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Paul Vincze

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Paul Vincze (geb. Pál Vincze; * 15. August 1907 in Galgagyörk, Komitat Pest, Ungarn; † 5. März 1994 in Magagnosc, Frankreich) war ein ungarisch-britischer Medailleur.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Paul Vincze war der Sohn eines jüdischen Vaters und einer katholischen Mutter.<ref>Benjamin Weiss: Vincze, Paul. In: Anti-Semitic Bigotry. S. 93 (PDF; 3,5 MB)</ref> Er studierte an der Fachschule für Angewandte Kunst in Budapest und arbeitete später sieben Jahre im Atelier von Ede Telcs. Von 1935 bis 1937 studierte er mit einem Stipendium am Collegium Hungaricum in Rom und kehrte dann nach Ungarn zurück. Wegen des erstarkenden Nationalsozialismus emigrierte er 1938 nach Großbritannien, wo er sich im Stadtteil Chelsea<ref>Paul Vincze auf furrandco.co.uk</ref> von London ein Atelier einrichtete. 1948 wurde er britischer Staatsbürger. Er hatte außerdem ein Haus in Magagnosc, einem damaligen Vorort von Grasse in Südfrankreich. 1958 heiratete er die Französin Emilienne Chauzeix.

Erste Arbeiten von Paul Vincze waren unter anderem Porträtmedaillen von Harold Mattingly (1947)<ref>Coins and Medals auf artgallery.yale.edu</ref> und Charles Holden (1950)<ref>Negley Harte: University of London. An Illustrated History: 1836–1986. Athlone, London 1986, ISBN 978-0-567-56449-8, S. 218, Abb. 257 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Charles Holden medallion (Memento vom 27. April 2016 im Internet Archive) auf pmsa.org.uk</ref>. 1948 gestaltete er eine Medaille, mit der er an den Art Competitions der Olympischen Sommerspiele teilnahm.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Paul Vincze (Memento vom 18. April 2020 im Internet Archive) auf sports-reference.com</ref> Bekannt wurde er 1953 durch seinen Entwurf einer Medaille anlässlich der Krönung von Elisabeth II.<ref>Queen Elizabeth The Second auf londoncoins.co.uk</ref>

Weitere Arbeiten von Paul Vincze waren unter anderem eine Porträtmedaille von Herbert Samuel, 1. Viscount Samuel (1960)<ref>Herbert Louis Samuel, 1st Viscount Samuel auf npg.org.uk</ref>, eine Serie von Medaillen für den Shakespeare Birthplace Trust (1964)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Shakespeare 400th Anniversary Medal (Memento vom 27. April 2016 im Internet Archive) auf shakespeare.org.uk</ref>, eine Medaille für die Smithsonian Institution (1965)<ref>U.S.A. Medal of the Smithsonian Institution auf royalcollection.org.uk</ref><ref>Medal auf hillwoodmuseum.org</ref>, eine Porträtmedaille von Yehudi Menuhin (1965)<ref>Coins and Medals auf artgallery.yale.edu</ref>, eine Florence-Nightingale-Medaille für die Societe Commemorative de Femmes Celebres (1966)<ref>Florence Nightingale Coin-Medal auf worthpoint.com</ref> und Gedenkmedaillen zum 900. Jahrestag der Schlacht bei Hastings (1966)<ref>1066–1966 Battle of Hastings Medal by Paul Vincze auf coins.ha.com</ref>, zum 50. Jahrestag der Balfour-Deklaration (1967)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Balfour Declaration Jubilee (Memento vom 27. April 2016 im Internet Archive) auf israelmint.com</ref> und Man’s First Landing on the Moon zur Mondlandung von Apollo 11 (1969)<ref>Medal, Commemorative, Apollo 11 auf airandspace.si.edu</ref>.

Kursmünzen gestaltete er unter anderem für Malawi<ref>George S. Cuhaj (Hrsg.): 2011 Standard Catalog of World Coins 2001–Date. Krause, Iola 2010, ISBN 978-144-021-471-4, S. 345 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>, Rhodesien<ref>George S. Cuhaj (Hrsg.): 2015 Standard Catalog of World Coins 1901–2000. Krause, Iola 2014, ISBN 978-144-024-039-3, S. 1813 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>, Nigeria<ref>George S. Cuhaj (Hrsg.): 2015 Standard Catalog of World Coins 1901–2000. Krause, Iola 2014, ISBN 978-144-024-039-3, S. 1657 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref> und Guinea<ref>George S. Cuhaj (Hrsg.): 2015 Standard Catalog of World Coins 1901–2000. Krause, Iola 2014, ISBN 978-144-024-039-3, S. 1047 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>.

Paul Vincze war ab 1941 Mitglied der Art Workers Guild und ab etwa 1946 Mitglied der Arts and Crafts Exhibition Society. 1961 wurde er Fellow der Royal British Society of Sculptors.<ref>Paul Vincze auf britishmuseum.org</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1951: Sonderpreis der II. Exposiçión Nacional de Numismática e Internacional de Medallas, Madrid
  • 1964: Silbermedaille des Salon de Paris
  • 1966: Goldmedaille der American Numismatic Association

Literatur[Bearbeiten]

  • David Buckmann: Dictionary of artists in Britain since 1945. Art Dictionaries, Bristol 1998, ISBN 0-9532609-0-9, S. 19 (online).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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