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Elfenglöckchen

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Elfenglöckchen
Datei:Prosartes smithii plant.jpg

Prosartes smithii

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
Unterfamilie: Calochortoideae
Gattung: Elfenglöckchen
Wissenschaftlicher Name
Prosartes
D.Don

Die Pflanzengattung Elfenglöckchen (Prosartes) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa sechs Arten sind in Nordamerika verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Disporum trachycarpum.jpg
Gestielte Blüte von Prosartes trachycarpa
Datei:Prosartes hookeri 2699.JPG
Blüten von Prosartes hookeri
Datei:Prosartes smithii flowers.jpg
Blüten von Prosartes smithii
Datei:Yellow Fairybells (4751215894).jpg
Laubblätter und gestielte Blüte von Prosartes lanuginosa

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Die Prosartes-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Als Überdauerungsorgane werden kriechende bis mehr oder weniger aufrechte<ref name="Jepson" />, meist flaumig behaarte, schlanke, knollige Rhizome gebildet, an denen sich die Faserwurzeln entwickeln.<ref name="FoNA" /> Die mehr oder weniger aufrechten<ref name="Jepson" /> Stängel sind im oberen Bereich verzweigt<ref name="FoNA" /> und kahl sowie ohne Drüsen. Am unteren Bereich des Stängels befinden sich Schuppen<ref name="Jepson" />.

Viele sitzende bis fast sitzende Laubblätter sind am Stängel wechselständig verteilt angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind breit eiförmig bis verkehrt-lanzettlich<ref name="FoNA" /> mit mehr oder weniger stumpfem, herzförmigem bis spitzem Spreitengrund und spitzem bis zugespitztem oberem Ende<ref name="Jepson" />. Es sind mindestens drei Hauptadern vorhanden und die Blattadern zweiter Ordnung sind locker netzartig angeordnet<ref name="FoNA" />.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen endständig in doldenähnlichen Blütenständen, die meist nur ein bis vier, selten bis zu sieben gestielte, hängende Blüten enthalten.<ref name="Jepson" /><ref name="FoNA" /> Es sind zwei bis fünf pergamentartige Tragblätter vorhanden.<ref name="FoNA" />

Die meist glockenförmigen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs gleichen, freien Blütenhüllblätter sind konvex und am oberen Ende schwach gewölbt und nicht haltbar.<ref name="Jepson" /><ref name="FoNA" /> Die Farbe der Blütenhüllblätter ist weiß bis mehr oder weniger grün mit grüner Basis.<ref name="Jepson" /> Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die an der Basis der Blütenhüllblätter inserierten Staubfäden sind kahl<ref name="Jepson" /> und fadenförmig bis an ihrer Basis verbreitert. Die linealisch-länglichen Staubbeutel sind frei beweglich. Die drei Fruchtblätter sind zu einem schmal ellipsoiden bis verkehrt-eiförmigen, oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält zwei bis sechs hängende (daher der Gattungsname Prosartes) oder horizontale Samenanlagen.<ref name="FoNA" /> Der schlanke<ref name="Jepson" /> bis fadenförmige<ref name="FoNA" /> Griffel endet in einer einfachen oder schwach<ref name="FoNA" /> dreilappigen Narbe<ref name="Jepson" /> und kann bei einzelnen Arten die Blütenhülle überragen<ref name="FoNA" />.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Der Fruchtstiel ist relativ dünn. Die mehr oder weniger fleischigen Beeren färben sich bei Reife strohfarben<ref name="FoNA" />, orangefarben bis rot<ref name="FoNA" /><ref name="Jepson" />. Die glatten, ellipsoiden bis länglichen<ref name="FoNA" /> Samen sind weiß bis hellgelb<ref name="Jepson" /> oder orange-braun<ref name="FoNA" />.

Chromosomenzahlen[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 6, 8, 9, 11<ref name="FoNA" />.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Prosartes-Arten sind in Nordamerika verbreitet.<ref name="FoNA" />

Die Gattung Prosartes wurde 1839 durch David Don in Proceedings of the Linnean Society of London, Volume 1, S. 48<ref name="biodiversitylibrary" /> für zwei Arten, die bisher in der Streptopus eingeordnet waren, aufgestellt.<ref name="tropicos" /> Als Lectotypusart wurde 1874 Prosartes lanuginosa (Michx.) D.Don (Basionym Streptopus lanuginosus Michx.) durch Ludwig Georg Karl Pfeiffer, Nom. 2, S. 841 festgelegt. Der Gattungsname Prosartes leitet sich von dem griechischen Wort prosarto für „anhängen“ ab, dies bezieht sich auf die hängenden Samenanlagen der Typusart<ref name="FoNA" />. Ein Synonym für Prosartes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.D.Don ist Lethea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Noronha nom. inval.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Prosartes gehört zur Unterfamilie Calochortoideae innerhalb der Familie Liliaceae; früher gehörte sie in die Familien Calochortaceae, Convallariaceae oder Uvulariaceae.<ref name="GRIN" /> Diese nordamerikanischen Arten wurden bis 1994 als Sektion Disporum sect. Prosartes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(D.Don) Jones in die ansonsten asiatische Gattung Disporum gestellt, die heute in der Familie Colchicaceae eingeordnet ist.<ref name="FoNA" />

Es gibt etwa sechs Prosartes-Arten:<ref name="WCSP" /><ref name="FoNA" />

Nutzung[Bearbeiten]

Über eine Nutzung von Prosartes-Arten ist nichts bekannt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Frederick H. Utech: Prosartes, S. 142 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 26 – Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002. ISBN 0-19-515208-5 (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Z. K. Shinwari, R. Terauchi, F. H. Utech & S. Kawano: Recognition of the New World Disporum Section Prosartes as Prosartes (Liliaceae) Based on the Sequence Data of the rbcL Gene, In: Taxon, Volume 43, Issue 3, 1994, S. 353–366. doi:10.2307/1222713 (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoNA"> Frederick H. Utech: Prosartes, S. 142 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 26 - Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002. ISBN 0-19-515208-5 </ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="tropicos">Prosartes bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Mesler2010"> M. Mesler et al.: A resurrection for Siskiyou Bells, Prosartes parvifolia (Liliaceae), a rare Siskiyou Mountains endemic, In: Madroño, Volume 57, 2, 2010, S. 129–135.</ref> <ref name="Jepson"> Michael R. Mesler & Robin Bencie: Eintrag bei Jepson eFlora.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Elfenglöckchen (Prosartes) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien