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Pile of Skulls

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Pile of Skulls
Studioalbum von Running Wild

Veröffent-
lichung

21. Oktober 1992

Label(s)

Noise Records

Format(e)

LP, CD, MC

Genre(s)

Heavy Metal, Power Metal

Titel (Anzahl)

9 (LP, MC)
11 (CD)
15 (Neuauflage)

Länge

51:05 (LP, MC)
58:50 (CD)
1:17:58 (Neuauflage)

Besetzung

Produktion

Jan Nemec, Thomas Korge & Rock ’n’ Rolf

Studio(s)

Studio M, Machtsum

Chronologie
Blazon Stone
(1991)
Pile of Skulls Black Hand Inn
(1994)

Pile of Skulls erschien 1992 und ist das siebte Studioalbum der deutschen Heavy-Metal-Band Running Wild. Das darauf enthaltene Lied „Lead or Gold“ wurde als Single veröffentlicht.

Entstehung[Bearbeiten]

Im Vorfeld der Albenproduktion kehrte Schlagzeuger Stefan Schwarzmann zur Band zurück, der bereits am Album „Port Royal“ mitgewirkt hatte. Außerdem trat am Bass Thomas Smuszynski an die Stelle von Jens Becker und blieb bis 2000 auf diesem Posten.

Die Aufnahmen fanden erneut im Studio M im niedersächsischen Machtsum statt und dauerten von Juni bis August 1992. Sie begannen zunächst unter der Aufsicht von Thomas Korge, mit dem Kasparek zuvor die Band Kelley Wild produziert hatte. Korge wurde allerdings durch Jan Nemec ersetzt, der das Album auch abmischte. Die gesamte Produktion wurde von Rolf „Rock 'n' Rolf“ Kasparek geleitet.

Vor der Veröffentlichung des Albums erfolgte jene der Single „Lead or Gold“ mit den B-Seiten „Hanged, Drawn and Quartered“ und „Win or Be Drowned“. Die Single konnte den Erfolg von „Little Big Horn“ vom Vorgängeralbum nicht wiederholen, erreichte in den Top 100 maximal Platz 90 und verschwand nach drei Wochen wieder.<ref>Chartplatzierung für Lead or Gold in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> Das von Andreas Marschall gezeichnete Cover der Single zeigt Band-Maskottchen Adrian als Pirat bei Sonnenuntergang am Strand.

Das eigentliche Album wurde am 5. November 1992 von Noise Records auf CD, LP und MC veröffentlicht. Erstmals wurden hierbei mit „Chamber of Lies“ und „White Buffalo“, die nicht auf den LP- und MC-Fassungen enthalten waren, exklusiv auf CD veröffentlicht.

Nach der Veröffentlichung war für den Januar 1993 zusätzlich eine Single zum Lied „Sinister Eyes“ geplant. B-Seiten sollten der neue Song „Skulldozer“ (aus der Feder von Stefan Schwarzmann) sowie die Neuaufnahme von „Uaschitschun“ sein. Die Single wurde jedoch nie veröffentlicht. Jedoch wurde „Skulldozer“ von X-Wild, einer Band einiger Ex-Running-Wild-Mitglieder, unter dem Namen „Sky Bolter“ veröffentlicht.

1999 erschien eine von Kasparek neu gemasterte Neuauflage der CD mit den Single-B-Seiten als Bonustracks. Ausnahme hiervon ist aber „Skulldozer“, das bis heute unveröffentlicht blieb.

Nach dem Album und der zugehörigen Tournee mit der Band Universe verließen Leadgitarrist Axel „Morgan“ Kohlmorgen und Schlagzeuger Stefan Schwarzmann die Band. Ihre Nachfolger wurden Thilo Herrmann und Jörg Michael. Kohlmorgen gründete zusammen mit dem ehemaligen Bassisten Jens Becker die Band X-Wild.

Das Plattencover wurde von Andreas Marschall gezeichnet und zeigt dem Albentitel gemäß einen Haufen von Totenschädeln, der in der „Kammer der Lügen“ aufgeschichtet wurde. An den Wänden finden sich die Insignien von Kirche, Militär und Staat (Krone) – sie sind für die Toten verantwortlich. Das Backcover zeigt den Schlüssel zur Kammer. Bemerkenswert ist auch, dass im CD-Booklet keine Fotos der Bandmitglieder, sondern ebenfalls Zeichnungen zu sehen sind.

Titelliste[Bearbeiten]

LP- und MC-Version
  1. Whirlwind – 4:52
  2. Sinister Eyes – 5:07
  3. Black Wings of Death – 5:17
  4. Fistful of Dynamite – 4:06
  5. Roaring Thunder – 5:58
  6. Pile of Skulls – 4:39
  7. Lead or Gold – 5:08
  8. Jennings’ Revenge – 4:18
  9. Treasure Island – 11:14

Spielzeit: 51:05

CD-Ausgabe
  1. Chamber of Lies – 2:23
  2. Whirlwind – 4:52
  3. Sinister Eyes – 5:07
  4. Black Wings of Death – 5:17
  5. Fistful of Dynamite – 4:06
  6. Roaring Thunder – 5:58
  7. Pile of Skulls – 4:39
  8. Lead or Gold – 5:08
  9. White Buffalo – 5:17
  10. Jennings’ Revenge – 4:18
  11. Treasure Island – 11:14

Spielzeit: 58:50

CD-Neuauflage 1999
  1. Chamber of Lies – 2:23
  2. Whirlwind – 4:52
  3. Sinister Eyes – 5:07
  4. Black Wings of Death – 5:17
  5. Fistful of Dynamite – 4:06
  6. Roaring Thunder – 5:58
  7. Pile of Skulls – 4:39
  8. Lead or Gold – 5:08
  9. White Buffalo – 5:17
  10. Jennings’ Revenge – 4:18
  11. Treasure Island – 11:14
  12. Beggars’ Night ’92 – 5:01
  13. Hanged, Drawn and Quartered – 4:38
  14. Win or be Drowned – 4:17
  15. Uaschitschun ’92 – 4:53

Spielzeit: 1:17:58

Alle Lieder wurden von Rolf Kasparek komponiert. Einzige Ausnahme ist „Pile of Skulls“, das von Kasparek und Axel Kohlmorgen geschrieben wurde [womit es das erste Album in der Bandgeschichte war, das Kasparek weitgehend alleine geschrieben hatte]. Die Single „Lead or Gold“ enthielt zwei neue Stücke als B-Seiten, von denen „Hanged, Drawn and Quartered“ aus der Feder von Axel Kohlmorgen stammte, während „Win or be Drowned“ eine Zusammenarbeit von Kasparek und Thomas Smuszynski darstellte. Die Japan-Veröffentlichung des Albums enthielt die Neuaufnahme von „Beggar's Night“.

2017 erschien eine Neuauflage mit einer Bonus-CD: Sie enthält vier bekannten Bonustracks sowie überarbeitete Versionen von „Whirlwind“ und „Treasure Island“; diese waren ursprünglich auf der Compilation „20 Years In Piracy“ enthalten und weisen laut der dortigen Liner Notes zusätzliche, von Kasparek eingespielte Rhythmusgitarren sowie überarbeitete Lead-Gitarren und Bass-Spuren auf.

Bedeutungen einiger Lieder[Bearbeiten]

  • „Chamber of Lies“ ist ein instrumentales Intro zu „Whirlwind“.
  • „Whirlwind“ und „Lead or Gold“ und „Win or be Drowned“ handeln wie viele andere Lieder der Band von Piraten.
  • „Sinister Eyes“ handeln von UFO-Sichtungen und sind inspiriert von den Büchern „Communion (Die Besucher)“ und „Transformation“ von Whitley Strieber.
  • „Black Wings of Death“ nimmt die mittelalterliche Pest als Bild für die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod.
  • „Fistful of Dynamite“ basiert auf der Idee, dass sich Jugendliche gegen die Lügen der Mächtigen erheben.
  • „Roaring Thunder“ beschreibt, wie die Entscheidungen von Politikern deren eigenes Ende herbeiführen.
  • „Pile of Skulls“ und „Hanged, Drawn & Quartered“ verurteilen die von weltlichen und geistlichen Herrschern verursachten Kriege.
  • „White Buffalo“ vergleicht die aktuelle Umweltzerstörung mit der Ausrottung des heiligen weißen Büffel der amerikanischen Ureinwohner durch die Weißen.
  • „Jennings' Revenge“ thematisiert den historischen Piraten Henry Jennings, der im Jahr 1715 ca. 350.000 Pesos von einer spanischen Flotte erbeutete, die den Schatz eines gesunkenen Schiffes geborgen hatte.
  • „Treasure Island“ hat den berühmten Roman „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson zum Inhalt.
  • „Beggar's Night“ erzählt vom Sturm auf die Bastille.

Rezeption[Bearbeiten]

In der Fachpresse bekamen Running Wild für „Pile of Skulls“ weiterhin gute Kritiken. Im Rock Hard konnte die Band mit diesem Album erstmals eins ihrer Werke in der „Dynamit“-Wertung für die zehn besten Alben einer Ausgabe unterbringen. Für Kritik sorgte die große stilistische Ähnlichkeit zu den vorherigen Werken, was jedoch auch positiv als Zeichen von Konsequenz gewertet wurde:

„Wollte man an Running Wild rumnörgeln, so könnte man behaupten, daß die Band seit mindestens fünf Jahren den gleichen Song schreibt und sich ständig wiederholt. Sieht man's dagegen positiv, muß man Running Wild einen völlig unverwechselbaren, charakteristischen Stil zuschreiben, der von Platte zu Platte verfeinert wird.“

Die Rezension im Rock Hard schloss Kühnemund mit einer Wertung von 9/10 Punkten und der Feststellung, dass bei Running Wild alles beim Alten geblieben sei.

Die 2003 erschienene Best-of-Sammlung „20 Years in History“ umfasste von „Pile of Skulls“ die Lieder „Whirlwind“ und „Treasure Island“. Auf lange Sicht zum festen Live-Programm der Band gehörte dagegen „Lead or Gold“. Ein Mitschnitt dieses Liedes ist auf dem Album „Live 2002“ zu hören.

Chartplatzierungen[Bearbeiten]

In den deutschen Albencharts blieb das Album ähnlich wie die „Lead or Gold“-Single hinter seinem Vorgänger zurück und erreichte Platz 54. Es hielt sich aber insgesamt 18 Wochen in den Top 100.

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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