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Personalwagen

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Datei:Personalfahrten der Hamburger Hochbahn 1955.jpg
Hamburger Hochbahn: Übersicht der Personalfahrten mit Straßenbahnen und Kraftomnibussen im Jahr 1955
Datei:Fahrpersonal-Frühwagen in Hannover 1954.jpg
Straßenbahn Hannover: die Fahrpersonal-Frühwagen des Jahres 1954

Ein Personalwagen (PW), manchmal auch Frühwagen beziehungsweise Spätwagen genannt, ist eine bestimmte Sonderfahrt im öffentlichen Personennahverkehr größerer Städte, die während der nächtlichen Betriebsruhe durchgeführt wird. Es handelt sich um spezielle Straßenbahnen, Oberleitungsbusse oder Omnibusse, die Fahrer, Schaffner oder sonstiges Personal frühmorgens vor Dienstbeginn vom Wohnort zum Depot beziehungsweise spätabends oder nachts nach Betriebsschluss von dort nach Hause befördern. Auf diese Weise können auch weiter vom Dienstort entfernt wohnende Mitarbeiter ohne Auto den Weg zur und von der Arbeit zurücklegen. Mit der zunehmenden Massenmotorisierung in der Nachkriegszeit beziehungsweise der Einführung des für alle Fahrgäste angebotenen Nachtverkehrs verloren sie jedoch im Laufe der Jahrzehnte an Bedeutung. Die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) beispielsweise wandelte ihre mit Omnibussen durchgeführten Personalfahrten 1997 in reguläre Nachtverkehrslinien um,<ref>Fahrplanwechsel 1997 auf tram-ff.de</ref> auch die Düsseldorfer Nachtexpress-Linien entstanden um die Jahrtausendwende aus Personalfahrten,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ruhrschiene 2001#3, S. 6 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.probahn-nrw.de</ref> ebenso wie die Linien 805 bis 817.

Teilweise sind die Personalwagen auch für reguläre Fahrgäste freigegeben. Jedoch besteht im Regelfall weder eine Betriebs- noch eine Beförderungspflicht, weshalb ihre Fahrpläne auch nicht immer öffentlich kommuniziert werden. Ursächlich hierfür ist unter anderem, dass sich diese – je nach Dienstplan der Mitarbeiter – jederzeit ohne Ankündigung ändern könnten.<ref>Übersicht der Straßenbahn- und Kraftomnibus-Personalfahrten der Hamburger Hochbahn AG im Winterfahrplan gültig ab 30. Oktober 1955, S. 20/21.</ref> Fahrgäste werden nur mitgenommen, soweit Platz vorhanden ist.<ref>Übersicht der Fahrpersonal-Frühwagen der Straßenbahn Hannover im Fahrplan von 1954, S. 138/139.</ref> Typisch für Personalwagen sind dabei vom regulären Linienweg abweichende Fahrstrecken, weil diese bedarfsgerecht zusammengestellt werden. Auch findet im Fahrzeug in einigen Betrieben kein Fahrscheinverkauf statt – demzufolge ist die Mitfahrt nur für Personen erlaubt, die sich vor Fahrtantritt bereits im Besitz eines gültigen Fahrscheins befinden. Als Personalwagen werden fallweise ältere Fahrzeuge verwendet, die nicht mehr dem regulären Personenverkehr dienen.<ref>P1.65-Gelenktriebwagen der Straßenbahn München auf www.strassenbahn-muenchen.de</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Elektrischer Gelenktriebwagen, „Sputnik“ 3413 der Straßenbahn Köln auf www.kvb-koeln.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kvb-koeln.de</ref> Bei der Straßenbahn Bremen stellte beispielsweise 1974 jeder der damals fünf Betriebshöfe einen eigenen Personalwagen.<ref>Das Kursnummern-System der Bremer Straßenbahn auf www.tramtom.de.</ref>

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bei der Eisenbahn existieren analog zu den oben beschriebenen Sonderfahrten im Stadtverkehr sogenannte Dienstpersonenzüge, etwa im Pendelverkehr zwischen einem regulären Personenbahnhof und einem Bahnbetriebswerk oder Ausbesserungswerk. Diese interne Zuggattung, teilweise mit Dstp abgekürzt, ist – im Gegensatz zu den Personalwagen in Stadtverkehren – generell nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Darüber hinaus bezeichnete die Deutsche Bundesbahn spezielle Personenwagen, die als fahrbarer Aufenthaltsraum – beispielsweise für Bauarbeiter – dienten, ebenfalls als Personalwagen.<ref>4yg-Umbauwagen der Deutschen Bundesbahn auf www.eisenbahn-harzvorland.de</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />