Peter Feldmann
Peter Manuel Feldmann<ref>Siehe Sitzungsprotokolle der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main auf: PARLamentsInformationsSystem Stadt Frankfurt am Main</ref> (* 7. Oktober 1958 in Helmstedt) ist ein deutscher Politiker (parteilos, bis 2023 SPD), der von 2012 bis 2022 Oberbürgermeister von Frankfurt am Main war. Infolge gegen ihn erhobener Korruptionsvorwürfe und persönlicher Entgleisungen musste er sich am 6. November 2022 einem Bürgerentscheid stellen, bei dem eine deutliche Mehrheit von 95 % für seine Abwahl stimmte. Am 23. Dezember 2022 wurde er vom Landgericht Frankfurt am Main rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt.
Ausbildung und Privatleben[Bearbeiten]
Peter Feldmann besuchte ab 1970 in Frankfurt die Ziehenschule und legte 1979 das Abitur an der Ernst-Reuter-Schule ab. 1979 und 1980 begab er sich auf einen Auslandsaufenthalt in Israel, den er mit einer Gärtnerausbildung verband. Anschließend studierte er Politologie an der Philipps-Universität Marburg und schloss das Studium 1986 mit dem Diplom ab. 2009 beendete er zudem eine Ausbildung zum Sozialbetriebswirt.
Feldmann rechnet sich dem liberalen Judentum zu. Im April 2016 heiratete er in zweiter Ehe die halb so alte Zübeyde Temizel. Diese war 2015, nach Beginn ihrer Beziehung mit Feldmann, von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Leiterin der ersten deutsch-türkischen Kindertagesstätte in Hessen eingestellt worden, was spätere Ermittlungen gegen Feldmann zur Folge hatte (siehe unten zur Korruptionsaffäre).<ref name=hs/><ref>Oberbürgermeister Feldmann heiratet, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. April 2016.</ref> Mit ihr hat er eine Tochter (* 2016) sowie eine zweite aus einer früheren Beziehung.<ref>Züleyha ist da! OB Peter Feldmann zum zweiten Mal Vater, Extratipp.com, 19. Juli 2016</ref> Im August 2021 gab er das Ende seiner Ehe bekannt; nach Presseinformationen lebte man bereits Monate getrennt.<ref>OB Feldmann und Partnerin Zübeyde: Ehe-Aus nach mehr als fünf Jahren, hna.de, 11. August 2021</ref> Im Rahmen des laufenden Strafverfahrens wegen des Verdachtes der Vorteilsannahme ließ Feldmann im Oktober 2022 – kurz vor dem Bürgerentscheid über seine Abwahl vom 6. November – per Anwalt verlautbaren, er habe die Ehe nur wegen Temizels Schwangerschaft geschlossen, da diese eine von ihm ins Gespräch gebrachte Abtreibung ausgeschlossen habe.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Tätigkeiten[Bearbeiten]
Bis 1988 arbeitete Feldmann als Dozent. Ab 1988 war er Sekretär des der SPD nahestehenden Jugendverbandes SJD – Die Falken in Rheinland-Pfalz. Von 1990 bis 1996 leitete er das „Jugendhaus Am Bügel“ in Frankfurt-Bonames, ein offenes Freizeit- und Begegnungszentrum für junge Menschen von 12 bis 21 Jahren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Anschließend wechselte er als Grundsatzreferent zum Paritätischen Wohlfahrtsverband. Von 2008 bis Ende 2009 war er Leiter des Altenhilfezentrums Kurt-Steinbrecher-Haus der Arbeiterwohlfahrt in Darmstadt-Eberstadt. Danach arbeitete er von 2009 bis 2011 für eine Stabsstelle für Belegungsmanagement bei der zur AWO Frankfurt gehörenden Johanna-Kirchner-Stiftung.
Neben seiner politischen Arbeit ist bzw. war Feldmann ehrenamtlich Vorstandsmitglied verschiedener Frankfurter Sozial-Organisationen sowie nicht-ehrenamtlicher Aufsichtsrat:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
Aufsichtsratsvorsitzender[Bearbeiten]
In seiner Zeit als Oberbürgermeister war er Aufsichtsratsvorsitzender von:
- ABG Frankfurt Holding
- Alte Oper Frankfurt Konzert- und Kongresszentrum GmbH
- FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region
- Messe Frankfurt GmbH
- Rhein-Main-Verkehrsverbund
- Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main GmbH
- Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH
Mitglied des Aufsichtsrats[Bearbeiten]
In seiner Zeit als Oberbürgermeister war er Mitglied des Aufsichtsrats von:
- Fraport AG
- Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH<ref>Struktur & Unternehmensführung der NHW (naheimst.de, Stand: August 2022)</ref>
- Thüga Holding GmbH & Co. KGaA
Politik[Bearbeiten]
Politische Arbeit[Bearbeiten]
1967 trat Feldmann der Sozialistischen Jugend, 1974 den Jusos und der SPD bei. 1981 wurde er zum stellvertretenden<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> AStA-Vorsitzenden an der Philipps-Universität Marburg gewählt und im selben Jahr auch zum stellvertretenden Juso-Landesvorsitzenden. 1987 bis 1989 war er Juso-Vorsitzender in Frankfurt am Main. 1988 wurde er in die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt am Main gewählt und dort 1990 Sprecher für Jugend und Soziales der SPD-Fraktion. 1993 wurde er in den Fraktionsvorstand und 2004 zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD gewählt. Von 2001 bis zur Kommunalwahl 2011 war er zudem Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses der Stadtverordnetenversammlung. Zugleich war er Mitglied des Ausschusses für Soziales und Gesundheit.
Feldmann gründete gemeinsam mit Sergey Lagodinsky 2007 den SPD-internen Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten (AJS) und beide wurden Sprecher des Arbeitskreises. Der AJS ist die erste institutionelle Organisation von Juden in Deutschland in einer Partei seit 1933.<ref>dpa: Report: German party forms first Jewish caucus since Nazi era. In: Haaretz. 26. April 2007. Abgerufen am 26. März 2012.</ref> Feldmann setzte sich in dem Arbeitskreis fokussiert für eine jüdische Perspektive in der SPD auf außen- und innenpolitische Themen wie den Nahostkonflikt, Rechtsextremismus, Integration und Vergangenheitsbewältigung ein. Nach dem Rücktritt Lagodinskys, aufgrund des zugunsten Thilo Sarrazins ausgefallenen Parteiordnungsverfahrens, war Feldmann 2011 zeitweise alleiniger Sprecher des AJS. Er war bis 2012 Sprecher des AJS, zeitweise gemeinsam mit Ilia Choukhlov.
Am 3. Februar 2023 trat Feldmann aus der SPD aus. Er sagte dazu, dass er in keine andere Partei eintreten wolle: „Ich bin kein Partei-Hopper.“<ref>Hessenschau vom 3. Februar 2023, online</ref>
Im Oktober 2023 stellte Feldmann einen Mitgliedsantrag bei der Partei Die Linke und verkündete auf einer Pressekonferenz, er sei nun Mitglied der Linkspartei.<ref>Feldmann will sich den Linken anschließen – die sind allerdings skeptisch</ref> Danach zeichnete sich jedoch ab, dass sein Antrag bei der Linken auf erhebliche Vorbehalte stoßen und möglicherweise abgelehnt werden würde.<ref>Ex-OB Peter Feldmann will zur Linken wechseln – dort ist man skeptisch in www.t-online.de vom 12. Oktober 2023</ref> Daher stellte er seinen Mitgliedsantrag zunächst ruhend<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 12. Oktober 2023 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> und zog ihn im November 2023 zurück.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
An der Kommunalwahl am 15. März 2026 nahm Feldmann mit der neu gegründeten Liste „Frankfurt – Sozial!“ teil, die sich als Bürgerinitiative mit der sozialen Frage in Frankfurt beschäftigte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. Dezember 2025 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Im Vorfeld der Zulassung zur Wahl gab es eine Hausdurchsuchung bei der Vertrauensperson für den Wahlantritt wegen Unstimmigkeiten bei den Unterstützerunterschriften.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 15. Januar 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Mitte Februar 2026 gab die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main bekannt, dass 29 von 183 befragten Bürgern, deren Namen auf den Unterschriftenlisten zur Unterstützung der Bürgerinitiative standen, behaupteten, „niemals um ihre Unterstützung für das Wahlbündnis gebeten, zur Unterschrift auf dem Formular aufgesucht worden zu sein und Kenntnis von ihrer vermeintlichen Unterschrift auf dem Formular gehabt zu haben“. Dazu kamen vier Namen von Verstorbenen auf den Unterstützerlisten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 13. Februar 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Feldmann verfehlte den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 18. März 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> will seine politische Arbeit aber fortsetzen.<ref>Christoph Manus: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. März 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Juli 2026 erklärte die Staatsanwaltschaft, dass die Unterstützerlisten ohne das Mitwissen der Bürgerinitiative gefälscht worden seien. Die Unterstützerlisten seien offen erlangt worden und mit persönlichen Angaben von Nutzenden eines Hausnotrufsystems sowie mit gefälschten Unterschriften versehen worden. Gegen Mitarbeiter des Frankfurter Verbands werde ermittelt. Feldmann erklärte, er verspüre eine „große Genugtuung“. Die Motive für die gefälschten Unterlagen sind unklar.<ref>Bernhard Biener, Monika Ganster: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 21. Juli 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Oberbürgermeister von Frankfurt am Main[Bearbeiten]
Wahlkampf 2012[Bearbeiten]
2011 bewarb er sich als Kandidat seiner Partei für die Oberbürgermeisterwahl im März 2012 in Frankfurt am Main. Ganz besonders setzte Feldmann auf Bürger mit Migrationshintergrund. Er rief alle potenziellen Wähler dazu auf, darüber zu diskutieren, „wie wir unsere Stadt noch schöner, noch sozialer, noch erfolgreicher und lebenswerter machen“. Den Wahlkampf beschrieb er zugleich als „ein großes Fest“.<ref>Canan Topçu: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 6. März 2012 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Gegen seinen parteiinternen Konkurrenten Michael Paris gewann er in einem Mitgliederentscheid mit 53,76 Prozent die Kandidatur. Im ersten Durchgang der Wahl zum Oberbürgermeister am 11. März 2012 erreichte er den zweiten Platz mit 33,0 Prozent nach dem CDU-Kandidaten Boris Rhein (39,1 Prozent).<ref>Oberbürgermeisterwahl Frankfurt: Hochburgen und Verlierer-Bezirke der Kandidaten. In: Frankfurter Rundschau. 12. März 2012. Abgerufen am 22. März 2012.</ref> In der Stichwahl am 25. März 2012 gewann er mit 57,4 Prozent der abgegebenen Stimmen klar gegen Rhein, der auf 42,6 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,1 Prozent.<ref>Feldmann neuer Rathauschef von Frankfurt. In: faz.net. 25. März 2012. Abgerufen am 25. März 2012.</ref>
Feldmann war nach Ludwig Landmann der zweite jüdische Frankfurter Oberbürgermeister.<ref>Damit hat niemand gerechnet. In: Jüdische Allgemeine. 26. März 2012. Abgerufen am 26. März 2012.</ref><ref>Jewish politician elected as new mayor of German city of Frankfurt. In. World Jewish Congress. 26. März 2012. Abgerufen am 26. März 2012.</ref> Im Jahr 2013 wurde er ins Präsidium des Deutschen Städtetages gewählt.<ref>Hinweis in: Städtetag aktuell 3/2018, S. 14</ref>
Wahlkampf 2018[Bearbeiten]
Im ersten Durchgang der Wahl zum Oberbürgermeister am 25. Februar 2018 erreichte er den ersten Platz mit 46,0 Prozent vor der CDU-Kandidatin Bernadette Weyland (25,4 Prozent).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />wahlen.frankfurt.de ( vom 26. Februar 2018 im Internet Archive). In: frankfurt.de. 25. Februar 2018. Abgerufen am 25. Februar 2018.</ref> Im zweiten Wahlgang am 11. März 2018 erhielt er 70,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und wurde somit für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.<ref>Anja Laud/Sandra Busch/Götz Nawroth: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. März 2018 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Zu Feldmanns politischen Kernthemen im Wahlkampf gehörten die Begrenzung des Fluglärms, die Bildung, die Situation älterer Menschen in der Stadt, der Bau bezahlbarer Wohnungen, die Internationalität der Stadt Frankfurt und der Kampf gegen die Armut von Kindern. Hier verfolgte er das Ziel, die Kinderarmut in Frankfurt während seiner Amtszeit zu halbieren. Außerdem wollte er den Verkauf der Nassauischen Heimstätte verhindern.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Feldmann im Interview „Ich bin offen und kooperativ“ ( vom 30. März 2012 im Internet Archive). In: hr-online. 26. März 2012. Abgerufen am 26. März 2012.</ref>
Frühe Kontroversen[Bearbeiten]
Einige Zeit nach seinem Amtsantritt zeigten sich Spannungen zwischen dem schwarz-grün geführten Magistrat einerseits und dem sozialdemokratischen Oberbürgermeister andererseits. So bestand der Magistrat im Mai 2013 darauf, die Stelle des neunten hauptamtlichen Dezernenten neu zu vergeben, während Feldmann diese Stelle einsparen wollte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Koalition besteht auf Dezernentenwahl ( vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive) in fnp.de, abgerufen am 15. Dezember 2013.</ref> Nach dem Ausscheiden von Stadtrat Volker Stein (FDP) wurde am 6. Juni 2013 gegen den Willen Feldmanns der CDU-Politiker Jan Schneider zum neuen Stadtrat gewählt.<ref>Römer wählt Schneider zum Stadtrat in hr-online.de, abgerufen am 15. Dezember 2013.</ref> Der Zuschnitt der Dezernate obliegt jedoch dem Oberbürgermeister.
Als Feldmann die Dezernate im Oktober 2013 neu ordnete, gab es erneut Verstimmungen zwischen ihm und dem Magistrat, unter anderem, weil er die bisherige Schuldezernentin Sarah Sorge entmachten wollte. Nach Ansicht Feldmanns stand das Bildungsdezernat nach Jahren unter grüner Führung vor einem Scherbenhaufen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />OB entmachtet Schuldezernentin ( vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive) in fnp.de, abgerufen am 15. Dezember 2013.</ref> Ferner wurde Stadtrat Markus Frank (CDU) die Zuständigkeit für die Wirtschaftsförderung entzogen; eine Aufgabe, die Feldmann nun selbst übernahm.
Während der Diskussion über diese Veränderungen im Magistrat in der Sitzung am 8. November 2013 eskalierte der Streit. Feldmann reagierte, indem er als Leiter die Sitzung abbrach.<ref>Streit im Frankfurter Magistrat eskaliert in faz.net, abgerufen am 15. Dezember 2013.</ref> Feldmann meinte, er sei nicht in einer Bürgerfragestunde. Außerdem fühlte er sich dadurch diffamiert, dass ihm seine Gegner vorwarfen, er baue ein Politbüro als Gegenstück zum Magistrat auf.<ref>„Captain Chaos im Politbüro“ in op-online.de, abgerufen am 15. Dezember 2013.</ref> Daraufhin sprach ihm der Magistrat in seiner Sitzung am 22. November 2013 offiziell eine Missbilligung aus, ein bis dahin in der Frankfurter Politikgeschichte einmaliger Vorgang.<ref>Missbilligung für Peter Feldmann in faz.net, abgerufen am 15. Dezember 2013.</ref>
Am 5. März 2015 veranstaltete die der Gülen-Bewegung nahe Gesellschaft für Bildung und Förderung gGmbH<ref>Homepage der Gesellschaft für Bildung und Förderung gGmbH, abgerufen am 1. August 2016.</ref> in Frankfurt eine „Friedenspädagogik-Konferenz“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage der Internationalen Friedenspädagogik-Konferenz ( vom 10. August 2016 im Internet Archive), abgerufen am 1. August 2016.</ref> Der Gülen-Bezug wurde gegenüber den Teilnehmern verschleiert. Peter Feldmann übernahm die Schirmherrschaft trotz Kritik durch den SPD-Parteikollegen Turgut Yüksel.<ref name="dlf">Volker Siefert: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Deutschlandfunk, 5. März 2015 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Im Februar 2018 wurde Feldmann während des Wahlkampfes für seine zweite Kandidatur von der Kurdischen Gemeinde Deutschland dafür kritisiert, dass er aus Wahlkampfzwecken eine DITIB-Moschee in Frankfurt-Höchst besucht hatte, der zuvor vorgeworfen worden war, Gläubige zu Gebeten für einen Sieg der türkischen Armee in der Region Afrin aufgerufen zu haben.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
Korruptionsaffäre[Bearbeiten]
2022 wurden Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bekannt, nach denen Feldmann durch die AWO beim OB-Wahlkampf 2018 mit Spenden unterstützt worden sei, im Gegenzug für sein Versprechen, er werde als Stadtoberhaupt die Interessen der AWO „wohlwollend berücksichtigen“. So soll Feldmann etwa Einfluss genommen haben auf Verträge über Flüchtlingsheime, indem er darauf drängte, diese trotz Unstimmigkeiten an die AWO zu vergeben. Dazu hatte Feldmann auch persönlich bei der Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt interveniert. Auf Grundlage dieser illegalen Absprache „ermunterte“ die AWO zudem ihre eigenen Mitarbeiter in internen Chats, für Feldmann zu spenden und Spenden für ihn einzutreiben.<ref>Anna-Sohpia Lang: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 24. März 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. März 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
Martin Ochmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 26. August 2020 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Ferner wurde für Feldmann in seiner AWO-Zeit eine eigene Stelle geschaffen, mit einer genau auf sein Persönlichkeitsprofil zugeschnittenen Stellenbeschreibung. Nach Feldmanns Abgang wurde diese Stelle nicht neu besetzt.<ref>Sylvia Amanda Menzdorf: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. September 2020 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Außerdem wurde Feldmanns damalige Freundin und spätere Frau (2016–2021), Zübeyde Temizel, 2015 zu einem überhöhten Gehalt als Leitung für eine neugegründete deutsch-türkische Kita eingestellt. Temizel hatte die Arbeitsstelle trotz mangelnder Berufserfahrung und fraglich unzureichender Qualifikation auf Betreiben von Hannelore Richter bekommen, der früheren Wiesbadener AWO-Geschäftsführerin, die Feldmann auch in anderen Punkten begünstigt hatte. Feldmann hatte vor Gericht argumentiert, die türkische Herkunft und das einschlägige Studium von Temizel hätten ihn zur Annahme gebracht, dass die Einstellung regelgerecht erfolgt sei. 2022 urteilte das Frankfurter Landgericht jedoch gegen Feldmann.<ref name=hs>hr (23. Dezember 2022). AWO-Korruptionsprozess: Peter Feldmann zu Geldstrafe verurteilt. hessenschau</ref>
Im März 2022 erhob die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts der Vorteilsannahme Anklage gegen Feldmann.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. März 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Feldmann kündigte an, 2024 nicht erneut als Oberbürgermeister zu kandidieren und zudem im Falle eines Prozesses seine SPD-Parteimitgliedschaft ruhen zu lassen. Er wolle jedoch im Amt bleiben. Unter anderem die Stadtverordnetenfraktionen von Grünen und CDU sowie die Frankfurter SPD selbst forderten ihn im Falle einer Zulassung der Anklage zum sofortigen Rücktritt auf.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 7. April 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 7. April 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Mit Beschluss vom 27. Mai 2022 hat die 24. Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt am Main die Anklage der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main vom 7. März 2022 wegen des Verdachts der Vorteilsannahme zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.<ref>Landgericht lässt Anklage gegen Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main zu, Pressemitteilung des LG Frankfurt am Main vom 30. Mai 2022.</ref><ref>Landgericht lässt Anklage gegen Oberbürgermeister Feldmann zu; in: SPON vom 30. Mai 2022, online</ref> Der Prozess wurde am 18. Oktober 2022 eröffnet und auf sechs Verhandlungstage angesetzt.<ref>Danijel Majić: Fragen & Antworten: Was Sie über den Prozess gegen Frankfurts OB Feldmann wissen müssen, Hessenschau, 18. Oktober 2022</ref> In den Plädoyers forderte die Staatsanwaltschaft für Vorteilsannahme in zwei Fällen eine Geldstrafe in Höhe von 180 Tagessätzen zu je 175 Euro – insgesamt 31.500 Euro. Zudem solle er 5.989 Euro Wertersatz für das überhöhte Gehalt von Temizel leisten. Die Verteidigung forderte einen Freispruch.<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 14. Dezember 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Am 23. Dezember 2022 wurde Feldmann zu einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 175 Euro – insgesamt 21.000 Euro – verurteilt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Die gegen das Urteil eingelegte Revision<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 2. Januar 2023 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> wurde vom Bundesgerichtshof verworfen. Das Urteil ist damit seit November 2023 rechtskräftig.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Der Bundesgerichtshof, 10. November 2023 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Pressemitteilung Nr. 187/2023 in der Strafsache BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2023 – 2 StR 186/23; vorhergehend: LG Frankfurt am Main, Urteil vom 23. Dezember 2022 - 5/24 KLs 7740 Js 227817/20 (4/22)). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Feldmann gilt damit als vorbestraft.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. November 2023 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> In einer E-Mail an verschiedene Zeitungsredaktionen kündigte Feldmann an, hiergegen Verfassungsbeschwerde einzulegen.<ref>Frank Angermund: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 9. November 2023 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Am 12. Januar 2024 bestätigte das Bundesverfassungsgericht den Eingang einer Beschwerde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 12. Januar 2024 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Die Verfassungsbeschwerde wurde mit Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 5. März 2024 nicht zur Entscheidung angenommen, weil sie den gesetzlichen Darlegungs- und Substantiierungserfordenissen offensichtlich nicht genügte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Auch das Urteil gegen Zübeyde Feldmann wegen Beihilfe zur Untreue ist seit 29. November 2023 rechtskräftig.<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. November 2023 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Europa League, Sexismus und Kiew[Bearbeiten]
Nach dem Sieg von Eintracht Frankfurt in der Europa League 2021/22 am 18. Mai 2022 in Sevilla geriet Feldmann bei den anschließenden Feierlichkeiten am Frankfurter Römer in den Fokus der Öffentlichkeit, als er dem Eintracht-Trainer Oliver Glasner und dem Mannschaftskapitän Sebastian Rode den Pokal aus der Hand nahm, damit zu den wartenden Gästen in den Kaisersaal schritt und anschließend in einer Ansprache die Namen mehrerer Spieler falsch aussprach. Die 13.000 Fans auf dem Römerberg pfiffen ihn daraufhin aus, und die Szene wurde von regionalen und überregionalen Medien kritisch aufgegriffen.<ref name=":3">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hessischer Rundfunk, 23. Mai 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Auf dem Flug nach Sevilla hatte Feldmann zudem gesagt, die Flugbegleiterinnen hätten ihn „hormonell am Anfang erst mal außer Gefecht gesetzt“.<ref name=":3" /> Wenige Tage später verkündete der Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann, Feldmann sei im Waldstadion nicht mehr willkommen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref name=":3" /> Die Frankfurter SPD forderte ihn zum sofortigen Rücktritt auf und die Koalition im Römer erwog, eine Abwahl des Oberbürgermeisters einzuleiten.<ref>Pitt von Bebenburg, Christoph Manus, Georg Leppert: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 23. Mai 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Unterdessen nahm Feldmann wie jedes Jahr am Weltwirtschaftsforum in Davos teil, von dem er in diesem Jahr vorzeitig abreiste, um ein Statement abzugeben.<ref>Vorzeitige Abreise aus Davos - Tritt Feldmann zurück? in www.faz.de vom 24. Mai 2022</ref> Am 25. Mai 2022 entschuldigte sich Feldmann in einer Pressekonferenz, die im Treppenhaus vor seinem Amtszimmer im Römer abgehalten wurde, „aus tiefstem Herzen“ für seine Fehltritte. Er wolle im Amt bleiben, sich aber „bis zum Ende der Sommerpause weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen“.