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Provinz Brandenburg

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Preußische Provinz
Brandenburg
Flagge Wappen
Fahne – Landesfarben der preußischen Provinz Brandenburg
Lage in Preußen
Daten aus dem Jahr {{{Stand}}}
Bestehen 1815–1947
Provinzhauptstadt Potsdam (bis 1827),
Berlin (1827–1843),
Potsdam (1843–1918),
Berlin (1918–1946)
Fläche 38.274 km² (ohne Berlin, 1939)<ref name="sjb3940">Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1939/40</ref>
Einwohner 3.007.933 (ohne Berlin, Mai 1939)<ref name="sjb3940" />
Bevölkerungsdichte 79 Ew./km² (ohne Berlin)
Kfz-Kennzeichen I E
Entstanden aus Mark Brandenburg
Aufgegangen in Land Brandenburg
Heute Teil von Brandenburg, Berlin, Polen
Karte

Die Provinz Brandenburg war eine Provinz Preußens in der Zeit der Monarchie (1815–1918) und des Freistaats (1918–1947). Sie wurde 1815 im Wesentlichen aus der Mark Brandenburg gebildet und war mit der 1920 herausgelösten Hauptstadt Berlin das Kernland des Staates. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Provinz ab 1939 Mark Brandenburg genannt. Im Zuge der Auflösung Preußens ging sie 1947 im Land Brandenburg auf. Die östlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Teile des Territoriums wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges seitens der sowjetischen Besatzungsmacht der Volksrepublik Polen zur Verwaltung unterstellt.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten]

Mit der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815 wurde das Königreich Preußen in zehn Provinzen eingeteilt: Preußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien, Posen, Sachsen, Westphalen, Kleve Berg und Niederrhein.<ref>Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten. 1815, S. 93 ff.</ref> Die Provinz Brandenburg.<ref>Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815. In: Gesetz-Sammlung für die königlichen Preußischen Staaten, Nr. 9 vom 8. Juli 1815, S. 85 ff.; lwl.org (PDF; 10 MB)
Weitere Informationen. In: Internet-Portal „Westfälische Geschichte“; lwl.org</ref> umfasste die Mark Brandenburg einschließlich der Neumark östlich der Oder, aber ohne die Altmark westlich der Elbe, die an die Provinz Sachsen angeschlossen worden war. Zur Provinz Brandenburg gehörte ferner die Niederlausitz, die zuvor großenteils in Personalunion mit Kursachsen verbunden gewesen und erst durch den Wiener Kongress zu Preußen gekommen war. Sitz des Oberpräsidiums (= staatliche Provinzialregierung, geleitet vom Oberpräsidenten, für die es heute keine vergleichbare Institution gibt) war wechselnd Potsdam und Berlin.

Zum 25. März 1816 wurde die Provinz Brandenburg in drei Regierungsbezirke gegliedert: Berlin, Potsdam und Frankfurt. Die Regierungsbezirke Berlin und Potsdam verständigten sich im April 1816 auf die Aufteilung in einen engeren Regierungsbezirk, der sich auf das Weichbild der Stadt Berlin, den Tiergarten und die Hasenheide beschränkte, und einen weiteren Regierungsbezirk, zu dem das übrige Berliner Umland gehörte. Diese Zweiteilung bewährte sich nicht. Deshalb wurde der Regierungsbezirk Berlin zur Verwaltungsvereinfachung und zur Kostenersparnis Ende Dezember 1821 aufgelöst.<ref>Elfi Bendikat: Öffentliche Nahverkehrspolitik in Berlin und Paris 1890–1914. Strukturbedingungen, politische Konzeptionen und Realisierungsprobleme. de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-015383-1, S. 64–65.</ref> Nach einer direkten Unterstellung unter das preußische Innenministerium<ref>Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam. Auflösung der Königlichen Regierung zu Berlin. Band 1822, Nr. 4. Potsdam, S. 13 (google.de [abgerufen am 19. September 2025]).</ref> war die Stadt Berlin ab dem 17. November 1828 eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Potsdam.<ref>Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam. Unterordnung der Stadt Berlin unter die Regierung zu Potsdam. Band 1828, Nr. 44. Potsdam, S. 237 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 19. September 2025]).</ref>

