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Proba-V

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Proba-V
Typ: Erdbeobachtungssatellit
Betreiber: Europaische WeltraumorganisationDatei:ESA logo.svg ESA
COSPAR-ID: 2013-021A<ref name="n2yo">N2YO Proba-V. N2YO.com, 13. März 2016, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).</ref>
Missionsdaten
Masse: 138,2 kg<ref name="Proba-V launch">ESA’S Vega launcher scores new success with Proba-V. ESA, 7. Mai 2013, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).</ref>
Größe: 1 m³<ref name="Proba-V EO">ESA Earth Online Proba-V. ESA, 30. Mai 2013, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).</ref>
Start: 7. Mai 2013<ref name="About Proba-V">About Proba-V. ESA, 30. Mai 2013, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).</ref>
Startplatz: CSG, ELV
Trägerrakete: Vega<ref name="Proba-V EO"/>
Betriebsdauer: 2,5 + 2,5 Jahre<ref name="Proba-V EO"/> (geplant)
Status: aktiv
Bahndaten
Umlaufzeit: 101,2 Minuten<ref name="n2yo"/>
Bahnneigung: 98,6°<ref name="n2yo"/>
Apogäumshöhe:  824,9 km<ref name="n2yo"/>
Perigäumshöhe:  820,4 km<ref name="n2yo"/>

Proba-V ist ein Erdbeobachtungssatellit der ESA. Er arbeitet in einem sonnensynchronen Erdorbit, mit einer Bahnebene nahe der Polarregionen. Es ist nach Proba-1 und Proba-2 der formal dritte Satellit (das V steht für Vegetation) der Proba-Reihe ("Project for On-Board Autonomy").<ref name="Proba-V EO"/>

Missionsziele[Bearbeiten]

Datei:Germany by Proba-V ESA373389.tiff
Vegetationskarte von Deutschland, erstellt aus Daten von Proba-V

Das Missionsziel von Proba-V ist die Vermessung und Kartografierung der Vegetation auf der Erde. Um die Entwicklung der Vegetation aktuell zu verfolgen, erfasst Proba-V den gesamten Planeten dabei alle zwei Tage komplett. Die Daten werden weltweit Wissenschaftlern sowie staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen zur Verfügung gestellt. Die Informationen sollen die zuständigen Stellen u. a. über Missernten, Ausdehnung von Wüsten und Abholzung informiert halten.<ref name="Proba-V start">Proba-V opens its eyes. ESA, 17. Mai 2013, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).</ref>

Proba-V kann als Ergänzung des SPOT-Programms gesehen werden und führt die Aufgaben des französischen Satelliten Spot-4 (Mission: März 1998 bis Januar 2013) fort. Proba-V fliegt im selben Orbit wie Spot-5 (Mission: seit Mai 2002) und sollte diesen eigentlich im Jahr 2014 ersetzen. Im Jahr 2016 ist Spot-5 jedoch immer noch aktiv. Der höherentwickelte Proba-V ermöglicht es, mit einer viel schnelleren Umlaufbahn und einer enormen Schwadbreite von 2.250 km die Daten des französischen Satelliten zu überprüfen und zu ergänzen.<ref name="Proba-V start"/><ref name="SPOT">ESA Earth Online SPOT. ESA, 4. September 2015, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).</ref>

Aufbau[Bearbeiten]

Proba-V verfügt über drei Kameras, welche unterschiedlich ausgerichtet sind und sich einzeln de-/aktivieren lassen. Die Ausrichtungswinkel der beiden äußeren zur mittleren Kamera beträgt 34°. Die unterschiedliche Ausrichtung der Kameras ermöglicht es, das Beobachtungsziel aus unterschiedlichen Winkeln und mit minimalem Zeitunterschied zu betrachten. Die Kameras haben jeweils einen VNIR-Sensor (sichtbares und nahes Infrarotspektrum) und einen SWIR-Sensor (kurzwelliges Infrarotspektrum). Die VNIR-Sensoren benutzen drei Detektoren (für blaues, rotes Licht und das nahe Infrarotspektrum). Die SWIR-Sensoren benutzen nur einen Detektor für das kurzwellige Infrarotspektrum. Die Detektoren haben eine leicht abweichende Ausrichtung entlang des Beobachtungswinkels.<ref name="GIO GL">Gio Global Land Component - Lot I ”Operation of the Global Land Component”. VITO - Flemish Institute for Technological Research NV - Bruno Smets, Else Swinnen, Wouter Dierckx, Pieter Kempeneers, Roxane van der Goten, 1. September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. September 2015; abgerufen am 13. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Proba-V hat fünf zusätzliche Nutzlasten<ref name="Proba-V EO"/>:

Das EPT analysiert die Ladung, Energie und den Winkel von auftreffenden Strahlungsteilchen. Der für das CERN entwickelte SATRAM-Chip verwendet einen 0,06-Megapixel-Sensor, um die Strahlungen dynamisch und hoch-sensitiv zu verarbeiten, unter anderem zur Visualisierung der vorherigen Teilchen-Flugbahn.<ref name="Proba-V CERN"/>

