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Potifar

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Datei:Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden) Galeriewerk Heineken 047.jpg
Joseph und die Frau des Potiphar, Kupferstich nach einem Gemälde von Carlo Cignani

Potifar (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.; auch Potiphar) ist der Name eines hohen Beamten eines altägyptischen Pharaos in der biblischen Josefsgeschichte (Vorlage:Bibel/Link und Kapitel 39 EU).

Name[Bearbeiten]

Beim Namen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. handelt es sich um die hebräische Variante eines ägyptischen Namens, dabei kommen zwei Namensgebungen in Frage:<ref name="wibilex">Rüdiger Lux: Potifar/PotiferaSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart September 2020Vorlage:Abrufdatum</ref>

  • Als Kurzform von Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. geht der Name auf ägyptisch p3-ḏj-p3-Rʻ zurück, dessen Bedeutung mit „Der, den Re gegeben hat“ angegeben wird. Dieser Name ist seit der 25. Dynastie, möglicherweise bereits seit der 21. Dynastie, mehrfach belegt.
  • Als eigenständiger Name geht er auf ägyptisch p3-ḏj-pr-‘3 „Der, den Pharao gegeben hat“ zurück.

Die semantische Differenzierung von Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. steht in Einklang mit den Ämtern, die beiden Amtsträgern in der Josefgeschichte zugeschrieben wird.<ref name="wibilex" />

Die Septuaginta gibt beide Namen mit Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. wieder, was verkennt, dass es sich in der Bibel um zwei verschiedene Namensträger handelt.<ref name="wibilex" />

In der Vulgata werden beide Namensträger unterschieden. Sie überträgt den Namen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. mit Putiphar.

Biblischer Bericht[Bearbeiten]

Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link stellen Potifar mit Rang- und Amtstitel vor. Am ägyptischen Hof hat er den Status eines Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. „Eunuch“, „Beamter, Vertrauter“.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Da Potifar verheiratet war und es für Eunuchen im alten Ägypten nur wenige Belege gibt, ist hier von der allgemeineren Stellung des „Beamten“ auszugehen. Dies korrespondiert mit ägyptisch srs n prs „persische Hofbeamte“.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Seine konkrete Funktion ist der Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. „Befehlshaber der Leibwache“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>, wobei es sich vermutlich um eine militärische Führungsposition handelt (vgl. Vorlage:Bibel/Link u. ö.). Dass Potifar Josef ins Gefängnis werfen ließ, wirft die Frage auf, ob er auch für das pharaonische Gefängniswesen verantwortlich sowie ein „Scharfrichter“ war.<ref name="wibilex" />

Potifar kaufte Josef, den Sohn Jakobs, von den Midianitern bzw. Ismaeliten (Vorlage:Bibel/Link und 39,1 EU). Aufgrund von Josefs Tüchtigkeit setzte er ihn zum Hausverwalter ein (Vorlage:Bibel/Link).

Als Potifars Frau Josef der versuchten Vergewaltigung bezichtigte – anders als Potifar weiß der Leser, dass es sich um eine Lüge handelt –, wurde Potifar zornig und ließ Josef ins Gefängnis – „den Ort, an dem die Gefangenen des Königs in Haft gehalten wurden“ – werfen (Vorlage:Bibel/Link).

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Wirkungsgeschichte[Bearbeiten]

Datei:Rembrandt - Joseph and Potiphar's wife.jpg
Rembrandt – Joseph und Potiphars Weib, um 1634

Die Wirkungsgeschichte von Potifar bezieht sich in erster Linie auf seine Frau und deren Auseinandersetzung mit Josef.<ref name="wibilex" />

Im Buch der Jubiläen ist Potifar „Eunuch des Pharao, Oberkoch und Priester der Stadt Heliopolis“ (Jub 34,11).

Philo von Alexandrien beschreibt in De Josepho die Entwicklung von Josef zum idealen Staatsmann, wobei Potifar, der ihn zum obersten Hausverwalter einsetzte, eine wichtige Rolle spielt: Diese Aufgabe diente als Vorschule für den späteren Staatsdienst. Jedoch läge das Verwaltungsamt bereits in Josefs Natur.<ref name="wibilex" />

Bei Josephus erfährt Potifar eine größere Würdigung: Er schätzte Josef, ließ ihn in den freien Künsten unterrichten und behandelte ihn besser als seine übrigen Diener, was durch die vermeintliche Affäre zu einem Ende kam.<ref name="wibilex" />

Im Gegensatz zur biblischen Erzählung beschreibt die Josefsure im Koran, dass Potifar die falschen Anschuldigungen seiner Frau erkennt und Josef von der Schuld freispricht (vgl. Sure 12:28 f).

Parallelen[Bearbeiten]

Das volkstümliche Potifar-Thema findet sich auch in der griechischen Mythologie und Literatur:<ref>Consuelo Ruiz-Montero: Xenophon von Ephesos: Ein Überblick. In: Hildegard Temporini (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band 34 / 2. Teilband. De Gruyter, Berlin 1993, S. 1088–1139, hier: S. 1102 mit Anmerkung 76.</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Kleines Lexikon der Ägyptologie. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0.
  • Vera Bayer, Friederike Weis, Heinrich Schulze Altcappenberg (Hrsg.): Joseph und Zulaika. Beziehungsgeschichten zwischen Indien, Persien und Europa. Edition Minerva, Berlin 2014, ISBN 978-3-943964-10-3 (Katalog der motivgeschichtlichen Bild-Darstellung der Geschichte von Josef und Potiphars Frau im Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin).
  • Siegfried Morenz: Potiphar. In: Bo Reicke, Leonhard Rost: Biblisch-Historisches Handwörterbuch. Landeskunde, Geschichte, Religion, Kultur, Literatur. Band 3, Vandenhoeck u. Ruprecht, Göttingen 1966.
  • Manfred Görg: Potifar und Potifera. In: Biblische Notizen. Neue Folge. Band 85, Herder, Freiburg / Basel / Wien 1996, S. 8–10.
  • Manfred Tiemann: Josef und die Frau Potifars im populärkulturellen Kontext. Transkulturelle Verflechtungen in Theologie, Bildender Kunst, Literatur, Musik und Film. Springer, Wiesbaden 2020.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Joseph und die Frau des Potifar – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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