Am 1. April 1881 schied Berlin aus dem Provinzialverband Brandenburg aus und erhielt provinzähnliche Rechte, ohne jedoch völlig aus der Provinz auszuscheiden.<ref>Provinzialordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen. Gesetzsammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Nr. 12/1881, S. 234; jbc.bj.uj.edu.pl (vgl. 56).</ref><ref>Änderung der Provinzialordnung, Paragraf 2, im Jahr 1881; verfassungen.de abgerufen am 4. Februar 2022.</ref> Im Jahre 1920 wurden weitere Gebiete der Provinz Brandenburg mit fast zwei Millionen Einwohnern nach Groß-Berlin eingemeindet. Die Provinz Brandenburg gliederte sich in die beiden Regierungsbezirke Frankfurt und Potsdam. Die Regierungsbezirke waren in Stadtkreise und Landkreise aufgeteilt. Nach Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen im Jahre 1938 kamen von dort die Kreise Schwerin (Warthe), Meseritz und Bomst (teilweise) zur Provinz Brandenburg, die gleichzeitig die Kreise Friedeberg Nm. und Arnswalde an die Provinz Pommern abgab. Seit dem 21. März 1939 führte die Provinz die offizielle Bezeichnung „Mark Brandenburg“.

Nach Einstellung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges wurde das unter Kontrolle der sowjetischen Besatzungsmacht befindliche Gebiet der Provinz östlich der Oder-Neiße-Linie mit Ausnahme der militärischen Sperrgebiete der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Die Westalliierten hatten auf diese Maßnahme keinerlei Einfluss und mussten den Status quo auf der Potsdamer Konferenz akzeptieren. Das übrige Gebiet der Provinz wurde im Juni 1945 als Provinz Mark Brandenburg in der Sowjetischen Besatzungszone bestätigt.<ref>Vergleiche Geschichte Brandenburgs #Das erste Land Brandenburg (1947–1952) sowie: Beispiel für die Bezeichnung: „Schulordnung für die Provinz Mark Brandenburg“ vom 15. Februar 1947. deutsche-digitale-bibliothek.de</ref> Am 6. Februar 1947 wurde aus der Provinz das Land Brandenburg, das 1949 zu einem Gliedstaat der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde.<ref name="verfassung">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Verfassung für die Mark Brandenburg vom 6. Februar 1947. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Der Freistaat Preußen wurde am 25. Februar 1947 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 aufgelöst.

Demografie[Bearbeiten]

Datei:Provinz Brandenburg 1905 Sprachenkarte.png
Muttersprachen der Provinz Brandenburg nach der Volkszählung von 1905

Laut der Volkszählung von 1905 betrug die Gesamtbevölkerung der Provinz Brandenburg 3.531.906 Personen; 97 % von ihnen gaben Deutsch als Muttersprache an. Zu den nennenswerten sprachlichen Minderheiten gehörten die Wenden (Sorben), die 1 % der Provinzbevölkerung ausmachten und überwiegend in ländlichen Gebieten der Niederlausitz – rund um von Cottbus sowie im Spreewald – ansässig waren. Polnischsprachige, die 1,3 % der Bevölkerung stellten, konzentrierten sich vor allem auf städtische Gebiete und das Lausitzer Braunkohlerevier sowie auf landwirtschaftliche Gemeinden in der Uckermark.

Die folgenden Tabellen enthalten Daten, die das Preußische Statistische Landesamt im Rahmen der Volkszählung von 1905 erhoben hat:<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Gemeindelexikon für den Stadtkreis Berlin und die Provinz Brandenburg: auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Vorlage:Cite book/Date, [ ] (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -11-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref>

Region Deutsch Polnisch, Masurisch und Kaschubisch Wendisch Englisch Eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Total
Regierungsbezirk Potsdam 2,280,372 (97,9 %) 30,233 (1,3 %) 179 (0,0 %) 2,604 (0,1 %) 10,162 (0,4 %) 6,335 (0,3 %) 2,329,885
Regierungsbezirk Frankfurt 1,144,647 (95,2 %) 16,224 (1,3 %) 34,614 (2,9 %) 64 (0,0 %) 2,625 (0,2 %) 3,847 (0,3 %) 1,202,021
Provinz Brandenburg 3,425,019 (97,0 %) 46,457 (1,3 %) 34,793 (1,0 %) 2,668 (0,1 %) 12,787 (0,4 %) 10,182 (0,3 %) 3,531,906
Haupt- und Residenzstadt Berlin Deutsch Polnisch, Masurisch und Kaschubisch Russisch Tschechisch Eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
Berlin 1,981,923 (97,1 %) 24,281 (1,2 %) 4,434 (0,2 %) 2,440 (0,1 %) 14,713 (0,7 %) 12,357 (0,6 %) 2,040,148
Regierungsbezirk Potsdam
Kreis Deutsch Polnisch, Masurisch und Kaschubisch Wendisch Englisch Eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
Prenzlau 58,440 (95,0 %) 2,834 (4,6 %) (0,0 %) (0,0 %) 130 (0,2 %) 134 (0,2 %) 61,538
Templin 47,991 (96,8 %) 1,382 (2,8 %) (0,0 %) 3 (0,0 %) 86 (0,2 %) 92 (0,2 %) 49,554
Angermünde 63,690 (97,7 %) 1,313 (2,0 %) (0,0 %) 14 (0,0 %) 41 (0,1 %) 144 (0,2 %) 65,202
Oberbarnim 95,605 (98,8 %) 954 (1,0 %) (0,0 %) 27 (0,0 %) 116 (0,1 %) 113 (0,1 %) 96,815
Lichtenberg (Stadtkreis) 54,420 (98,2 %) 598 (1,1 %) (0,0 %) 8 (0,0 %) 134 (0,2 %) 231 (0,4 %) 55,391
Niederbarnim 330,048 (98,2 %) 3,470 (1,0 %) 28 (0,0 %) 215 (0,1 %) 1,133 (0,3 %) 1,236 (0,4 %) 336,130
Charlottenburg (Stadtkreis) 230,044 (96,0 %) 4,192 (1,7 %) 30 (0,0 %) 980 (0,4 %) 3,097 (1,3 %) 1,289 (0,5 %) 239,632
Schöneberg (Stadtkreis) 137,608 (97,6 %) 1,053 (0,7 %) 35 (0,0 %) 535 (0,4 %) 1,275 (0,9 %) 504 (0,4 %) 141,010
Rixdorf (Stadtkreis) 150,945 (98,3 %) 1,234 (0,8 %) 5 (0,0 %) 20 (0,0 %) 638 (0,4 %) 730 (0,5 %) 153,572
Deutsch Wilmersdorf (Stadtkreis) 61,374 (96,5 %) 631 (1,0 %) 27 (0,0 %) 395 (0,6 %) 914 (1,4 %) 227 (0,4 %) 63,568
Teltow 306,883 (97,8 %) 4,323 (1,4 %) 30 (0,0 %) 255 (0,1 %) 1,537 (0,5 %) 780 (0,2 %) 313,808
Beeskow-Storkow 46,046 (98,7 %) 517 (1,1 %) 2 (0,0 %) (0,0 %) 37 (0,1 %) 47 (0,1 %) 46,649
Jüterbog-Luckenwalde 72,549 (99,4 %) 243 (0,3 %) 6 (0,0 %) 5 (0,0 %) 120 (0,2 %) 44 (0,1 %) 72,967
Zauch-Belzig 84,259 (99,6 %) 262 (0,3 %) (0,0 %) 6 (0,0 %) 66 (0,1 %) 40 (0,0 %) 84,633
Potsdam (Stadtkreis) 60,850 (99,1 %) 174 (0,3 %) 1 (0,0 %) 51 (0,1 %) 206 (0,3 %) 132 (0,2 %) 61,414
Spandau (Stadtkreis) 69,004 (98,2 %) 1,000 (1,4 %) 2 (0,0 %) 15 (0,0 %) 97 (0,1 %) 184 (0,3 %) 70,302
Osthavelland 75,628 (97,8 %) 1,357 (1,8 %) 9 (0,0 %) 5 (0,0 %) 85 (0,1 %) 233 (0,3 %) 77,317
Brandenburg a./Havel (Stadtkreis) 50,463 (98,5 %) 607 (1,2 %) (0,0 %) 8 (0,0 %) 131 (0,3 %) 30 (0,1 %) 51,239
Westhavelland 63,998 (97,5 %) 1,481 (2,3 %) 1 (0,0 %) 2 (0,0 %) 73 (0,1 %) 52 (0,1 %) 65,607
Ruppin 75,772 (98,1 %) 1,315 (1,7 %) 3 (0,0 %) 11 (0,0 %) 70 (0,1 %) 31 (0,0 %) 77,202
Ostprignitz 66,572 (98,9 %) 672 (1,0 %) (0,0 %) 3 (0,0 %) 30 (0,0 %) 30 (0,0 %) 67,307
Westprignitz 78,183 (98,9 %) 621 (0,8 %) (0,0 %) 46 (0,1 %) 146 (0,2 %) 32 (0,0 %) 79,028
Gesamt (Reg. Potsdam) 2,280,372 (97,9 %) 30,233 (1,3 %) 179 (0,0 %) 2,604 (0,1 %) 10,162 (0,4 %) 6,335 (0,3 %) 2,329,885
Regierungsbezirk Frankfurt
Regierungsbezirk Potsdam Deutsch Polnisch, Masurisch und Kaschubisch Wendisch Englisch Eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
Königsberg I.Neumark 95,018 (98,5 %) 1,304 (1,4 %) 1 (0,0 %) 4 (0,0 %) 78 (0,1 %) 100 (0,1 %) 96,505
Soldin 45,730 (98,1 %) 796 (1,7 %) 1 (0,0 %) 1 (0,0 %) 47 (0,1 %) 33 (0,1 %) 46,608
Arnswalde 41,043 (97,8 %) 885 (2,1 %) (0,0 %) 3 (0,0 %) 37 (0,1 %) 19 (0,0 %) 41,987
Friedeberg I./Neumark 53,378 (98,8 %) 512 (0,9 %) 1 (0,0 %) (0,0 %) 20 (0,0 %) 103 (0,2 %) 54,014
Landsberg a./Warthe (Stadtkreis) 35,787 (96,9 %) 200 (0,5 %) (0,0 %) 9 (0,0 %) 776 (2,1 %) 162 (0,4 %) 36,934
Landsberg (Landkreis) 55,222 (99,2 %) 399 (0,7 %) (0,0 %) 1 (0,0 %) 19 (0,0 %) 49 (0,1 %) 55,690
Lebus 91,858 (97,3 %) 2,190 (2,3 %) (0,0 %) 5 (0,0 %) 318 (0,3 %) 84 (0,1 %) 94,455
Frankfurt a./Oder (Stadtkreis) 63,412 (98,6 %) 690 (1,1 %) 2 (0,0 %) 10 (0,0 %) 56 (0,1 %) 134 (0,2 %) 64,304
Weststernberg 43,390 (99,4 %) 213 (0,5 %) 1 (0,0 %) (0,0 %) 44 (0,1 %) 19 (0,0 %) 43,667
Oststernberg 44,452 (99,9 %) 41 (0,1 %) (0,0 %) (0,0 %) 2 (0,0 %) 6 (0,0 %) 44,501
Züllichau-Schwiebus 46,640 (98,3 %) 735 (1,5 %) (0,0 %) (0,0 %) 33 (0,1 %) 41 (0,1 %) 47,449
Krossen 59,042 (99,6 %) 163 (0,3 %) 1 (0,0 %) 1 (0,0 %) 13 (0,0 %) 32 (0,1 %) 59,252
Guben (Stadtkreis) 36,343 (99,2 %) 130 (0,4 %) 32 (0,1 %) 12 (0,0 %) 68 (0,2 %) 51 (0,1 %) 36,636
Guben (Landkreis) 42,895 (97,9 %) 134 (0,3 %) 424 (1,0 %) 1 (0,0 %) 355 (0,8 %) 24 (0,1 %) 43,833
Lübben 33,659 (99,5 %) 73 (0,2 %) 76 (0,2 %) 1 (0,0 %) 18 (0,1 %) 18 (0,1 %) 33,845
Luckau 69,174 (98,9 %) 703 (1,0 %) 15 (0,0 %) 2 (0,0 %) 42 (0,1 %) 15 (0,0 %) 69,951
Calau 76,365 (89,6 %) 5,463 (6,4 %) 2,316 (2,7 %) 2 (0,0 %) 240 (0,3 %) 838 (1,0 %) 85,224
Kottbus (Stadtkreis) 44,862 (97,0 %) 300 (0,6 %) 864 (1,9 %) 3 (0,0 %) 75 (0,2 %) 166 (0,4 %) 46,270
Kottbus (Landkreis) 19,051 (38,2 %) 123 (0,2 %) 29,989 (60,1 %) (0,0 %) 11 (0,0 %) 710 (1,4 %) 49,884
Forst (Stadtkreis) 33,541 (99,4 %) 24 (0,1 %) 53 (0,2 %) 4 (0,0 %) 39 (0,1 %) 91 (0,3 %) 33,752
Sorau 83,917 (98,3 %) 632 (0,7 %) 94 (0,1 %) 2 (0,0 %) 204 (0,2 %) 485 (0,6 %) 85,334
Spremberg 29,868 (93,6 %) 514 (1,6 %) 744 (2,3 %) 3 (0,0 %) 130 (0,4 %) 667 (2,1 %) 31,926
Gesamt (Reg. Frankfurt) 1,144,647 (95,2 %) 16,224 (1,3 %) 34,614 (2,9 %) 64 (0,0 %) 2,625 (0,2 %) 3,847 (0,3 %) 1,202,021