Die ADS-B-Demonstration hat in den Jahren 2013 bis 2015 25 Millionen Positionen von 15.000 einzelnen Flugzeugen erfasst. Dieses Forschungsprojekt wird durch das DLR betrieben hat eine Ortungs-Grundfläche von rund 1.500 × 750 km. Für eine dauerhafte und weltweite Erfassung von ADS-B-Daten über LEO-Satelliten, welche für Regionen mit nicht-flächendeckender Flugverkehrskontrolle (z. B. außerhalb von Industrieländern) von Interesse wäre, bräuchte man eine hohe Anzahl von Satelliten. Ein solches System wird von Iridium NEXT betrieben. Die ESA möchte jedoch den Bedarf für eine europäische Lösung evaluieren.<ref>Proba-V maps world air traffic from space. ESA, 7. Mai 2015, abgerufen am 20. März 2016 (englisch).</ref>

Proba-V hat einen 160-GBit-Datenspeicher. Steuerung- und Beobachtungsdaten werden über S-Band, die "Nutzlast-Daten" werden über X-Band transferiert.<ref name="Proba-V EO"/>

Nachfolgemissionen[Bearbeiten]

Die Proba-Reihe der ESA wird mit Proba-3 fortgesetzt werden. Dieser hat jedoch nichts mit der Mission von Proba-V zu tun, sondern wird den Formationsflug von großskaligen (orbitalen) Experimenten demonstrieren.<ref name="Proba-3">About Proba-3. ESA, 3. Januar 2021, abgerufen am 7. Januar 2019 (englisch).</ref>

Das SPOT-Programm der ESA wird fortgesetzt. Spot-6 startete am 9. September 2012 und Spot-7 am 30. Juni 2014. Diese Erdbeobachtungssatelliten sind jedoch nicht auf die Analyse der Erd-Vegetation fokussiert.<ref name="SPOT"/>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Proba-V – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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Erfolgte Starts:

COS-B (1975) • GEOS 1 und 2 (1977, 1978) • OTS-1 und -2 (1977, 1978) • ISEE 2 (1977) • IUE (1978) • Marecs A und B (1981, 1984) • Exosat (1983) • ECS (1983–1988) • Giotto (1985) • Olympus (1989) • Hipparcos (1989) • Hubble (1990) • Ulysses (1990) • ERS 1 und 2 (1991, 1995) • EURECA (1992) • ISO (1995) • SOHO (1995) • EGNOS (1996–2014) • Huygens (1997) • XMM-Newton (1999) • Cluster (2000) • Artemis (2001) • Proba-1 (2001) • Envisat (2002) • Integral (2002) • Mars Express (2003) • Smart-1 (2003) • Double Star (2003) • Rosetta (2004) • CryoSat (2005) • SSETI Express (2005) • Venus Express (2005) • Corot (2006) • MetOp-A, -B und -C (2006, 2012, 2018) • GOCE (2009) • Herschel (2009) • Planck (2009) • Proba-2 (2009) • SMOS (2009) • CryoSat-2 (2010) • Hylas (2010) • Alphasat I-XL (2013) • Proba-V (2013) • Swarm (2013) • Gaia (2013) • Sentinel-1A bis -1D (2014, 2016, 2024, 2025) • Sentinel-2A bis -2C (2015, 2017, 2024) • LISA Pathfinder (2015) • Sentinel-3A/3B (2016, 2018) • ExoMars Trace Gas Orbiter (2016) • Schiaparelli (2016) • Sentinel-5P (2017) • ADM-Aeolus (2018) • BepiColombo (2018) • Cheops (2019) • Solar Orbiter (2020) • Sentinel-6A (2020) • JWST (2021) • Juice (2023) • Euclid (2023) • Proba-V CC (2023) • EarthCARE (2024) • AWS (2024) • Hera (2024) • Proba-3 (2024) • Biomass (2025) • MetOp-SG A1 (2025) • Sentinel-6B (2025) • HydroGNSS (2025) • Smile (2026)

Geplante Starts:

Flex & Sentinel-3C (2026) • MetOp-SG (2026–2040) • Lunar Pathfinder (2026) • Eagle-1 (2026/27) • Plato (2027) • Sentinel CO2M (2027, 2028) • Altius (2028) • ExoMars Rosalind Franklin (2028) • Forum (2028) • Genesis (2028) • Ramses (2028) • RISE (2028) • Sentinel-2D (2028) • Sentinel-3D (2028) • Clearspace-1 (2029) • Comet Interceptor (2029) • Harmony (2029/30) • Arrakihs (2030) • Argonet (2031) • Ariel (2031) • Vigil (2031) • EnVision (2031–2033) • Sentinel-2 NG (2033–?) • Sentinel-3 NG (2033–?) • Sentinel-1 NG (2034-?) • LISA (2035) • Saga (ohne Termin)

Konstellationen
von mindestens
zehn Satelliten:

Meteosat (seit 1977) • Galileo (seit 2005) • IRIDE (seit 2025) • LEO-PNT (seit 2026)

Geplant: IRIS² (ab 2029)

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