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Pete Ricketts

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Pete Ricketts (2018)

John Peter „Pete“ Ricketts (* 19. August 1964 in Nebraska City, Nebraska) ist ein US-amerikanischer Politiker. Ricketts, Parteimitglied der Republikaner, ist seit dem 23. Januar 2023 US-Senator für den Bundesstaat Nebraska. Zuvor bekleidete er von 2015 bis 2023 das Amt des Gouverneurs Nebraskas.

Laufbahn[Bearbeiten]

Pete Ricketts entstammt einer der wohlhabendsten Familien der USA; er wurde als eines von fünf Kindern von Joe und Marlene Ricketts geboren. Sein Vater war der Gründer des Finanzdienstleisters Ameritrade. 2004 wurde das Vermögen der Familie vom Fachmagazin Forbes auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt.<ref>Peter Ricketts on Principles & Values</ref>

Ricketts absolvierte die Westside High School, an der er 1982 seinen Abschluss erlangte. Danach schrieb er sich an der University of Chicago ein, an der er einen Bachelor in Biologie und einen Master in Marketing und Finanzwissenschaften erwarb. Nach seiner Rückkehr nach Nebraska ließ sich Ricketts in Omaha nieder. Zunächst arbeitete er für Union Pacific, bis er als Kundenbetreuer im Unternehmen seines Vaters Anstellung fand. In den kommenden Jahrzehnten stieg Ricketts zum Präsidenten und Chief Operating Officer (COO) des Unternehmens auf.

2005 verließ er das Unternehmen und gab bekannt, für das Amt des US-Senators von Nebraska kandidieren zu wollen. Gewann er noch die parteiinternen Vorwahlen, verlor er bei der Wahl 2006 jedoch gegen den Demokraten Ben Nelson.

Von 2007 bis 2012 war Ricketts Mitglied des Republican National Committee (RNC).

2014 kandidierte er für das Amt des Gouverneurs seines Heimatbundesstaats. Unterstützt von den ehemaligen Gouverneurinnen Kay Orr (Nebraska) und Sarah Palin (Alaska), gelang ihm ein Wahltriumph, als er mit einem Vorsprung von rund 20 Prozentpunkten den Demokraten Chuck Hassebrook klar auf den zweiten Platz verweisen konnte. Sein neues Amt trat er dann am 8. Januar 2015 an.

Das Parlament von Nebraska verabschiedete Ende Mai 2015 ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe in dem Bundesstaat. Da Ricketts jedoch Befürworter der Todesstrafe ist, legte er sein Veto gegen die Vorlage ein. Die Abgeordneten überstimmten jedoch den Gouverneur mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit, womit das Gesetz auch ohne seine Zustimmung in Kraft trat. Nebraska vollzog bereits ab 1997 keine Hinrichtungen mehr; die Strafen der übrigen zehn Häftlinge im Todestrakt wurden in lebenslangen Freiheitsentzug umgewandelt.<ref>Nebraska schafft Todesstrafe ab, Tagesschau, 28. Mai 2015</ref> Ricketts finanzierte eine Unterschriftenaktion, um die Todesstrafe zum Gegenstand eines Volksreferendums zu machen. Im November 2017 entschieden sich 61 Prozent des Wahlvolkes für die Beibehaltung der Todesstrafe.<ref>Nebraska and California voters decide to keep the death penalty. The Washington Post, 9. November 2018, abgerufen am 2. September 2018.</ref> Am 14. August 2018 wurde nach einem 20-jährigen De-facto-Moratorium, die letzte Exekution hatte am 2. Dezember 1997 stattgefunden, Carey Dean Moore hingerichtet.

Bei den Gouverneurswahlen 2018 wurde er für eine weitere Amtszeit bestätigt. Er konnte seinen Demokratischen Herausforderer Bob Krist mit 59 zu 41 % der Stimmen besiegen. Eine weitere Wiederwahl war seitens der Verfassung Nebrasksas ausgeschlossen, daher schied Ricketts am 8. Januar 2023 turnusgemäß aus dem Amt.

Am 12. Januar 2023 ernannte ihn der neu gewählte Gouverneur Jim Pillen als Nachfolger des zurückgetretenen Ben Sasse zu einem von zwei US-Senatoren Nebraskas. Seine Amtszeit begann am 23. Januar 2023.<ref>Eric Bradner: Nebraska Gov. Pillen appoints Pete Ricketts to Sasse’s Senate seat. In: cnn.com. CNN, 12. Januar 2023, abgerufen am 13. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gemäß der Wahlregularien Nebraskas musste sich Ricketts beim nächsten regulären Wahltermin, d. h. am 5. November 2024 einer special election stellen, um den Sitz für die verbleibende Zeit von Sasses Amtszeit weiter innezuhaben. In der Vorwahl der Republikaner konnte er sich deutlich mit 78 % durchsetzen. In der Hauptwahl besiegte er schließlich seinen Demokratischen Herausforderer Preston Love Jr. mit über 58 % der abgegebenen Stimmen.<ref name="ballotpedia" >Pete Ricketts. In: ballotpedia.org. Abgerufen am 12. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er wird damit voraussichtlich dem Senat mindestens bis zum 3. Januar 2027 angehören.

Bei den Vorwahlen der Republikaner zur Senatswahl 2026 setzte er sich mit knapp 82 % deutlich durch.<ref>Bill Kelly: Ricketts easily wins Nebraska U.S. Senate primary, Nebraska Public Media vom 12. Mai 2026</ref> Bei den Demokraten setzte sich Cindy Burbank gegen den Pastor William Forbes durch, der in der Vergangenheit Donald Trump Unterstützung und sich gegen Abtreibungen ausgesprochen hatte. Forbes war deshalb vorgeworfen worden, dass er nur als republikanischer Strohmann kandidierte habe, um die Stimmen gegen Ricketts zu spalten. Burbank hatte vor der Vorwahl angekündigt zugunsten des Unabhängigen Dan Osborn ihre Kandidatur dann zurückzuziehen.<ref>Rachel Leingang: Nebraska Democratic Senate primary winner says she’ll drop out to support independent in general election, The Guardian vom 13. Mai 2026</ref>

Privates[Bearbeiten]

Pete Ricketts ist seit dem Jahr 1998 verheiratet. Mit seiner Frau Susanne hat der Katholik Ricketts drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Pete Ricketts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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