Pazer
Vorlage:Infobox Taam24 Pazer Vorlage:Judaistik/singleChar, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ist eine Trope in der jüdischen Liturgie zählt zu den biblischen Satz-, Betonungs- und Kantillationszeichen Teamim, die im Tanach erscheinen. Es wird auch Pazer qatan {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) genannt. Pazer qatan bedeutet kleines Pazer im Gegensatz zu Pazer gadol, dem großen Pazer, das auch Qarne para genannt wird.
Begriffe[Bearbeiten]
Vorlage:Hinweis Etymologie TropeDas hebräische Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) bedeutet übersetzt Verteilung oder Verbreitung. Dies bezieht sich auf die große Anzahl von Noten in der Melodie. Es zeigt, wie weit die Göttlichkeit auf die Worte verteilt ist.<ref>Hellner-Eshed, S. 264–265.</ref><ref>Wickes übersetzt Pazer mit shake oder trill, also schütteln oder trillern und bezieht diesen Namen auf die musikalische Ausführung des Zeichens. Wickes, poetical books S. 17. Digitalisat.</ref>
Symbol[Bearbeiten]
Das Symbol für Pazer ähnelt einem nach oben gespiegelten h, oder, wie in der Biblia Hebraica Stuttgartensia, einem kleinen T, das um 90° gegen den Uhrzeigersinn gekippt ist. Es steht über dem Konsonanten der ersten betonten Silbe.
Grammatik[Bearbeiten]
Als „Graf“ teilt Pazer ein Verssegment auf der untersten Ebene.<ref name="Jacobson-74">Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. 2005, S. 74.</ref> Pazer teilt Gruppen mit Rewia, Paschta, Tewir oder Zarkqa als übergeordnetem Trenner. Manchmal unterteilt es ein Geresch-Segment.<ref name="Jacobson-74" /> Sein Segment hat dabei keine untergeordneten disjunktiven Tropen mehr. Es kann aus einem einzigen Wort bestehen, es kann aber auch bis zu 6 mal Munach enthalten.<ref>James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible: Concordance …. 1. Band, S. 235 f.</ref>
Häufig folgt einem Pazer-Segment ein Geresch-Segment.<ref name="Jacobson-74" /> Dem Pazer geht in der Regel bei einem Zwei-Worte-Segment ein Munach voraus. Dieser Munach wird bei einem Drei-Worte-Segment wiederholt.<ref>Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. 2005, S. 74–75.</ref> Dem Pazer kann auch ein Telischa gedola oder ein Telischa qetanna folgen. In einigen Fällen folgt dem Pazer-Segment ein weiteres Pazer-Segment.
Pazer wird verwendet, um ein Wort beim Singen deutlich zu verlängern.<ref>Chani Haran Smith: Tuning the soul: music as a spiritual process in the teachings of Rabbi Naḥman of Bratzlav. S. 29.</ref> Damit soll die Bedeutung des jeweiligen Wortes stärker hervorgehoben und betont werden.<ref>Avigdor HaLevi Nebenzahl: Tit’haru! The Ten days of repentance. S. 162.</ref> In seltenen Fällen wird Pazer durch das noch stärker ausgestaltete Qarne para ersetzt, das deswegen auch Pazer gadol genannt wird, ohne dass das einer grammatikalischen Regel folgt. In diesem Fall soll etwas Bedeutsames im Text hervorgehoben werden.<ref>James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible: Concordance …. 1. Band, S. 239.</ref>
Melodie[Bearbeiten]
| De accentibus, et orthographia, linguae Hebraicae Johannes Reuchlin: Pazer |
| Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.verschiedene Kantilenen | |
|---|---|
| Beispiele für das Prosa-System aus der Jewish Encyclopedia<ref>The Jewish Encyclopedia. Band 3, S. 543.</ref> |
Mit welcher Melodie die Kantilene zu einer Trope zu singen ist, hängt sowohl von der Position im Tanach als auch von der zugrundeliegenden Tradition ab. So gehören die Melodien für die Torah meist der hypoäolischen Kirchentonart an. In den Prophetenbüchern hingegen wurde in der sephardischen und aschkenasischen Tradition dorisch gesungen.
In der aschkenasischen Tradition wurde in der Torah zwischen gewöhnlichem (hypoäolischem) Vortrag und dem in Bußpredigten (mixolydisch) unterschieden.<ref>The Jewish Encyclopedia. Band 3, S. 539.</ref>
Die rechts angegebenen Melodien sind recht lebhaft, aber ohne festes Tempo zu singen.
Vorkommen[Bearbeiten]
Pazer gehört sowohl zum prosaischen als auch zum poetischen System der Teamim.
| Teil des Tanach | Pazer |
|---|---|
| Tora | 154 |
| Nevi’im | 420 |
| Ketuvim | 284 |
| Gesamt | 858 |
Die Tabelle zeigt das Vorkommen von Pazer in den 21 Büchern.<ref name="Price5">James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible: Concordance …. 1. Band, S. 5.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- William Wickes: A treatise on the accentuation of the twenty-one so-called prose books of the Old Testament. 1887.
- William Wickes: A treatise on the accentuation of the three so-called poetical books on the Old Testament, Psalms, Proverbs, and Job. 1887.
- Arthur Davis, The Hebrew accents of the twenty-one Books of the Bible (K"A Sefarim) with a new introduction. 1900.
- Francis L. Cohen: Cantillation. In: Isidore Singer (Hrsg.): The Jewish Encyclopedia. Band III. KTAV Publishing House, New York 1906, S. 542–548 (jewishencyclopedia.com).
- James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible. I) Concordance of the Hebrew Accents used in the Pentateuch. Edwin Mellon Press, Lewiston (New York) 1996, ISBN 0-7734-2395-8.
- Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. The art of cantillation. 1. Auflage. Jewish Publication Society, Philadelphia 2002, ISBN 0-8276-0693-1 (books.google.co.uk).
- Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. Student Edition. The Jewish Publication Society, Philadelphia 2005, ISBN 0-8276-0816-0.
- Chani Haran Smith: Tuning the soul: music as a spiritual process in the teachings of Rabbi Naḥman of Bratzlav (= IJS studies in Judaica. Band 10). Brill, Leiden; Boston 2010, ISBN 978-90-04-18960-7.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />