Podduby
Siedlung
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Podduby ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), sowie Jodupchen, 1938 bis 1945 Mittenfelde) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gussew im Rajon Gussew.
Geographische Lage[Bearbeiten]
Podduby liegt acht Kilometer westlich der Stadt Gussew (Gumbinnen) an der russischen Fernstraße A 229 (frühere deutsche Reichsstraße 1, heute auch Europastraße 28). Die nächste Bahnstation ist Wessjolowka (Judtschen/Kanthausen) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje der einstigen Preußischen Ostbahn zur Weiterfahrt nach Moskau.
Geschichte[Bearbeiten]
Kubbeln[Bearbeiten]
Das kleine nach 1564 Kubilen genannte Dorf<ref>Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kubbeln</ref> wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Kampischkehmen<ref name="Jehke-Kamp">Rolf Jehke, Amtsbezirk Kampischkehmen/Angereck</ref> eingegliedert. Dieser bestand – 1939 umbenannt in „Amtsbezirk Angereck“ – bis 1945 und gehörte zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.
Im Jahre 1910 waren in Kubbeln 193 Einwohner gemeldet.<ref name="Schubert">M. W. Ehrenreich: Landkreis Gumbinnen. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Januar 2008; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref> Nachdem am 30. September 1928 der Gutsbezirk Purpesseln eingemeindet worden war, stieg die Einwohnerzahl bis 1933 auf 287 und belief sich 1939 auf 252.<ref name="Rade">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
In Kriegsfolge kam Kubbeln 1945 mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.
Purpesseln (Auenhof) / Parkowoje[Bearbeiten]
Das einst Wingerupchen genannte kleine Dorf bestand aus einem Gut mit Vorwerk. Der Ort Purpesseln war von 1874 bis 1928 ein eigenständiger Gutsbezirk innerhalb des Amtsbezirks Kampischkehmen<ref name="Jehke-Kamp" /> im Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 mit 129 Einwohnern<ref name="Schubert"/> wurde Purpesseln am 30. September 1928 in die Landgemeinde Kubbeln eingemeindet und verlor damit seine Selbständigkeit. Am 3. Juni 1938 wurde das Dorf in „Auenhof“ umbenannt und kam 1945 zur Sowjetunion.
Im Jahr 1950 erhielt der Ort den russischen Namen Parkowoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Furmanowski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)</ref>
Jodupchen (Mittelfelde) / Apotschka[Bearbeiten]
Jodupchen war ein Bauerndorf, das auch als „Kirschendorf“ bekannt war, da die Bewohner in ihre Gärten Kirschbäume pflanzten. Der Dorfmittelpunkt war eine alte Linde an der Straßenkreuzung. 1874 wurde der Ort als Landgemeinde dem neu eingerichteten Amtsbezirk Ischdaggen im Kreis Gumbinnen zugeordnet.<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Ischdaggen/Branden</ref> Im Jahre 1910 waren in Jodupchen 136 Einwohner gemeldet.<ref name="Schubert" /> Die Einwohnerzahl sank bis 1933 auf 126 und betrug 1939 noch 118.<ref name="Rade" /> Am 3. Juni 1938 wurde das Dorf in „Mittenfelde“ umbenannt und kam 1945 zur Sowjetunion.
Im Jahre 1947 erhielt der Ort den russischen Namen „Apotschka“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Furmanowski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.<ref name="Unbe">Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)</ref>
Podduby[Bearbeiten]
Im Jahre 1947 erhielt Kubbeln den russischen Namen Podduby und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Furmanowski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.<ref name="Unbe" /> Vor 1975 wurde Parkowoje (wieder) an Podduby angeschlossen.<ref>Gemäß der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf http://www.soldat.ru/ (rar-Datei)</ref> 1997 wurde Apotschka an Podduby angeschlossen.<ref>Durch den Beschluss der Oblastduma vom 22. Mai 1997, Nr. 38 "Об упорядочении учета сельских населенных пунктов области" (Über Regelungen der Erfassung der ländlichen Orte der Oblast). Laut diesem Erlass wurde allerdings irrtümlicherweise umgekehrt Podduby an Apotschka angeschlossen, was dann 2002 formal korrigiert wurde.</ref> Von 2008 bis 2013 gehörte Podduby zur Landgemeinde Michailowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gussew.
Kirche[Bearbeiten]
Sowohl in Kubbeln als auch in Purpesseln resp. Auenhof lebte vor 1945 eine überwiegend evangelische Bevölkerung. Beide Orte waren in das Kirchspiel der Kirche Ischdaggen (der Ort hieß zwischen 1938 und 1946: Branden, heute russisch: Lermontowo) eingepfarrt, die ihrerseits zum Kirchenkreis Gumbinnen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Podduby im Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen). Sie ist Teil der Propstei Kaliningrad<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad ( vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Schule[Bearbeiten]
Kubbeln war vor 1945 Schulort auch für die Kinder aus Purpesseln resp. Auenhof. Es bestand eine einklassige Volksschule, deren Schulgebäude vor 1914 errichtet worden war.
Weblinks[Bearbeiten]
- Podduby bei bankgorodov.ru
- Podduby bei prussia39.ru
- Mittenfelde (Jodupchen) auf http://www.kreis-gumbinnen.de/
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Stadt: Gussew (Gumbinnen). Siedlungen: Brjanskoje (Pruszischken/Preußendorf) | Dwinskoje (Warkallen/Roloffseck) | Furmanowo (Stannaitschen/Zweilinden und Luschen) | Iljino (Bumbeln) | Iwaschkino (Kollatischken/Langenweiler) | Jarowoje (Gertschen/Gertenau) | Jasnoje Pole (Krausenwalde und Packallnischken/Bergendorf) | Jelowoje (Kasenowsken/Tannsee) | Judino (Blecken) | Kalininskoje (Augstupönen/Hochfließ) | Kasakowo (Gerschwillauken) | Kaspijskoje (bei Wilpischen/bei Eichenfeld) | Kostino (Stobricken/Krammsdorf) | Krasnogorskoje (Niebudszen/Herzogskirch und Martischen/Martinshof) | Krasnopolje (Pötschkehmen/Pötschwalde) | Kubanowka (Brakupönen/Roßlinde) | Lermontowo (Ischdaggen/Branden) | Lipowo (Kulligkehmen/Ohldorf) | Lomowo (Puspern und Tublauken/Schweizersfelde) | Loschtschinka (Uszballen/Birkenried) | Maiskoje (Mallwischken/Mallwen) | Majakowskoje (Nemmersdorf) | Meschduretschje (Groß Pillkallen/Kallenfeld) | Michailowo (Eszerningken/Neupassau und Wallehlischken/Hagelsberg) | Mischkino (Budballen/Moorbude und Kaimelswerder) | Mitschurinskoje (Drücklershöfchen) | Nowostroika | Olchowatka (Walterkehmen/Großwaltersdorf) | Otschakowo (Groß Kannapinnen/Steinsruh) | Perwomaiskoje (Sadweitschen/Altkrug) | Podduby (Kubbeln und Purpesseln/Auenhof) | Podgorowka (Groß Baitschen, Klein Baitschen und Schröterlauken/Schrötersheim) | Pokrowskoje (Bibehlen/Falkenhausen und Waiwern/Seilhofen) | Priosjornoje (Gerwischkehmen/Gerwen) | Proletarskoje (Ganderkehmen) | Schaworonkowo (Gerwischken/Richtfelde) | Schiguli (Reckeln) | Sewerny (Klein Kannapinnen/Kleinblecken) | Sinjawino (Kampischkehmen/Angereck) | Tamanskoje (Springen).
Siehe auch: Rajon Gussew, Lasdinehlen

