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Pistazien

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Pistazien
Datei:Pistachier2.JPG

Blütenstand einer männlichen Terpentin-Pistazie (Pistacia terebinthus)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Sumachgewächse (Anacardiaceae)
Unterfamilie: Anacardioideae
Gattung: Pistazien
Wissenschaftlicher Name
Pistacia
L.

Die Pistazien (Pistacia) sind eine Pflanzengattung mit etwa zehn bis zwölf Arten aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Sie kommen auf der Nordhalbkugel sowohl in Asien als auch in Europa und Amerika vor. Einige Arten werden zur Gewinnung von Pistazien genutzt.

Merkmale[Bearbeiten]

Datei:Pistacia lentiscus SierraMadrona2.jpg
Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) in Blüte
Datei:Pistacia khinjuk Bra22.png
Illustration von Pistacia khinjuk

Die Pistazien-Arten sind Bäume und Sträucher. Die wechselständigen Laubblätter sind in der Regel gefiedert, paarig oder unpaarig, manchmal dreiteilig, selten ungeteilt. Die Blätter oder Blättchen besitzen einen ganzen Rand. Nebenblätter fehlen.

Sie sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (Diözie), aber selten können einhäusige, monözische Population entstehen, wobei auch zwittrige Blüten vorkommen können.<ref>Qian Bai et al.: The sex expression and sex determining mechanism in Pistacia species. In: Breeding Science. 69(2), 2019, doi:10.1270/jsbbs.18167, online auf researchgate.net.</ref> In achselständigen, traubigen oder rispigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die kleinen Blüten sind meist eingeschlechtig. Die männlichen Blüten haben ein einfaches Perianth (auch als Deckblätter gedeutet) ohne Petalen und ein Diskus kann vorhanden sein oder er fehlt,<ref>Klaus Kubitzki: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. X: Flowering Plants, Springer, 2011, ISBN 978-3-642-14396-0, S. 10, 34.</ref> drei bis sechs, selten sieben, Staubblätter<ref name="flora-pakistan">Yasin J. Nasir: Pistacia in Flora of Pakistan auf efloras.org, abgerufen am 16. Februar 2008 (englisch).</ref> mit kurzen Staubfäden und großen, eiförmigen Staubbeuteln und ein reduziertes oder kein Gynözeum. Die von Hochblättern umhüllten weiblichen Blüten enthalten ein zwei- bis fünfteiliges, einfaches Perianth ohne Petalen, der kurze Griffel endet in drei ausgebreiteten Narben, ein Diskus kann vorhanden sein oder er fehlt, Staminodien fehlen meist, der Fruchtknoten ist oberständig, einfächrig mit nur einer Samenanlage.

Es wird eine einsamige Steinfrucht gebildet, die bei Reife rot oder bläulich bis grünlich bis schwarz wird und gepunktet ist. Die Samen besitzen kein Endosperm.

Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Pistacia chinensis.jpg
Baum von Pistacia chinensis mit gefiederten Blättern
Datei:Pistacchio di Bronte in maturazione.jpg
Echte Pistazie (Pistacia vera)

Die Pistazien-Arten kommen im Mittelmeerraum, Südwest- und Ostasien, dem südlichen Nordamerika und in Guatemala vor.<ref name="flora-pakistan" />

Systematik[Bearbeiten]

Der Gattungsname Pistacia wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 1025–1026 erstveröffentlicht. Typusart ist Pistacia vera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="TROPICOS" /> Ein Synonym für Pistacia ist Terebinthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.

Es gibt etwa zehn<ref name="flora-pakistan" /> bis zwölf<ref name="TROPICOS">Pistacia bei Tropicos des Missouri Botanical Garden (englisch).</ref><ref>Eintrag mit vollständiger Artliste bei GRIN.</ref> Pistacia-Arten:

Dazu die Hybriden:

  • Pistacia × saportae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burnat = Pistacia lentiscus × Pistacia terebinthus: Es ist eine Naturhybride, die im Mittelmeerraum beheimatet ist.
  • Pistacia × UCB-1 = Pistacia atlantica × Pistacia integerrima bzw. Pistacia atlantica × Pistacia chinensis ssp. integerrima

Diese Hybride wurde als widerstandsfähigere Unterlage für den Pistazienanbau an der University of California entwickelt.

Holz[Bearbeiten]

Das äußerst attraktive hell-dunkel gefärbte, harte und schwere, aber gut bearbeitbare Holz von Pistacia vera wird in der Drechslerei und im Kunsthandwerk sehr geschätzt. Vor allem Messergriffe werden daraus gefertigt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Mohannad G. AL-Saghir, Duncan M. Porter: Taxonomic Revision of the Genus Pistacia L. (Anacardiaceae). In: American Journal of Plant Sciences. 3(1), 2012, S. 12–32, doi:10.4236/ajps.2012.31002.
  • Tianlu Min, Anders Barfod: Anacardiacdeae in der Flora of China: Volume 11, S. 345: Pistacia - Online. Abgerufen im März 2010 (Abschnitt Beschreibung).
  • S. Padulosi, A. Hadj-Hassan: Towards a comprehensive documentation and use of Pistacia… IPGRI, 1998, ISBN 92-9043-512-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • S. Kafkas, R. Perl-Treves: Interspecific relationships in Pistacia based on RAPD fingerprinting. In: HortScience. 37, 2002, S. 168–171.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Pistazien (Pistacia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien