Positive Matrix
Vorlage:Hinweisbaustein In der Mathematik kommen positive Matrizen und nichtnegative Matrizen insbesondere in der Wahrscheinlichkeitstheorie, beispielsweise zur Beschreibung von Markow-Ketten, und in der Graphentheorie vor.
Definition[Bearbeiten]
Eine Matrix <math>\mathbf{X}=(x_{ij})</math> heißt nichtnegativ, wenn alle ihre Einträge nichtnegativ sind:
- <math>\mathbf{X} \geq 0 \Longleftrightarrow \quad \forall {i,j}\quad x_{ij} \geq 0.</math>
Sie heißt positiv, wenn alle ihre Einträge positiv sind:
- <math>\mathbf{X} > 0 \Longleftrightarrow \quad \forall {i,j}\quad x_{ij} > 0.</math>
Anwendungen[Bearbeiten]
- Die Übergangsmatrix einer Markow-Kette ist eine nichtnegative Matrix.
- Die Adjazenzmatrix eines Graphen ist eine nichtnegative Matrix.
Eigenwerte[Bearbeiten]
Aus dem Satz von Perron-Frobenius folgt, dass eine positive Matrix einen positiven Eigenwert haben muss. Anders als bei total positiven Matrizen müssen aber nicht alle Eigenwerte positiv sein.
Beispiele[Bearbeiten]
Jede total positive Matrix ist positiv, eine positive Matrix muss aber nicht total positiv sein. Zum Beispiel ist die Matrix
- <math>\mathbf{X} = \begin{pmatrix}1&2\\1&1\end{pmatrix}</math>
positiv, aber nicht total positiv: die Determinante ist negativ, die Eigenwerte sind <math>1\pm\sqrt{2}</math>. Dasselbe Beispiel zeigt, dass eine positive Matrix nicht positiv definit sein muss. Umgekehrt muss eine positiv definite Matrix nicht positiv sein, wie das Beispiel
- <math>\mathbf{X} = \begin{pmatrix}2&-1\\-1&2\end{pmatrix}</math>
mit den Eigenwerten <math>1</math> und <math>3</math> zeigt.
Literatur[Bearbeiten]
- Meyer, Carl: Matrix analysis and applied linear algebra. With 1 CD-ROM (Windows, Macintosh and UNIX) and a solutions manual. Society for Industrial and Applied Mathematics (SIAM), Philadelphia, PA, 2000. ISBN 0-89871-454-0 pdf (Kapitel 8.2)