Zum Inhalt springen

Picunche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Picunche, auch Pikunches, sind ein indigenes Volk in Chile und Argentinien, welches zur Gruppe der Mapuche-Indianer gehört.

Die Picunche leben hauptsächlich zwischen dem Río Choapa und Río Itata.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot Abgerufen am 28. August 2014 (spanisch).</ref> Sie werden auch als Volk des Nordens bezeichnet.<ref name="icarito"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 5. März 2016 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot Icarito, Datum: 15. Juni 2010. Abgerufen am 28. August 2014.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1535 lebten ca. 220.000<ref name="rincon">Pueblos aborígenes chilenos: Los Picunches 35. Abgerufen am 28. August 2014.</ref> Picunche im Gebiet zwischen dem Río Choapa und Río Itata. Bereits die Inkas versklavten die Picunche als Fronarbeiter.

Die Picunche leisteten, da sie Fremdherrschaft gewohnt waren, gegenüber der spanischen Kolonisation wenig Gegenwehr im Gegensatz zu den erfolgreicheren Mapuche. Die Spanier setzen viele Picunche in den Bergwerken ein, die Mestization eines Großteils der Picunche verlief relativ rasch, sodass sie bereits Ende des 17. Jahrhunderts als assimiliert galten.<ref>Encyclopædia Britannica: Araucanian. Abgerufen am 28. August 2014.</ref>

Das Gebiet um Santiago de Chile wurde auch von Picunche bewohnt und ab 1540 durch den spanischen Konquistador Pedro de Valdivia gegen heftigen Widerstand kolonisiert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Datei:Pueblos indigenas de Chile hacia 1535.svg
Verteilung der pre-hispanischen Völker Chiles

Soziale Struktur[Bearbeiten]

Die Picunche lebten in kleinen Dörfern mit im Schnitt 300 Personen, deren Basis die Familie bildet.<ref name="icarito" /> Höchste Autorität der Familie war der Vater, gefolgt vom ältesten Sohn usw. Im Kriegsfall wurden die Dörfer von einem Kaziken geleitet. Die Dörfer bestanden aus Holzhäusern. Ihre Sprache ist ein Dialekt des Mapudungun<ref>Ethnologue, Languages of the World : Mapudungun</ref> oder Chilidengu.

Die Picunche bauten Mais, Kartoffeln und Kürbisse an. Allerdings war die Landwirtschaft nicht sehr intensiv ausgeprägt. Da die Picunche nicht militant waren, betrieben sie einen Tauschhandel mit den Städten in ihrer Gegend.

Neben der pflanzlichen Nahrung ernährten sie sich von Lamas und Guanakos, deren Felle dienten ihnen als Bekleidung.<ref name="icarito" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Louis C. Faron: Effects of Conquest on the Araucanian Picunche during the Spanish Colonization of Chile: 1536–1635. In: Ethnohistory, Volume 7, No. 3 (Summer, 1960), S. 239–307 (Skriptfehler: Ein solches Modul „JSTOR“ ist nicht vorhanden.)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />