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Phenylephrin

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Strukturformel
Datei:Phenylephrine Structural Formula V1.svg
Strukturformel von (R)-Phenylephrin
Allgemeines
Freiname Phenylephrin
Andere Namen
  • (R)-3-(1-Hydroxy-2-methylaminoethyl)phenol (IUPAC)
  • (R)-1-(3-Hydroxyphenyl)-2-(methylamino)ethanol
  • lat.: Phenylephrinum
Summenformel C9H13NO2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 200-424-8
ECHA-InfoCard 100.000.386
PubChem 6041
ChemSpider 5818
DrugBank DB00388
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code
  • C01CA06 S01GA05
  • R01AA04 R01AB01
  • R01BA03 S01FB01
Wirkstoffklasse

Sympathomimetikum

Eigenschaften
Molare Masse 167,21 g·mol−1
Schmelzpunkt
  • 171–176 °C<ref name="römpp" />
  • 140–145 °C (Hydrochlorid)<ref name="römpp">Eintrag zu Phenylephrin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>
pKS-Wert

8,9; 10,1<ref name="römpp" />

Löslichkeit

Hydrochlorid: löslich in Wasser, Ethanol und Glycerin<ref name="römpp" />

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

(R)-(−)-Phenylephrin-Hydrochlorid

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​317
P: 261​‐​264​‐​272​‐​280​‐​301+312​‐​302+352<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

Vorlage:ToxDaten

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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Phenylephrin gehört zu den direkt wirkenden Sympathomimetika mit teilweise indirekter Wirkung. Es wirkt als Agonist am α1-Adrenozeptor. Phenylephrin ist bis auf eine fehlende 4-Hydroxygruppe strukturgleich mit Adrenalin und wird in Europa hauptsächlich als lokaler Vasokonstriktor verwendet, z. B. als Wirkstoff von Nasentropfen zum Abschwellen der Schleimhäute im Naseninneren. In Augentropfen wirkt es als Mydriatikum, führt also zu einer Weitstellung der Pupillen. International wird Phenylephrin – u. a. im Rahmen der Geburtshilfe – auch als Vasopressor verwendet.<ref name="Cooper">D. W. Cooper, P. Mowbray: Advantages of using a prophylactic phenylephrine infusion during spinal anaesthesia for caesarean section. In: International Journal of Obstetric Anesthesia, Band 13, Nr. 2, 2004, S. 124–125, PMID 15321421, doi:10.1016/j.ijoa.2003.11.001.</ref><ref name="Ngan">W. D. Ngan Kee, K. S. Khaw, F. F. Ng: Comparison of phenylephrine infusion regimens for maintaining maternal blood pressure during spinal anaesthesia for Caesarean section. In: British Journal of Anaesthesia, Band 92, Nr. 4, April 2004, S. 469–474, PMID 14977792, doi:10.1093/bja/aeh088.</ref> In Medikamenten wird das Hydrochlorid und das Tartrat verwendet.<ref name="römpp" /> Die Wirkung ist am ehesten mit der von Noradrenalin vergleichbar.

Pharmakokinetik[Bearbeiten]

Nach Gabe von Tritium-markiertem (3H-Phenylephrin), per Infusion oder oral bei Menschen, ergab eine Analyse mittels Ionenaustausch- und Dünnschichtchromatographie eine Ausscheidung von 86 (i.v.) bzw. 80 (p.o.) Prozent der verabreichten Aktivität im Urin; womit eine vollständige enterale Aufnahme angenommen wird. Der Unterschied in der Menge des freien 3H-Phenylephrin im Serum von 16 % der verabreichten Menge bei der intravenösen Applikation gegenüber 2,6 % bei der oralen lässt auf eine verminderte Bioverfügbarkeit der Substanz schließen. Die biologische Halbwertszeit von zwei bis drei Stunden, wie auch die Clearance von 2 L/h, ist mit strukturell verwandten Aminen vergleichbar.

Die Verstoffwechslung zu phenolischen Konjugaten nach oraler Aufnahme bzw. m-Hydroxymandelsäure nach intravenöser Injektion zeigen, dass m-hydroxylierte Amine im first-pass-Metabolismus vorwiegend konjugiert werden.<ref>J. H. Hengstmann, J. Goronzy: Pharmacokinetics of 3H-phenylephrine in man. In: European Journal of Clinical Pharmacology, Band 21, Nr. 4, 1982, S. 335–341, PMID 7056280, doi:10.1007/BF00637623.</ref>

Eine Studie des Herstellers Schering-Plough bestätigte die langjährige Annahme von Personen in der Pharmakologie, dass der Wirkstoff, wenn er über den Mund aufgenommen wird, daher nicht wirksam ist.<ref>We’ve Known for 20 Years This Cold Medicine Doesn’t Work Artikel in der New York Times vom 29. September 2023. Abgerufen am 30. September 2023.</ref> Dennoch werden die entsprechenden Produkte weiterhin hergestellt und verkauft. Im November 2024 schlug die Food and Drug Administration (FDA) vor, Phenylephrin zum Schlucken aus freiverkäuflichen Produkten zu entfernen und eröffnete dazu eine entsprechende Vernehmlassung.<ref>Martina Frei: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Handelsnamen[Bearbeiten]

  • Nasenspray für Kinder (CH)
  • Neosynephrin (A, D)
  • Rexophtal N UD (CH)
  • Thalia (A)
  • Vibrocil (A, CH)
  • Visadron (D, A)
  • Metaoxedrin (DK)
  • Mesatonum
  • Biorphen (A)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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