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Postament

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Datei:Postament (Hannover-Ernst-August-Denkmal, 2024).jpg
Postament des Ernst-August-Reiterdenkmals in Hannover

Das Postament (auch das Piedestal) ist in der Baukunst ein Unterbau oder Sockel vor allem von Stützgliedern und Statuen.<ref>Atlant. In: Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar. 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X, S. 34 (= Kröners Taschenausgabe, Band 194); Digitalisat (PDF; 15 MB) moodle.unifr.ch; abgerufen am 18. Mai 2024.</ref>

Begriffe und Begriffsherkunft[Bearbeiten]

Der Begriff Postament (Neutrum) entstammt der gelehrten neulateinischen Bildung Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., die wohl im 16. Jahrhundert in Anlehnung an das lateinische Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (vergleiche „Fundament“) entstand und sich vom italienischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. („festgesetzter Platz“) beziehungsweise dem italienischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. oder dem französischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (beide „aufstellen“; vergleiche „postieren“) ableitet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Der Begriff Piedestal (Neutrum) stammt ab vom französischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., das selbst dem italienischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (alle deutsch „Sockel“) entlehnt wurde und letztendlich zurückgeht auf lateinisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. („Fuß“) und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. („Sitz“; seinerseits ein Lehnwort aus dem Germanischen). Nach einer These führte die ursprüngliche eingedeutschte Form Pedestall über die Verkürzung Pedest zum Begriff „Podest“.<ref>Bettina Bock: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Arbeitsstelle Deutsche Wortfeldetymologie, Sächsische Akademie der Wissenschaften und Seminar für Indogermanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Gleichbedeutend zum Begriff Postament wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert auch der aus dem Italienischen stammende Begriff Basament verwendet,<ref>Vorlage:Pierer-1857</ref> allerdings sinngemäß teilweise auch für das Fundament beziehungsweise Erd- und Sockelgeschoss eines ganzen Gebäudes.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Vorlage:Lueger-1904</ref>

Kleine Postamente beziehungsweise Piedestale, insbesondere zur Betonung von Giebeldreiecken als Untersatz für Vasen, Statuen und dergleichen, wurden im 18. und 19. Jahrhundert auch als Bildstuhl oder Bilderstuhl bezeichnet.<ref>Bilderstuhl. In: Sulzer: Allgemeine Theorie der Schönen Künste. Band 1. Leipzig 1771, S. 174 (Vorlage:Zeno.org).</ref><ref>Vorlage:Pierer-1857</ref>

Geschichte und Verwendung[Bearbeiten]

Postament als Sockel eines Gegenstandes[Bearbeiten]

Ein Postament erhebt einen Gegenstand monumental zum Denkmal, woher die umgangssprachliche Redensart „Jemanden auf den Sockel stellen“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> stammt. Das Material ist dem Zweck entsprechend in der Regel aus Naturstein und manchmal aus Bronze, jedenfalls dauerhaft. Erhobene Gegenstände sind vor allem Statuen als Denkmäler für Personen oder Ereignisse, aber auch Gedächtnis-Vasen/-Urnen, Obelisken oder andere Werke der Bildhauerkunst. Der barocke Architekturtheoretiker Johann Friedrich Penther sprach 1744 von „Statuen und anderen Bau-Zierden drauf, so zur Pracht und Ansehen oder zum Andencken aufgestellet“.<ref>Piedestal. In: Johann Friedrich Penther: Ausführliche Anleitung zur bürgerlichen Bau-Kunst (Band 1): Enthaltend ein Lexicon Architectonicum oder Erklärungen der üblichsten Deutschen, Französischen, Italiänischen Kunst-Wörter der Bürgerlichen Bau-Kunst. Augspurg 1744, S. 120; Digitalisat</ref>

Die Gestalt des Postaments ist in der Regel quaderförmig, doch gibt es auch Postamente auf rundem oder ovalem Grundriss. Das klassische Postament ist kein einfach schmuckloser Körper, sondern dreiteilig gegliedert: Auf dem Fußprofil folgt der eigentlichen Körper des Postaments, darauf der profilierte Kranz als Deckplatte, der gleichsam den Kopf bildet. Zur Ausschmückung eines Postaments schrieb der Ästhetiker Johann Georg Sulzer 1771: „Fuß und Kranz bestehen aus mehr oder weniger Gliedern, [je] nachdem man dem Postament mehr oder weniger Zierlichkeit geben will.“<ref>Postament. In: Johann Georg Sulzer: Allgemeine Theorie der Schönen Künste. 1771; textlog.de</ref>

Auf dem Mittelteil des Postaments ist Platz für Inschriften zu den dargestellten Personen oder Ereigniszusammenhängen, bisweilen auch mit ergänzenden Reliefs.

Postament als Sockel einer Säule oder Stütze[Bearbeiten]

Die griechischen und vorgriechischen Säulen besaßen keinen besonderen Untersatz; erst in der römischen Architektur wurden die Säulen auf Postamente gesetzt, ein Gebrauch, der sich bis in die Zeit des Historismus erhielt.<ref>Vorlage:Lueger-1904</ref> Üblicherweise besteht das Säulenpostament aus einem quaderförmigen Körper, unten mit einem Fußgesims, oben mit einem bekrönenden Glied. Die Detailformen richten sich nach den einzelnen Stilarten, die Gegenstand gelehrter architekturtheoretischer Traktate waren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Piedestale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Wiktionary: Piedestal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Wiktionary: Postament – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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