Poco (Band)
| Poco | |
|---|---|
Poco (2007) | |
| Allgemeine Informationen | |
| Genre(s) | Country-Rock |
| Aktive Jahre | 1968–2021 |
| Website | https://pocoband.com/ |
| Gründungsmitglieder | |
| Richie Furay (bis 1973, 1988–1990) | |
Gitarre |
Jim Messina (bis 1971, 1988–1991) |
Gesang, Schlagzeug |
George Grantham (bis 1978, 1985, 1988–1991 und 2000–2004) |
| Rusty Young (bis 2021, † 2021) | |
| Randy Meisner(bis 1969 und 1988–1991 † 2023) | |
| Letzte Besetzung | |
Bass |
Jack Sundrud (1985–1987, 1990 und seit 2000) |
Gitarre |
Rick Lonow (seit 2014) |
Schlagzeug |
Tom Hampton (seit 2020) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gesang, Bass |
Timothy B. Schmit (1969–1977) |
Schlagzeug |
Steve Chapman (1977–1984 und 1986–1987) |
Gesang, Bass |
Charlie Harrison (1977–1984) |
| Kim Bullard (1977–1984) | |
| Tim Smith (1992–1999) | |
Bass |
Richard Neville (1992–1999) |
Gitarre |
Paul Cotton (1970–1987 und 1992–2010, † 2021) |
Keyboard, Acc, Gesang |
Michael Webb (2010–2018) |
Gesang, Schlagzeug |
George Lawrence (1999 und 2004–2014) |
Gesang, Gitarre |
Lex Browning (2018–2020) |
Poco war eine Country-Rock-Band, die 1968 in Los Angeles gegründet wurde.
Bandgeschichte[Bearbeiten]
Poco wurde von Richie Furay und Jim Messina (beide ex Buffalo Springfield), zusammen mit George Grantham (* 20. Januar 1947) und Rusty Young (* 23. Februar 1946 in Long Beach, Kalifornien; † 14. April 2021 in Davisville, Missouri) (beide ex Boenzye Creque aus Denver) sowie Randy Meisner (ex The Poor) gegründet.
Im Jahr 1969 erschien ihr erstes Album Pickin’ Up the Pieces. Die Alben Poco (1970) und Deliverin’ (1971) folgten, auf denen Timothy B. Schmit Randy Meisner am Bass und Gesang ersetzte. Meisner wurde Mitglied der Eagles, wo ihn 1977 erneut Schmit ablöste. Messina verließ ebenfalls die Band und war anschließend zusammen mit Kenny Loggins als Loggins and Messina recht erfolgreich. Als Ersatz kam Paul Cotton (Illinois Speed Press) in die Band, deren Stil sich ein wenig zum Rock ’n’ Roll hin verschob.
Nach den beiden Alben A Good Feelin’ to Know und Crazy Eyes verließ auch Furay die Band, um die Souther-Hillman-Furay Band zu gründen.
Das fünfte Album A Good Feelin’ to Know besprach die deutsche Musikzeitschrift Sounds im April 1973. Michael Wallossek bezeichnete Poco darin als seit Jahren „Geheimtip“ unter Amerikas Country-Gruppen, da der große Erfolg den Kollegen von Crosby, Stills, Nash & Young vorbehalten geblieben sei.<ref name="sounds473">Michael Wallossek: Poco. A Good Feeling to Know. In: Sounds. Nr. 4, April 1973, S. 47–48 (Rubrik „Plattenkritik“).</ref> Das Ergebnis der mehr als einjährigen Arbeit nannte er eine „wohlausgewogene, sehr sorgfältig produzierte Platte, mit zahlreichen Höhepunkten“, exakt vorgetragen, mit bisweilen „etwas hochstilisierten gesanglichen Arrangements“ und traumwandlerisch sicherem Zusammenspiel. Die Ansätze zu Improvisationen hätten für seinen Geschmack reichlicher bemessen sein dürfen, zumal gerade diese Art von Musik spontane Ausdrucksmittel benötige, damit ihr Anliegen „nicht einer perfektionierten Darbietung zum Opfer fällt“. Richie Furay, sonst der mit Abstand produktivste und fähigste Stückeschreiber der Band, habe diesmal nur drei Titel beigesteuert: das die Platte schwungvoll eröffnende And Settlin’ Down mit „packenden Gitarrenduetten“, das Titelstück und das „allzu schnulzige“ Sweet Lovin’. Daneben hob Wallossek Paul Cottons sechseinhalbminütiges Ride the Country sowie eine Neubearbeitung von Stephen Stills’ Buffalo-Springfield-Titel Go and Say Goodbye hervor. Die Aufmachung des Covers und des beigelegten achtseitigen Text- und Bildheftes mute „etwas wie ein Poesiealbum“ an, passe aber zum Charakter dieser Musik.<ref name="sounds473" />
Es folgten die Alben Seven, Cantamos, Head over Heels, Rose of Cimarron und Indian Summer, bis 1977 Schmit und Grantham die Band verließen und von Steve Chapman und Charlie Harrison ersetzt wurden. Schmit ersetzte Meisner bei den Eagles, was bedeutete, dass deren Bassisten alle früher bei Poco gespielt hatten.
In der neuen Besetzung wurde das Album Legend (1978) aufgenommen, auf dem die Hits Crazy Love und Heart of the Night enthalten waren. Nachdem Kim Bullard zur Band gestoßen war, wurden fünf weitere Alben veröffentlicht: Under the Gun, (1980) Blue and Gray (1981), Cowboys and Englishmen (1982), Ghost Town (1982) und Inamorata (1984). Dann begann allerdings eine fünfjährige Pause.
1989 wurde das Album Legacy in der Gründungs-Besetzung von 1968 (George Grantham, Rusty Young, Jim Messina, Richie Furay und Randy Meisner) aufgenommen und von David Cole produziert. Es war nach „Legend“ das zweite Gold-Album der Band.
Erst 2002, nach weiteren 13 Jahren Pause, erschien das Album Running Horse in der Besetzung Rusty Young, Paul Cotton, George Grantham und Jack Sundrud. Im Mai 2004 kam es zu einem spektakulären Auftritt in Nashville. In der Besetzung George Grantham, Paul Cotton, Rusty Young, Jack Sundrud und Ritchie Furay spielte die Band eine CD/DVD ein (Keep the legend alive). Die DVD ist in Deutschland auch unter dem Namen Pickin’ Up the Pieces zu haben.
Mit dem Live-Album Bareback at Big Sky (aufgenommen im April 2005, erschienen im September 2005) gab es einen Wechsel an den Drums. George Grantham, der während eines Konzertes der Band einen Schlaganfall erlitt und seitdem teilweise gelähmt ist, wurde durch George Lawrence ersetzt.
Die Band tourte im Mai 2005 auch durch Dänemark, Frankreich, Deutschland und die Niederlande. Im Juni 2006 traten sie unter anderem in den Niederlanden und in Belgien auf. Im Dezember 2006 wurde das Live-Album The Wildwood Sessions veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Acoustic-Gig von Rusty Young, Paul Cotton und Jack Sundrud.
Ende 2010 verließ Paul Cotton die Band und wurde durch Michael Webb ersetzt. Am 7. April 2021 erlag das einzig in der Band verbliebene Gründungsmitglied Rusty Young im Alter von 75 Jahren einem Herzinfarkt.<ref>Rusty Young, Poco’s Co-Founder and Longtime Frontman, Dies at 75, abgerufen am 17. April 2021 (englisch)</ref> Paul Cotton verstarb am 31. Juli 2021 im Alter von 78 Jahren in Eugene, Oregon.<ref>Paul Cotton, Mainstay of the Country-Rock Band Poco, Dies at 78, abgerufen am 1. Oktober 2021 (englisch)</ref>
Diskografie[Bearbeiten]
Studioalben[Bearbeiten]
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Weitere Studioalben
- 2002: Running Horse
- 2013: All Fired Up
Livealben[Bearbeiten]
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Weitere Livealben
- 2004: The Last Roundup
- 2004: Keeping the Legend Alive
- 2005: Bareback at Big Sky
- 2006: The Wildwood Sessions
- 2010: Live from Columbia Studios, Hollywood 9/30/1971
- 2011: Setlist: The Very Best of Poco Live
- 2014: Crazy Love
Kompilationen[Bearbeiten]
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Weitere Kompilationen
- 1979: Ride the Country
- 1979: Poco: The Songs of Paul Cotton
- 1980: Poco: The Songs of Richie Furay
- 1980: The Best Of
- 1982: Backtracks
- 1989: Crazy Loving: The Best of Poco 1975–1982
- 1990: Retrospective
- 1990: The Forgotten Trail (1969–74)
- 1995: Ghost Town/Inamorata
- 1996: On the Country Side
- 1997: The Essential Collection (1975–1982)
- 1998: The Ultimate Collection 69-89
- 1999: The Very Best of Poco
- 2000: 20th Century Masters – The Millennium Collection
- 2001: Take Two
- 2002: The Very Best of Poco
- 2002: From the Inside/A Good Feelin’ to Know
- 2004: Pickin’ Up the Pieces/Poco
- 2005: Alive in the Heart of the Night
- 2006: Keep on Tryin’
- 2006: Poco Live
- 2006: The Essential Poco
- 2006: Gold
- 2006: Best of Poco Live
- 2006: Seven/Cantamos
- 2007: Standing Room Only Live
- 2008: Original Album Classics
- 2011: Under the Gun/Blue and the Gray
- 2011: Head Over Heels/Rose of Cimarron
- 2018: Collected 1969 - 2017
Singles[Bearbeiten]
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Weitere Singles
- 1971: Just for Me and You
- 1972: A Good Feelin' to Know
- 1974: Faith in the Families
- 1979: Legend
- 1980: The Everlasting Kind
- 1981: Widowmaker
- 1982: Sea of Heartbreak
- 1982: Ghost Town
- 1990: The Nature of Love
- 1990: When It All Began
- 1990: What Do People Know
Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]
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Weblinks[Bearbeiten]
Musikbeispiele
- Poco: You Better Think Twice auf YouTube
- Poco: Heart of the Night auf YouTube
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />