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Portofino

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Portofino
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Portofino (Italien)
Portofino (Italien)
Staat Italien
Region Ligurien
Metropolitanstadt Genua (GE)
Koordinaten 44° 18′ N, 9° 12′ OKoordinaten: 44° 18′ 14″ N, 9° 12′ 28″ O
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Höhe 3 m s.l.m.
Fläche 2 km²
Einwohner 359 (31. Dez. 2025)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).</ref>
Fraktionen San Sebastiano
Postleitzahl 16034
Vorwahl 0185
ISTAT-Nummer 010044
Bezeichnung der Bewohner Portofinesi
Schutzpatron Sankt Georg
Website Gemeinde Portofino

Portofino ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine italienische Gemeinde mit 359 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) östlich von Genua in Ligurien. Ihr Territorium ist mit zwei Quadratkilometern das kleinste in der Metropolitanstadt Genua.

Lage und Einwohner[Bearbeiten]

Portofino liegt im westlichen Abschnitt des Golfo del Tigullio an einer Bucht der gleichnamigen Halbinsel. Von der Regionalhauptstadt Genua ist die Gemeinde etwa 36 Kilometer entfernt, die Stadt Rapallo liegt nur wenige Kilometer nördlich. Die Halbinsel von Portofino stellt die geographische Trennlinie zwischen dem Golf von Tigullien und dem Golfo Paradiso dar.

Die Nachbargemeinden von Portofino sind Camogli und Santa Margherita Ligure. Mit diesen beiden Gemeinden verwaltet Portofino das Meeresschutzgebiet Portofino, in dem es sich befindet. Zudem gehört die Gemeinde zum Naturpark Portofino.

Die exponierte landschaftliche Lage des Naturhafens hat nicht zuletzt durch den Zuzug von Prominenten den Ort weltbekannt gemacht. Die touristische Infrastruktur stößt dadurch regelmäßig an ihre Grenzen. Villen und Hotels gehör(t)en unter anderem Silvio Berlusconi, Dolce & Gabbana, Louis Vuitton, Simon Porte Jacquemus und Bernard Arnault.<ref>Bill Gates compra il Castello di Portofino: ecco come vuole trasformarlo in hotel di lusso, 2023</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Nach Plinius dem Älteren wurde der Ort vom Römischen Reich unter dem Namen Portus Delphini (Delfinhafen) gegründet.<ref>Plinius der Ältere, Naturalis historia 3,7,2; Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Geschichte Portofinos (Memento vom 1. Februar 2012 im Internet Archive) auf der Homepage der Gemeinde (italienisch).</ref> Wahrscheinlich bezieht sich der ursprüngliche Name auf die starke Verbreitung dieser Meeressäuger im Golf von Tigullien. Das Fischerdorf wird in einer Urkunde aus dem Jahr 986 erwähnt, in der Adelheid von Burgund, die Frau von Lothar II., die Gemeinde der nahegelegenen Abtei von San Fruttuoso schenkt. Heute unterliegt die Abtei der Verwaltung von Camogli.

Mittelalter[Bearbeiten]

Datei:PortofinoAnsicht3.jpg
Bucht bei Portofino

1171 wurde das kleine Dorf zusammen mit der nahegelegenen Stadt Santa Margherita Ligure unter die Verwaltungshoheit von Rapallo gestellt. Ab dem Jahr 1229 wurde Portofino, wie auch das gesamte Territorium von Rapallo, ein Teil der Republik Genua. Dadurch konnten die genuesischen Handelsschiffe den geschützten Naturhafen des Ortes als Zuflucht nutzen.

1409 wurde Portofino vom französischen König Karl VI. an Florenz verkauft. Kurze Zeit darauf wurde der missliebige Regent jedoch aus Genua vertrieben und die Ortschaft an Genua zurückgegeben. Im weiteren 15. Jahrhundert wechselte die Verwaltung von der Familie der Fregosi zu den Familien der Spinola, Fieschi, Adorno und Doria. 1608 wurde Portofino dem Hafenamt von Rapallo unterstellt.

Neuzeit[Bearbeiten]

1815 ging die Gemeinde nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses (1814–1815) zusammen mit den anderen Gemeinden der Republik Genua in das Königreich Sardinien über. 1861 wurde Portofino in das Königreich Italien eingegliedert. Während des Zweiten Weltkriegs wurden bei der nahegelegenen Ortschaft Olivetta 20 Partisanen von faschistischen Soldaten erschossen. Die Erschießung, die in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember 1944 stattfand, erfolgte auf Befehl des Polizeichefs von Genua Friedrich Engel.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Darstellung des ILSREC Genova (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Zwischen August und Oktober 1943 operierte eine deutsche Seenotfliegerstaffel von Portofino aus.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

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 text:Quelle ISTAT

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Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit dem großen Besucheransturm, erst britischer, später deutscher Touristen zu Beginn der 1990er-Jahre, ist die Wirtschaft Portofinos nahezu ausnahmslos an den Tourismus gebunden. Die Gemeinde und ihr Umland sind ein wichtiges Ausflugsziel für Besucher aus aller Welt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Datei:Portofino 002.jpg
Blick von der Chiesa di San Giorgio auf das Ligurische Meer

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Portofino liegt an der Provinzstraße 227, die das Fischerdorf mit Santa Margherita Ligure verbindet. Eine direkte Anbindung an die Autobahn besteht nicht. Die nächste Autobahnzufahrt befindet sich bei Rapallo zur A12. Portofino verfügt nur über wenige Parkmöglichkeiten, und die Zufahrt wird von der lokalen Polizei limitiert.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Von Rapallo und Santa Magherita gibt es Busverbindungen. Der Portofino am nächsten liegende Bahnhof ist der von Santa Margherita Ligure an der Bahnstrecke Pisa–La Spezia–Genua. Er liegt im Abschnitt Genua–La Spezia. Dort ist auch eine Bushaltestelle der Azienda Trasporti Provinciali, von der aus Busse nach Portofino abfahren.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Datei:Portofino harbor right.jpg
Der Hafen von Portofino

Von Rapallo legt ein Schiff mit einem Zwischenstopp in Santa Margherita Ligure ab. Weitere Seeverbindungen bestehen von Camogli und San Fruttuoso aus.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten]

Datei:Chiesa San Giorgio-Portofino.JPG
Die Chiesa di San Giorgio
Datei:2016 Portofino - Cimitero.jpg
Der Friedhof und das Castello Brown
Datei:Portofino - Castello Brown - 2023-09-28 14-23-05 001.jpg
Castello Brown und Chiesa di San Giorgio über dem Hafen

Die romanische Chiesa di San Giorgio aus dem 12. Jahrhundert wurde nach ihrer kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1950 rekonstruiert. In der Kirche werden die Reliquien von Sankt Georg aufbewahrt. Im historischen Teil von Portofino steht die Chiesa di San Martino. Sie wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet und ist ebenfalls in romanischem Stil gehalten. Sie ist dem Heiligen Martin von Tours geweiht.

Im Ort befindet sich außerdem das Oratorio di Nostra Signora dell’Assunta, das der Unbefleckten Empfängnis gewidmet wurde und Sitz einer Bruderschaft ist. Das Oratorium wurde im 14. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert teilweise umstrukturiert. Dabei ging der ursprüngliche Charakter weitestgehend verloren. Das Hauptportal besteht aus Schiefer und stammt aus der Renaissance. Darüber befindet sich eine Lünette aus dem Jahre 1555, die in einem Flachrelief Maria mit Kind umgeben von den lokalen Glaubensbrüdern darstellt. Im Innenraum stehen zwei Prozessionskreuze, ein weißes und ein schwarzes, die 105 beziehungsweise 115 Kilogramm wiegen und auch heute noch zum Patronatsfest zur Prozession getragen werden.

Festungsbauten[Bearbeiten]

Oberhalb des Ortes steht auf einer Halbinsel das Castello Brown, früher auch Fortezza di San Giorgio genannt. Die Genueser Küstenfestung wurde im 13. und 14. Jahrhundert errichtet und 1425 erstmals erwähnt. Zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert spielte sie in zahlreichen Seegefechten eine Rolle, hielt Angriffen des genuesischen (ghibellinischen) Admirals Aitone Doria im Jahr 1330, einer venezianischen Flotte im Jahr 1431 sowie der britischen Marine im Jahr 1814 stand. Gemeinsam mit Ventimiglia bildete sie eine der beiden wichtigsten Küstenfestungen der Republik Genua und beherbergte eine Garnison unter dem Befehl eines Kastellans aus dem Genueser Patriziat.<ref>Jocelyn Baber; John Baber, Castello, Portofino, B. T. Batsford, 1965 [1]</ref> Zwischen 1554 und 1557 wurde die Burg nach Plänen des Ingenieurs Giovanni Maria Olgiato durch eine neue Plattform in Richtung Hafen erweitert; zudem wurde sie mit Waffen und Munition sowie neuen Unterkünften ausgestattet, um einen besseren militärischen Schutz gegen Überfälle sarazenischer Piraten zu bieten. Kurz darauf hielt sie, von Franzosen besetzt, einem Angriff des genuesischen Admirals Andrea Doria stand, dem inoffiziellen Herrscher der Republik. Die Festung gelangte 1797 unter französische Herrschaft, als Napoleon Bonaparte Ligurien und die Republik Genua eroberte. 1867 wurde die militärische Funktion aufgegeben. Im selben Jahr wurde das Anwesen von Sir Montague Yeats Brown (1834–1921) erworben, britischer Konsul in Boston, der als Sohn eines britischen Konsuls in Genua aufgewachsen war. Er ließ die Türme erhöhen und den Exerzierplatz in einen Hängegarten umgestalten. John und Jocelyn Baber erwarben die Burg 1949 und verkauften sie 1961 an die Gemeinde Portofino<ref>Siehe auch englischen Artikel: Castello Brown.</ref>, die sie als Museum und für Ausstellungen nutzt.

Nach dem britischen Konsul wird die historische Burg auch Castello Brown genannt, während der Name Castello di San Giorgio (oder auch Villa di San Giorgio) auf die Villa Mumm übergegangen ist, die an der Schmalstelle zwischen dem Festland und der Burghalbinsel neben einem alten Befestigungsturm erbaut wurde. In ihrer heutigen Form gestaltete sie der deutsche Diplomat Alfons Mumm von Schwarzenstein, der sie 1911 erworben hatte und hier 1924 starb. Seine schottische Witwe Jeannie von Mumm, geb. Mackay-Watt (1866–1953), überzeugte im April 1945 den deutschen Kommandanten, vor seinem Rückzug den bereits verminten Ort Portofino entgegen seinen Befehlen nicht zu sprengen. Hierfür wurde sie 1949 zur Ehrenbürgerin ernannt.<ref>The Glaswegian who saved an Italian village from the Nazis, The Scotsman, 20.10.2016</ref> Die luxuriöse Villa wanderte später durch viele Hände, unter anderem 2023 von Bill Gates<ref>Bill Gates compra il Castello di Portofino: ecco come vuole trasformarlo in hotel di lusso, 2023</ref>, der aber sein Projekt für eine Luxusherberge seiner Hotelgruppe Four Seasons aufgab und sie an Fort Partners, Betreiber der Hotelgruppe Surf Club aus Miami, weiterverkaufte.

Feste[Bearbeiten]

In Portofino finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, an denen bekannte Personen aus dem Bereich Kultur und Showgeschäft teilnehmen. Am 23. April findet das Patronatsfest für Sankt Georg statt.

Literatur, Musik und Film[Bearbeiten]

Datei:2016 Portofino - St.Martin.jpg
Chiesa di San Martino

Portofino ist der Schauplatz der 1922 hier im Castello Brown entstandenen Novelle Verzauberter April der britischen Autorin Elizabeth von Arnim sowie des gleichnamigen Films des Regisseurs Mike Newell (1992).

Durch das Lied Love in Portofino, das Fred Buscaglione und Leo Chiosso 1958 schrieben, wurde Portofino Ende der 1950er-Jahre weltweit bekannt.

Im Film Zwei in einem Auto von 1951 dient Portofino als Sehnsuchts- und zentraler Handlungsort. Im Film Happy End im September von 1961 mit Gina Lollobrigida und Rock Hudson in der Rolle des reichen Robert L. Talbot diente das Luxus-Hotel Splendido oberhalb von Portofino als Talbots Villa, die während dessen Abwesenheiten vom Personal als Hotel betrieben wurde.

Am Golf von Tigullien und in Portofino wurden in den 1990er-Jahren eine Reihe weiterer italienischer, aber auch ausländische Kinofilme gedreht.

1995 wählten Michelangelo Antonioni und Wim Wenders Portofino als Kulisse für den Film Jenseits der Wolken mit John Malkovich und Sophie Marceau. Außerdem spielen die amerikanische Seifenoper Reich und Schön und das italienische Pendant CentoVetrine für einige Folgen in der Gemeinde. Portofino wurde in den Universal Studios von Orlando in Florida nachgebaut.

Die seit 2022 erscheinende Fernsehserie Hotel Portofino schildert das Zeitgeschehen des Ortes Ende der 1920er-Jahre. Die Außenaufnahmen wurden in Portofino gedreht.

Malerei[Bearbeiten]

Der emblematischste Maler von Portofino war Giuseppe Amisani, bekannt als „der Maler der Könige“, dem Portofino einen Spaziergang entlang der Uferpromenade, den „Amisani-Spaziergang“, widmete. Wenn man durch Bocche fährt und der Hauptstraße nach Portofino Mare folgt, kann man entlang der Route eine eingelassene Marmorplatte mit der Inschrift sehen: „Hier lächelte die Schönheit der Welt zum letzten Mal“. Giuseppe Amisani verbrachte 1941 Zeit an diesem Ort und malte oft im Freien.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Portofino unterhält Partnerschaften mit der irischen Stadt Kinsale sowie mit der spanischen Inselstadt Palma de Mallorca.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Ort beherbergte eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten:

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Portofino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Portofino – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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