<ref>Steffen Rebhahn: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. Mai 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Anlässlich einer Kontroverse rund um die Hilfsleistungen der Stadt Frankfurt am Main für ukrainische Partner kritisierten Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung Feldmann dafür, gegen Beschlüsse verstoßen zu haben, indem er am 26. September 2022 bei einer Tagung des „Pact of free cities“ in Prag dem Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, einen Entwurf eines möglichen, abzustimmenden Städtepartnerschaftsvertrags zwischen Kiew und Frankfurt am Main übergab.<ref>Sandra Busch: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 27. September 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Der fragliche Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sieht vor, dass bestehende Netzwerke in die Ukraine (re-)aktiviert werden und eine Solidaritätspartnerschaft über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit einer nicht näher definierten ukrainischen Stadt geschlossen werden soll.<ref>Stadtverordnetenversammlung Stadt Frankfurt am Main: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Frankfurt am Main, 12. Mai 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Erst nach dem Ende des Russisch-Ukrainischen Kriegs soll aktiv auf eine ausgewählte Stadt zugegangen werden, um dann eine Städtepartnerschaft anzustreben.<ref>Stadt Frankfurt: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Frankfurt, 12. Mai 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> In der Fragestunde des Stadtparlamentes gab Feldmann an, eben jenem Beschluss vollumfänglich nachgekommen zu sein.<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> In seinem durch die Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) verlesenen Statement betonte er, dass Kiew bereits mehrfach Kontakt zu Frankfurt hatte und daher diese Partnerschaft beschlusskonform reaktiviert wurde; ferner habe Feldmann in seinem Schreiben an Kiew auf die Schließung einer Solidaritätspartnerschaft mit Perspektive auf eine Städtepartnerschaft verwiesen.<ref name=":0" /> Kiew wiederum habe daraufhin einen Entwurf eines möglichen, abzustimmenden Städtepartnerschaftsvertrags angefordert.<ref name=":0" /> Ob Feldmann wirklich gegen Beschlüsse verstoßen hat, oder ob Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung bzw. Feldmann selbst hier die Notlage der Ukraine infolge des Russisch-Ukrainischen Kriegs für ihre jeweilige Kampagne rund um die Abwahl politisch ausnutzen wollten, ist daher offen.<ref name=":0" />
Abwahl[Bearbeiten]
Nachdem neben der CDU auch die Frankfurter Koalition aus Grünen, Volt, FDP und SPD Feldmann im Mai 2022 wegen seiner Kontroversen zum Rücktritt aufgerufen und er dies abgelehnt hatte,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> stimmte im Folgemonat eine Mehrheit der Mitglieder der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung (neben der Koalition und der CDU auch die AfD und andere Stadtverordnete) dafür, ihm das Misstrauen auszusprechen und Mitte Juli ein Verfahren zur Abwahl von Feldmann als Oberbürgermeister einzuleiten, falls er weiterhin nicht zurücktreten würde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Wegen der Korruptionsvorwürfe gegen ihn stellte Feldmann in Aussicht, 2024 nicht erneut zu kandidieren. Am 5. Juli 2022 kündigte er an, Ende Januar 2023 sein Amt zur Verfügung stellen zu wollen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Frankfurt am Main, 5. Juli 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Um den Vorwürfen gegen ihn entgegenzutreten, veröffentlichte er seine Termine, Angaben über seine Nebentätigkeiten und seine Steuerbescheide aus den Vorjahren. Am 11. Juli 2022 schränkte er dies dahingehend ein, er werde sich lediglich ab Mitte Januar 2023 von der Stadtverordnetenversammlung abwählen lassen und diese Abwahl bis Ende Januar annehmen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. Juli 2021 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar): Lua-Fehler in Modul:Text, Zeile 51: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. Juli 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Die Versammlung stimmte daraufhin am 14. Juli 2022 mit einer Zweidrittelmehrheit für Feldmanns Absetzung.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 14. Juli 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Dieser ließ noch während der laufenden Sitzung eine Erklärung verbreiten, wonach er dieses Votum nicht annehmen werde. Daher wurde ein Bürgerentscheid für den 6. November 2022 angesetzt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Frist zur Annahme der Abwahl, die in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli 2022 ablief, ließ Feldmann ohne eine weitere Erklärung verstreichen und setzte damit das 1,6 Millionen € teure Abwahlverfahren in Kraft.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Zusammenhang mit dem Abwahlverfahren revidierte Feldmann auch sein früheres Angebot eines Rücktritts: Falls die Bürger gegen die Abwahl stimmten, wolle er bis 2024 im Amt bleiben; die Entscheidung hierüber liege „ab sofort ausschließlich in den Händen der Frankfurterinnen und Frankfurter“.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Beim Bürgerentscheid am 6. November stimmten 95,1 Prozent der an der Abstimmung Teilnehmenden gegen den Verbleib Feldmanns im Amt. Mit 39,7 Prozent Anteil der Ja-Stimmen an der Gesamtzahl der Stimmberechtigten war das nötige Quorum von 30 Prozent erreicht.<ref name="PF-Bürgerentscheid-HR-06112022">hessenschau.de: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 6. November 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Der auf Mobilisierung der Wahlberechtigten ausgelegte Wahlkampf für die Abwahl wurde durch Plakate<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>, Podiumsdiskussionen der FR<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> und FAZ, Bierdeckelaktionen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>, Autofahrten mit Lautsprecherdurchsagen, Aktivitäten auf Social Media, Rundschreiben unter anderem des Frankfurter Sportkreises und in den Fanclubs von Eintracht Frankfurt<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 27. September 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> sowie durch persönliche Aktionen einzelner Frankfurter Bürger bestritten.
Jutta Ditfurth (ÖkoLinX-ELF) kritisierte die Abwahlkampagne gegen Feldmann als unaufrichtig und taktischen Fehler der SPD. Feldmann habe viele Fehler gemacht, allerdings hätte sein Rücktrittsangebot Anfang 2023 ermöglicht, sein Ausscheiden nicht allein aufgrund von Indizien während eines laufenden Prozesses zu diskutieren.<ref>Katja Thorwarth: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 5. November 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Schriften[Bearbeiten]
- Sozi. Jude. Oberbürgermeister. Nomen Verlag, Frankfurt am Main 2022, ISBN 978-3-939816-90-4 (Autobiografie).
Literatur[Bearbeiten]
- Matthias Alexander: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 23. März 2012 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Peter Feldmann bei der SPD Frankfurt – Archiv-Version vom 28. November 2020
- Frankfurts Oberbürgermeister, Chronologie: Feldmanns Fehltritte, die AWO-Affäre und das Hickhack um den Rückzug, hessenschau.de, 2. November 2022
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein (1868–1880) | Johannes von Miquel (1880–1890) | Franz Adickes (1890–1912) | Georg Voigt (1912–1924) | Ludwig Landmann (1924–1933) | Friedrich Krebs (1933–1945) | Wilhelm Hollbach (1945–1945) | Kurt Blaum (1945–1946) | Walter Kolb (1946–1956) | Werner Bockelmann (1957–1964) | Willi Brundert (1964–1970) | Walter Möller (1970–1971) | Rudi Arndt (1971–1977) | Walter Wallmann (1977–1986) | Wolfram Brück (1986–1989) | Volker Hauff (1989–1991) | Andreas von Schoeler (1991–1995) | Petra Roth (1995–2012) | Peter Feldmann (2012–2022) | Mike Josef (seit 2023)
Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feldmann, Peter |
| ALTERNATIVNAMEN | Feldmann, Peter Manuel |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (parteilos, SPD) |
| GEBURTSDATUM | 7. Oktober 1958 |
| GEBURTSORT | Helmstedt |
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Oberbürgermeister (Frankfurt am Main)
- SPD-Mitglied
- Mitglied der SJD – Die Falken
- Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)
- AStA-Vorstandsmitglied
- AWO-Funktionär
- Person des Judentums (Frankfurt am Main)
- Verurteilte Person
- Deutscher
- Geboren 1958
- Mann