Projektionssatz (Informatik)
Der Projektionssatz ist ein hinreichendes Kriterium für eine Sprache, rekursiv aufzählbar zu sein. Eine Sprache ist rekursiv aufzählbar, wenn sie Definitionsbereich einer berechenbaren Funktion ist.
Satz[Bearbeiten]
Der Satz versteht sich als Rekursion, darum ist er in zwei Teilen gegeben:
- Eine Menge <math>A \subset \mathbb N</math> ist eine rekursiv aufzählbare Menge, wenn sie Wertebereich einer berechenbaren Funktion ist.
- Eine Menge <math>A \subset \mathbb N^k</math> ist eine rekursiv aufzählbare Menge, genau dann wenn<math>A=\{\forall x\in \mathbb N \, \exists y\in \mathbb N: \langle x,y \rangle \in B\}</math>für ein <math>B \subset \mathbb N^{k+1}</math>, das rekursiv (entscheidbar) ist.<ref>Elementare Berechenbarkeitstheorie I: Grundkonzepte und ihre Eigenschaften. In: Universität Potsdam. Abgerufen am 26. August 2024.</ref>
Letztere Folgerung ist eine direkte Implikation aus der Definition der aufzählbaren Menge, welche besagt, dass auf einer aufzählbaren Menge ein Algorithmus <math>f(n)</math> definiert werden kann, welcher folgende Werte ausgibt:
<math>f(n)= \begin{cases} 1 & n \in B \\ 0 & \text{sonst} \\ \end{cases}. </math>
Dieser Algorithmus ist per Definition für <math>\forall n\in B</math> definiert und stellt daher eine berechenbare Funktion dar, welche als charakteristische Funktion einer Menge angesehen werden kann, die in der Folge entscheidbar bzw. rekursiv ist.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
