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Portia Modise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Portia Modise
Personalia
Geburtstag 20. Juni 1983
Geburtsort Soweto, Südafrika
Größe 152 cm
Position Mittelfeld/Angriff
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
1996–???? Soweto Ladies
2007–2009 Fortuna Hjørring
2009–2012? Palace Super Falcons
2014–2015 Croesus Ladies
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000–2015 Südafrika 124 (101)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Portia Modise (* 20. Juni 1983 in Soweto) ist eine ehemalige südafrikanische Fußballspielerin. Sie spielte von 2000 bis 2015 für die südafrikanische Nationalmannschaft, deren Rekordspielerin sie bis 2016 war. Zudem ist sie mit 101 Toren afrikanische Rekordtorschützin.

Werdegang[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Modise spielte zunächst mit Jungen in ihrer Nachbarschaft, als sie acht Jahre alt war. 1993 ging sie als Stürmerin zu den Soweto Rangers und anschließend zu den Jomo Cosmos’ ladies.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.JONATHAN MANGENA: „Strike the jackpot tonight with Portia“, DAILY SUN 4. Februar 2002, Seite 22 (Memento vom 25. April 2016 im Internet Archive)</ref> 2007 wechselte sie nach Europa und spielte für den dänischen Erstligisten Fortuna Hjørring.<ref>tv2nord.dk: „Sydafrikas landsholdskaptajn skifter til Fortuna“</ref> In ihrer ersten Saison in Dänemark erzielte sie zwei Tore.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.3F Ligaen (2007) - Topscorerliste (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dbu.dk</ref> 2009 und 2010 gewann sie die dänische Meisterschaft sowie 2008 den dänischen Pokal. In der Saison 2008/09 lag sie in der Torschützinnenliste mit 15 Toren zusammen mit zwei anderen Spielerinnen auf dem 3. Platz.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.3F Ligaen (2009) - Topscorerliste (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dbu.dk</ref> In der UEFA Women’s Champions League 2009/10 erreichte sie mit den Däninnen das Achtelfinale. Dort trafen sie auf Olympique Lyon. Nach einem 0:1 im Heimspiel verloren sie das Rückspiel mit 0:5. Da Lyon die beiden norwegischen Spielerinnen Christine Nielsen und Isabell Herlovsen nach der Transferphase verpflichtet hatten, legte Fortuna Protest ein, dem die UEFA stattgab und das Spiel mit 3:0 für Fortuna Hjørring wertete. Hierdurch wären die Däninnen ins Viertelfinale eingezogen.<ref>Olympique Lyonnais vs. Fortuna Hjørring 0 - 3. In: soccerway.com. Abgerufen am 26. April 2016.</ref> Dagegen legte Olympique Lyon Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof ein, dem stattgegeben wurde.<ref name="CAS">Lyon wieder in der Women's Champions League. In: womensoccer.de. 25. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2016; abgerufen am 26. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.womensoccer.de</ref> Gemäß Regelwerk der FIFA hätte Lyon die beiden Spielerinnen nicht verpflichten und einsetzen dürfen. Lyon bekam aber mit der Begründung Recht, dass die Regularien der FIFA nur für Profis gelten, die französische Liga jedoch eine Amateurliga sei.<ref name="CAS"/> Lyon durfte daher im Viertelfinale spielen, wogegen für Fortuna die Champions-League-Saison beendet war. Danach kehrte Modise nach Südafrika zurück.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Modise war Mannschaftskapitänin der südafrikanischen U-19-Mannschaft „Basetsane Basetsane“, als sie im Jahr 2000 für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Happy Mnguni: „Sanlam's Halala Cup kicks off in Cape Town Modise to lead her team“ (Memento vom 26. April 2016 im Internet Archive)</ref> Ihre ersten Länderspiele machte sie bei der Fußball-Afrikameisterschaft der Frauen 2000 in ihrer Heimat Südafrika, wo sie in allen Spielen eingesetzt wurde und das Finale gegen Titelverteidiger Nigeria erreichte.<ref Name="AM2000">rsssf.org: „Africa - Women's Championship 2000“</ref> Das Finale wurde aber beim Stand von 0:2 in der 73. Spielminute abgebrochen, da südafrikanische Fans eine Linienrichterin mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen hatten. Da das Spiel auch nach drei Versuchen nicht wieder angepfiffen werden konnte, wurde Nigeria vom afrikanischen Verband zum Sieger erklärt. Gemäß südafrikanischem Verband schoss sie im Gruppenspiel gegen Simbabwe ihr erstes Länderspieltor, wogegen in der RSSSF-Statistik des Turniers andere Torschützinnen genannt werden.<ref Name="PM">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.safa.net: „Portia: SA's centurion in numbers“ (Memento vom 25. April 2016 im Internet Archive)</ref><ref Name="AM2000"/>

Zwei Jahre später scheiterte sie mit der Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußball-Afrikameisterschaft der Frauen 2002, wodurch die Qualifikation für die WM 2003 verpasst wurde.<ref>rsssf.org: „Africa - Women's Championship 2002 - Details“</ref>

In der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen 2004 erzielte Modise am 12. März 2004 in Pretoria beim 2:2 gegen Afrika-Meister Nigeria zwei Tore, die aber nicht zur Qualifikation reichten, da Nigeria das Rückspiel mit 1:0 gewann.<ref Name="WF">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tom Schlimme: „Weltfußballerin 2005 - Die Nominierten aus Afrika - Perpetua Nkwocha und Portia Modise“ (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Zusammen mit der Nigerianerin Perpetua Nkwocha wurde sie als einzige Afrikanerinnen für die Wahl zur FIFA-Weltfußballerin des Jahres 2005 nominiert, deren Wahl letztendlich Birgit Prinz gewann.<ref Name="WF"/>

Auch bei der Fußball-Afrikameisterschaft der Frauen 2006 scheiterte sie mit der Nationalmannschaft im Halbfinale, wodurch die Qualifikation für die WM 2007 verpasst wurde. Im Spiel um Platz 3 gelang ihr beim 2:2 gegen Kamerun ein Tor und durch den Sieg im Elfmeterschießen wurden die Südafrikanerinnen Dritte.<ref>rsssf.org: „Africa - Women's Championship 2006 - Details“</ref>

Im April 2007 wurde sie für das Spiel der „FIFA Women’s World Stars“ gegen die Chinesische Fußballnationalmannschaft der Frauen aus Anlass der Gruppen-Auslosung für die WM 2007 nominiert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Match Report FIFA Women's World Stars - China PR 2:3 (2:2) (Memento vom 26. April 2016 im Internet Archive)</ref>

Im November 2008 erklärte sie nach Differenzen mit Nationaltrainer Augustine Makalakalane, dass sie nicht länger für Südafrika spielen wolle, nachdem sie nicht für die 6. Afrikameisterschaft der Frauen berücksichtigt worden war.<ref>sowetanlive.co: „angry modise quits banyana“</ref>

Im Oktober 2011 konnte sich Südafrika erstmals für die Olympischen Spiele in London 2012 qualifizieren.<ref>Games of the XXX. Olympiad - Football Qualifying Tournament</ref> Im April 2012 erklärte sie sich bereit, erneut für Südafrika zu spielen, nachdem Joseph Mkhonza den Posten als Nationaltrainer übernommen hatte.<ref>John Goliath: „Modise wants to show off skill“</ref> Mit bis dahin 71 Toren in 92 Länderspielen fuhr sie nach London.<ref>bbc.com: „South Africa's Portia Modise aims for Olympic shocks“</ref> Bei den Olympischen Spielen wurde sie in den drei Gruppenspielen eingesetzt. In ihrem ersten Spiel verloren die Südafrikanerinnen gegen Schweden mit 1:4, wobei Modise das Tor zum zwischenzeitlichen 1:3 durch einen Schuss vom Mittelkreis gelang und dafür sogar Applaus der schwedischen Fans erhielt.<ref>uefa.com: „Großbritannien überzeugt, Schweden und Frankreich im Duell“</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.fifa.com: „Modise: My moment in the limelight“ (Memento vom 26. April 2016 im Internet Archive)</ref> Nach einem 0:3 gegen Kanada erreichten sie durch ein torloses Remis gegen Weltmeister Japan aber einen Achtungserfolg.<ref>fifa.com: „Südafrika feiert Achtungserfolg“</ref>

Im November 2012 wurde sie für die Wahl zu Afrikas Fußballerin des Jahres nominiert.<ref>supersport.com: „Modise nominated for top CAF award“</ref>

Am 18. Oktober 2014 erzielte sie bei der Fußball-Afrikameisterschaft der Frauen 2014 im mit 5:1 gewonnenen Gruppenspiel gegen Algerien als erste Afrikanerin in ihrem 117. Länderspiel ihr 100. Länderspieltor.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.fifa.com/African Football Media: „Willkommen im Klub der 100er: Modise folgt Hamm, Prinz und Co.“ (Memento vom 25. April 2016 im Internet Archive)</ref> Die Südafrikanerinnen verloren dann aber zunächst das Halbfinale gegen Nigeria mit 1:2 und dann auch im Spiel um Platz 3 erstmals gegen die Elfenbeinküste und verpassten damit die WM 2015.<ref>cafonline.com: „‘Les Elephantes’ qualify for World Cup“</ref>

Am 19. Mai 2015 erklärte Modise ihr Karriere-Ende als aktive Spielerin.<ref Name="PM"/> Insgesamt spielte sie 124-mal für die Banyana Banyana und erzielte 101 Tore. Damit blieb sie bis zum 28. März 2015 südafrikanische und afrikanische Rekordnationalspielerin. Dann wurde sie von ihrer früheren Mitspielerin Janine van Wyk abgelöst, die beim Spiel gegen Kamerun mit ihrem 125. Länderspiel den Rekord überbot.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.safa.net: „Banyana Banyana captain breaks SA record“ (Memento vom 10. April 2016 im Internet Archive)</ref>

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />