Petrograder Insel
Die Petrograder Insel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist die drittgrößte Insel im Delta der Newa von Sankt Petersburg, Russland.<ref name="esppi">Petrogradsky Island in der Online-Enzyklopädie Sankt Petersburg (englisch, russisch), abgerufen am 4. Juli 2009</ref> Zusammen mit der Haseninsel, der Apothekerinsel, und der Petrowskiinsel bilden die Inseln den historischen Stadtteil Petrograder Seite (russisch: Петроградская сторона).<ref name="esppd">Petrogradsky District in der Online-Enzyklopädie Sankt Petersburg (englisch, russisch), abgerufen am 4. Juli 2009</ref> Sie ist Verwaltungszentrum des Petrograder Rajons und beherbergt mehrere Universitäten und Wissenschaftszentren, sowie Museen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.
Geografie[Bearbeiten]
Die Petrograder Insel liegt zwischen der Newa und ihrem Seitenarm, der Großen Newka. Im Norden trennt die Karpowka sie von der Apothekerinsel, im Westen die Kleine Newka von der Kreuzinsel, im Süden die Schdanowka von der Petrowskiinsel und im Südosten der Kronwerksgraben von der Haseninsel.
Sie ist über die Troizki-Brücke mit der Innenstadt verbunden, über die Börsenbrücke und der Tutschkow-Brücke mit der Wassiljewski-Insel, über die Kleine Petrowski-Brücke zur Petrowskiinsel, über die Neue Lasarewski-Brücke und der Krestowski-Brücke zur Kreuzinsel, sowie über die Sampsonjewski- und Grenadiersbrücke mit der Wiborger Seite.
Geschichte[Bearbeiten]
Im 17. Jahrhundert wurden zu einer russischen Siedlung finnische und schwedische Bauern angesiedelt, um die Erschließung der Insel voranzutreiben. Im Jahre 1703 legte dann Peter I. auf der nahegelegenen Haseninsel den Grundstein zur Peter-und-Paul-Festung. Während dieser Zeit wohnte er in der Nähe des ältesten Platzes Sankt Petersburgs, des Troizki-Platzes („Platz der Dreifaltigkeit“) am südöstlichen Ende der Insel, die nach der Gründung Anfang des 18. Jahrhunderts Gorodski-Insel („Stadtinsel“) und dann Troizki-Insel hieß, bis sie im Jahr 1725 nach dem Tode Peters I. in Petersburger Insel bzw. Sankt Petersburger Insel umbenannt wurde. Das Verwaltungszentrum von Sankt Petersburg zog in den 1720er Jahren zur Wassiljewski-Insel um, und als in den 1730er Jahren es verboten wurde, Steinhäuser nördlich von Kronwerk zu bauen, hatte dies zur Folge, dass die Insel sich mehr zu einem Vorortwohngebiet entwickelte.<ref name="esppd"/>
Eine der ersten Hauptstraßen war der Bolschoi Prospekt (Boulevard) aus den 1730er Jahren, der die Insel von Nordwesten zur Tuschkow-Brücke im Südwesten durchzog und die Pariser Grands Boulevards zum Vorbild nahm. Zu dieser Zeit waren mehrere Regimenter auf der Insel untergebracht, so dass die neuen Straßen diese untereinander vernetzte. Die ersten Pferdebahnen gab es in den 1860er Jahren, gefolgt von Straßenbahnen 1908 und Trolleybussen 1948.<ref name="espbp">Bolshoy Avenue of Petrogradskaya Side in der Online-Enzyklopädie Sankt Petersburg (englisch, russisch)</ref>
Die andere Hauptstraße auf der Insel ist der Kamennoostrowski-Prospekt, gebaut im 18. Jahrhundert, der bei der Kronwerk-Esplanade beginnt. Beim Leo-Tolstoi-Platz im Norden kreuzt er den Bolschoi Prospekt und führt dann nach Süden bis zur Troizki-Brücke zur Kamenny-Insel. In den 1820er Jahren war er eine mit speziellen Pflastersteinen ausgestattete Chaussee. In den 1870er Jahren begann auch hier entlang des Boulevards der Betrieb einer Pferdebahn, ab 1909 gab es dann eine elektrische Straßenbahn. 1903 wurde der Boulevard bis zum Troizkaja-Platz verlängert.<ref name="espkp">Kamennoostrovsky Avenue in der Online-Enzyklopädie Sankt Petersburg (englisch, russisch)</ref>
Als 1914 Sankt Petersburg in Petrograd umbenannt wurde, bekam die Insel schließlich ihren heutigen Namen, Petrograder Insel.<ref name="esppd"/>
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Die Petrograder Insel ist Sitz mehrerer renommierter Universitäten und wissenschaftlicher Forschungsinstitute. Die Staatliche Medizinische Universität St. Petersburg I. P. Pawlow, gegründet 1897, befindet sich in der Leo-Tolstoi-Straße 6–8, und war das erste russische Institut für Frauen.<ref name="sppsmu">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Medizinische Universität St. Petersburg I.P. Pawlow ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Juni 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Die Staatliche Universität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik Sankt Petersburg ist eine der führenden technischen Universitäten in Russland.<ref>Organisations: St. Petersburg National Research University of Information Technologies, Mechanics and Optics: St. Petersburg National Research University of Information Technologies, Mechanics and Optics, St. Petersburg, Russia. In: mathnet.ru. Abgerufen am 31. Mai 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Website der Staatlichen Universität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik Sankt Petersburg</ref> Die „Militärakademie für Raumfahrt Moschaiski“ (Schdanowskaja-Straße 13) ist eine polytechnische Bildungseinrichtung und Raumfahrtforschungszentrum der russischen Streitkräfte.<ref name="esppd"/>
Von historischem Interesse ist die Aurora, ein Kriegsschiff der russischen Marine und Symbol der Oktoberrevolution von 1917. Es ist seit 1956 Museumsschiff und liegt an der großen Newka nahe der Sampsonijewskibrücke vor Anker.<ref>History of the Cruiser Aurora</ref>
Direkt nördlich von Kronwerk, im ehemaligen Theatergarten Aquarium,<ref>„Aquarium“ in der Online-Enzyklopädie Sankt Petersburg (englisch, russisch)</ref> den heutigen Studios von Lenfilm, fand 1896 die erste Kinovorführung statt.<ref name="espkp"/><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 28. April 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Auf der Insel ist auch das Festivaltheater Baltisches Haus,<ref>Festivaltheater Baltisches Haus</ref> der Sportkomplex Jubileiny,<ref>https://www.yubi.ru/</ref> das Planetarium Sankt Petersburg<ref>Планетарий Санкт-Петербурга (dt. Planetarium Sankt Petersburg, Alexander-Park 4)</ref> und der Leningrader Zoo.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Leningrad Zoo ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Juni 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., (Alexander-Park 1, 1865 als Zoologischer Garten gegründet, 1952 in Leningrader Zoo umbenannt. Er behielt seinen Namen, obwohl 1991 die Stadt in Sankt Petersburg umbenannt wurde.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
Koordinaten: 59° 58′ N, 30° 18′ O
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