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Propiverin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Propiverin
Allgemeines
Freiname Propiverin
Andere Namen

(1-Methyl-4-piperidyl)-diphenylpropoxyacetat

Summenformel C23H29NO3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 4942
ChemSpider 4773
DrugBank DB12278
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

G04BD06

Wirkstoffklasse

Anticholinergika, Spasmolytika

Eigenschaften
Molare Masse 367,49 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="SDS">Datenblatt Propiverine hydrochloride bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Hydrochlorid

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Gefahr

H- und P-Sätze H: 315​‐​318​‐​335
P: 261​‐​264​‐​271​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338<ref name="SDS"/>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Propiverin ist ein Arzneistoff, der als Anticholinergikum und Spasmolytikum eingesetzt wird.

Verwendung[Bearbeiten]

Propiverin gehört zur Gruppe der neurotrop-muskulotropen Spasmolytika. Es wird deshalb in der Urologie bei (Drang-)Inkontinenz und erhöhter Miktionsfrequenz (übermäßig häufige Entleerung der Harnblase) verwendet.<ref name="DIMDI">ABDA-Datenbank (Stand: 5. August 2008) des DIMDI.</ref>

Wirkungsweise[Bearbeiten]

Propiverin besitzt eine zweifache Wirkung:<ref>Deutsches Ärzteblatt 1998; 95(20): Harninkontinenz: Propiverin ist gut verträglich. Hier online.</ref>

  • eine anticholinerge Wirkung, d. h. eine kompetitiv hemmende Wirkung auf die Acetylcholin-vermittelte Erregungsübertragung am Muscarin-Rezeptor, wie Atropin (neurotrope Wirkung) und
  • eine direkt krampflösende Wirkung auf die glatte Muskulatur, vergleichbar mit Papaverin, die durch Hemmung des Calcium-Einstroms durch die Calcium-Kanäle vom L-Typ in den Muskelzellen der glatten Muskulatur zustande kommt (muskulotrop Wirkung).

Pharmakokinetik[Bearbeiten]

Auf Grund seiner im Vergleich zu den anderen neurotrop-muskulotropen Spasmolytika langen Halbwertszeit von 14 bis 20 Stunden ist eine zweimal tägliche Einnahme ausreichend.

Nebenwirkungen[Bearbeiten]

Bei der Anwendung kann es zu Müdigkeit, Störungen der Magen-Darm-Funktionen, Mundtrockenheit, Blutdruckabfall mit Schwindelerscheinungen und bei hohen Dosierungen zur Abnahme der Schweißdrüsensekretion (Wärmestau, Hautrötung) kommen.

Handelsnamen[Bearbeiten]

Monopräparate

Mictonetten (DE, CZ, SK), Mictonorm (DE, CZ, SK, BE, GR, IT, TR), Mictonorm Uno (DE), Detrunorm (UK, SI, HR), Detrunorm XL (GB, IE, HR)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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