Pietersit

Pietersit ist die Handelsbezeichnung für ein brekzienartiges Gemenge aus Falkenauge und Tigerauge<ref name="EPI" /> von dunkelblaugrauer bis braungelber Farbe und damit definitionsgemäß ein Gestein.
Entdeckt wurde Pietersit 1962 durch Sidney „Sid“ Pieters in Südwestafrika (heute Namibia), und nach ihm ist der Stein auch benannt.<ref name="gemdat.org" /> Als genauer Fundort wird die Hopewell Farm angegeben, die etwa 40 km nordöstlich der Gemeinde Outjo in der Region Kunene liegt. Der bisher einzige weitere bekannte Fundort (Stand 2017) ist Nanyang in der chinesischen Provinz Henan, wo Pietersit 1993 entdeckt wurde.<ref name="Mindat" />
Pietersit wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet und im Cabochon- oder Tafelschliff angeboten sowie zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet.
Anderen Quellen zufolge wird Pietersit als Varietät von Chalcedon mit faserigen Einschlüssen von Amphibol-Mineralen beschrieben.<ref name="MA" /><ref name="Mindat" /> Falken- und Tigerauge sind allerdings wie Chalcedon mikrokristalline Varietäten von Quarz, enthalten also die gleiche Grundsubstanz, und die bei Tiger- und Falkenauge eingelagerten Krokydolith- beziehungsweise Hornblendefasern gehören zur Gruppe der Amphibole.
Literatur[Bearbeiten]
- Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. 1900 Einzelstücke. 16., überarbeitete Auflage. BLV Verlag, München 2014, ISBN 978-3-8354-1171-5, S. 240.
- Rudolf Ďuďa, Luboš Rejl: Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien, Gesteine, Edelsteine. Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08471-X, S. 265.
Weblinks[Bearbeiten]
- Pietersit. In: Mineralienatlas Lexikon. Geolitho Stiftung
- Pietersite. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Torsten Purle: Pietersit – Ein seltenes Mineral. In: steine-und-minerale.de. Steine & Minerale
- Michael R. W. Peters: Bilder von geschliffenen Pietersiten; hier als Varietät von Tigerauge, einer Unter-Varietät von Quarz. In: realgems.org.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="EPI"> Namensuche – Handelsnamen und was sie bedeuten. In: epigem.de. EPI – Institut für Edelsteinprüfung, abgerufen am 20. September 2026 (Eingabe von Pietersit nötig). </ref> <ref name="gemdat.org"> Pietersite. In: gemdat.org. Abgerufen am 20. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="MA"> Pietersit. In: Mineralienatlas Lexikon. Geolitho Stiftung, abgerufen am 20. September 2026. </ref> <ref name="Mindat"> Pietersite. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 20. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>