. In: aktives-museum.de, Mitgliederrundbrief Nr. 62 • Januar 2010, S. 4; 6, (PDF; 475 kB), S. 4–11.</ref> Er starb 1947 nach schwerer Krankheit und hinterließ seine Frau Marie Ann sowie mehrere Stiefkinder.<ref name="H.Wefing_2008">Heinrich Wefing: Paul Huldschinsky. In: berlin.de / Redaktion Zeitschrift aktuell, Dezember 2008.</ref>

Der Journalist Heinrich Wefing konstatierte 2008: „Leider jedoch verlieren sich nach Huldschinskys Tod alle Spuren. Weder ist das weitere Schicksal seiner Familie bekannt noch der Verbleib seines Nachlasses.“<ref name="H.Wefing_2008" /> Briefe von Huldschinsky gehören zum Nachlass von Erika Landsberg,<ref>Erika Münster-Schröer: Der Nachlaß Landsberg im Stadtarchiv Ratingen. In: Stadt Ratingen, 16. Juli 2012, (PDF).</ref> der Bestand wurde vom Ratinger Stadtarchiv an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) übergeben.<ref>Nachlass Erika Landsberg im Deutschen Exilarchiv Frankfurt: DNB 98938604X</ref><ref>Barbara Fischer: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Herausragende Neuerwerbungen 2008. #Nachlass Erika Landsberg (1906–1979). (Memento vom 27. Dezember 2010 im Internet Archive). In: DNB, 2008.</ref> Eine Zeichnung von Huldschinskys Hand zum 60. Geburtstag des Verlegers und Kunstsammlers Alexander Koch aus dem Jahr 1920 gelangte 2010 in den Kunsthandel.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sale 38M, Lot No. No matches found... (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: Nagel Auktionen, 14. April 2010, in: Auktion: Moderne und Zeitgenössische Kunst 38M.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der Oscarverleihung 1945 erhielt Huldschinsky zusammen mit Cedric Gibbons, William Ferrari und Edwin B. Willis einen Oscar für die Ausstattung des Films Das Haus der Lady Alquist.<ref>Oscar-Preisverleihungen „Bestes Szenenbild / Beste Ausstattung“: Beste Ausstattung 1945. In: wissenswertes.at, 10. Februar 2020.</ref> Weitere Filme, an denen er beteiligt war, sind Desire Me<ref>Desire Me in: The American Film Institute catalog, University of California Press, 1999, ISBN 978-0-520-21521-4, S. 586, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..</ref> und Meet Me in St. Louis.<ref>Crew List: Meet Me in St. Louis (1944). In: Reel Classics, 21. Juni 2010.</ref>

Innenausbauten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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