Pavia Nielsen
Pavia Nielsen (* 28. Juli 1936 in Qaarsut)<ref name="ggb">Torben Lodberg: Grønlands Grønne Bog 2001/02. Hrsg.: Grønlands hjemmestyres informationskontor. Kopenhagen 2001, ISBN 978-87-89685-16-8, S. 98.</ref> ist ein grönländischer Politiker (Siumut).
Leben[Bearbeiten]
Pavia Nielsen ist der Sohn des Jägers Hans Severin Thomas Mathias Nielsen (1891–1972) und seiner zweiten Frau Karen Sofie Eunike Regine Qvist (1904–1988).<ref name="ggb"/> Er hatte vier Geschwister und zwei Halbgeschwister aus der ersten Ehe seines Vaters. Er wurde schon jung zum Jäger erzogen und eine höhere Ausbildung wurde ihm von seinem Vater verwehrt, damit er sich auf die Jagd konzentrieren könne. Gemeinsam mit seiner Frau Emma, die er 1961 heiratete, hat er drei Töchter und einen Sohn.<ref name="sermitsiaq">Noah Mølgaard: 83-årig skyder stadig skarpt. Sermitsiaq.AG (2. Dezember 2019).</ref>
Pavia Nielsen war von 1963 bis 1967 Mitglied im Gemeinderat der Gemeinde Uummannaq und dann noch einmal von 1971 bis 1975.<ref name="ggb"/> Bei der Landesratswahl 1967 war er Zweiter Stellvertreter von Elisabeth Johansen.<ref>Landesratswahlkandidaten 1967. Atuagagdliutit (30. März 1967). S. 18–19.</ref> Bei der Wahl 1971 kandidierte er erstmals selbst, unterlag aber Elisabeth Johansen.<ref>Landesratswahlkandidaten 1971. Atuagagdliutit (18. März 1971).</ref> Bei der Wahl 1975 unterlag er Elisabeths Sohn Severin Johansen.<ref>Landesratswahlkandidaten 1975. Atuagagdliutit (13. März 1975). S. 14–15.</ref> 1979 kandidierte er bei der Wahl zum ersten Inatsisartut und wurde gewählt. 1983 und 1984 wurde er wiedergewählt.<ref name="ggb"/> Bei der Parlamentswahl 1987 unterlag er seinem jungen Parteikollegen Mikael Petersen.<ref>Parlamentswahlergebnisse 1987. Atuagagdliutit (27. Mai 1987). S. 30–32.</ref> Bei der Wahl 1991 konnte er das Mandat zurückerobern,<ref name="ggb"/> verlor es aber 1995 erneut an Mikael Petersen.<ref>Parlamentswahlergebnisse 1995. Atuagagdliutit (7. März 1995). S. 8–17.</ref> Auch mit neuem Wahlrecht konnte er bei der Wahl 1999 nicht genügend Stimmen für einen Parlamentseinzug erlangen.<ref>Parlamentswahlergebnisse 1999. Atuagagdliutit (23. Februar 1999). S. 14–23.</ref> Anschließend beendete er seine politische Karriere.
Von 1973 bis 1989 war er Vorstandsmitglied des Jäger- und Fischerverbunds KNAPK, bevor er bis 1991 dessen Vorsitzender war.<ref name="ggb"/>
Am 18. Januar 1994 erhielt er den Nersornaat in Silber.<ref>Jan René Westh: Grønlands fortjenstmedalje Nersornaat. In: Jan René Westh (Hrsg.): Ordenshistorisk Tidsskrift. Nr. 36. Ordenshistorisk Selskab, Dezember 2010, ISSN 0904-5554, S. 54.</ref> Im selben Jahr wurde er auch zum Ritter des Dannebrogordens ernannt.<ref name="ggb"/> Er ist zudem Träger der Fortjenstmedaljen, wie auch sein Vater, sein Bruder Jakob und seine Schwester Louise.<ref name="sermitsiaq"/>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nielsen, Pavia |
| KURZBESCHREIBUNG | grönländischer Politiker (Siumut) |
| GEBURTSDATUM | 28. Juli 1936 |
| GEBURTSORT | Qaarsut |