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner<ref>Christian Gottfried Daniel Stein: Handbuch der Geographie und Statistik des preußischen Staats. Vossische Buchhandlung, Berlin 1819, Die Provinz Brandenburg, S. 186 (books.google.de).</ref><ref>Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Mittheilungen des Statistischen Bureau’s in Berlin. Einwohnerzahlen. Band 2, S. 313 ff. (books.google.de).</ref><ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref name="sjb3940" />
1816 1.254.177
1846 2.066.993
1871 2.863.229
1880 3.389.155
1890 2.541.783
1900 3.108.554
1910 4.092.616
1925 2.592.292
1933 2.725.697
1939 3.007.933

Die Bevölkerungszahl der Provinz wurde sowohl 1881 durch die Ausgliederung der Stadt Berlin als auch 1920 durch die Vergrößerung von Berlin deutlich verringert.

Wappen[Bearbeiten]

Datei:Provinz Brandenburg (Wappen).jpg
Wappen der Provinz Brandenburg

Blasonierung (ohne Schildhalter):<ref>Maximilian Gritzner: Lands- und Wappenkunde der brandenburgisch-preußischen Monarchie. Berlin 1894.</ref> Im silbernen Feld ein roter, goldbewehrter, rotgezungter Adler, der mit dem Kurhut geschmückt ist. In der rechten Klaue hält er einen goldenen Zepter, in der linken ein goldbegrifftes Schwert. Die Flügel sind mit goldenen Kleestängeln besteckt. Auf der Brust liegt ein blaues Herzschild, worin ein aufrecht gestelltes goldenes Zepter (Erzkämmereramt) erscheint.

Im gekrönten Helm ein offener schwarzer, mit goldenen Kleestängeln und auf den Sachsen mit goldenen Herzen belegter Adlerflug. Die Decken sind schwarz-golden.

Verwaltungsgliederung ab 1822[Bearbeiten]

Datei:Province of Brandenburg Kingdom of Prussia, 1905, Administrative Map.png
Kreise (1905)

Regierungsbezirk Frankfurt[Bearbeiten]

Stadtkreise

Landkreise

Regierungsbezirk Potsdam[Bearbeiten]

Stadtkreise

Landkreise

Politik[Bearbeiten]

Für die – erheblich eingeschränkte – Selbstverwaltung der Provinzen bestanden bis 1875 Provinzialstände, in die vor allem Grundeigentümer und Städte ihre Vertreter entsandten. Als Ausführungsorgan der preußischen königlichen und später Staatsregierung ernannte diese einen Oberpräsidenten. Er folgte Anweisungen der Regierung und überwachte die Umsetzung der zentralen Vorgaben auf allen Verwaltungsebenen in der Provinz. Erst 1875, mit der Stärkung der provinzialen Selbstverwaltung, wurden die Provinzialstände durch den Provinziallandtag ersetzt.

Provinzen hatten seither eine Doppelnatur und doppelte Leitungsgremien, einerseits als Untergliederung des Zentralstaats, andererseits eine Gebietskörperschaft (Provinzialverband) kommunaler Selbstverwaltung höhere Ordnung.<ref>Provinzialverband. In: Der Große Brockhaus: Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden. 21 Bände. 15. Auflage. Band 15. Brockhaus, Leipzig 1933, S. 187 f.</ref> Kreistage und Stadträte wählten die Mitglieder des Provinziallandtags; dieser wählte eine Provinzialregierung, den Provinzialausschuss, und ein Provinzialoberhaupt, den Landesdirektor.<ref>In anderen Provinzen war nach 1918 die Bezeichnung Landeshauptmann üblich, aber Brandenburg behielt den alten Titel bei.
Landesdirektor. In: Der Große Brockhaus: Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden. 21 Bände. 15. Auflage. Band 11. Brockhaus, Leipzig 1932, S. 71.</ref>

Oberpräsidium[Bearbeiten]

Der Sitz befand sich:

Oberpräsidenten[Bearbeiten]

Quelle: Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen. Band 5: Brandenburg. Marburg 1975, S. 35–37.

Landesdirektoren[Bearbeiten]

Wahlen zum Provinziallandtag[Bearbeiten]

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in Prozent
 %
40
30
20
10
0
32,6
16,9
16,5
12,4
8,0
6,9
4,2
1,5
1,0
keine
Provinziallandtag 1921
         
Insgesamt 92 Sitze

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in Prozent
 %
40
30
20
10
0
31,7
25,0
9,2
7,0
5,9
5,7
4,0
2,7
1,6
7,2
KPDDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. c
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
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c 
1921: VKPD
Provinziallandtag 1925
            
Insgesamt 97 Sitze

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in Prozent
 %
40
30
20
10
0
34,8
29,4
8,8
7,6
6,3
5,6
4,3
1,2
0,9
1,1
BHfuLDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. b
BdMDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. g
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt.
b 
1925: DNVP
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g 
Zusammenschluss aus DDP und Zentrum
       
Insgesamt 96 Sitze

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in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,2
20,6
15,2
7,7
1,6
0,5
0,4
0,9
KSWRDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. c
ZDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. e
CSVDDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. f
BdMDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. g
Sonst.Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. h
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt.Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt.
e 
1929: Bund der Mitte
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f 
als Wahlbündnis „Christlich-Nationaler Block“
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g 
1929: Bund der Mitte
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Insgesamt 96 Sitze

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Brandenburg und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1873 (Google Books).
  • Königl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1890 im Königreiche Preußen sowie in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont. Berlin 1891, S. 7–14 (Google Books)
  • Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen. Band III: Stadtkreis Berlin und Provinz Brandenburg. Berlin 1888 (Google Books).
  • Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. Nach amtlichen und authentischen Quellen bearbeitet von Paul Ellerholz, E. Kirstein, Traug. Müller, W. Gerland und Georg Volger. Erste Lieferung: Provinz Brandenburg. Dritte verbesserte Auflage, bearbeitet von Georg Volger. Nicolai, Berlin 1896 (Google Books).
  • Franz Heinrich Ungewitter: Die preußische Monarchie nach den zuverlässigsten Quellen geographisch, statistisch, topographisch und historisch ausführlich und übersichtlich dargestellt. Ein Handbuch für Staats- und Communalbehörden, so wie zum Privatgebrauch. Nicolai, Berlin 1859, 702–733 (Google Books).
  • Pestalozziverein der Provinz Brandenburg (Hrsg.): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Verlag von Julius Klinkhardt, Berlin, 1900 (Reprint: Weltbild Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-86047-209-7)
  • Fabian Scheffczyk: Der Provinzialverband der preußischen Provinz Brandenburg 1933–1945. Regionale Leistungs- und Lenkungsverwaltung im Nationalsozialismus. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149761-2 (zugleich: Dissertation, Frankfurt (Oder), Europa-Universität, 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: History of Brandenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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