Zum Inhalt springen

Pruchna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Pruchna
Datei:POL Pruchna COA.svg
Pruchna (Polen)
Pruchna (Polen)
Pruchna
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Cieszyn
Gmina: Strumień
Fläche: 19,03 km²
Geographische Lage: 49° 52′ N, 18° 41′ OKoordinaten: 49° 51′ 55″ N, 18° 40′ 57″ O
 {{#coordinates:49,865277777778|18,6825|primary
dim=10000 globe= name= region=PL-24 type=city
  }}
Einwohner: 2442 (2008)
Postleitzahl: 43-424
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: SCI

Pruchna (deutsch Pruchna oder Pruchnau<ref name="mrozek"></ref>) ist eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Gemeinde Strumień im Powiat Cieszyński der Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Geographie[Bearbeiten]

Datei:POL Pruchna Panorama z południa.JPG
Blick auf Pruchna vom Süden

Pruchna liegt an der Grenze des Ostrauer Beckens (Kotlina Ostrawska, im Westen) und des Auschwitzer Beckens (Kotlina Oświęcimska, im Osten),<ref></ref> etwa 26 km westlich von Bielsko-Biała und 50 km südlich von Katowice im Powiat (Kreis) Cieszyn.

Das Dorf hat eine Fläche von 1903 ha.<ref name="studium">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig STUDIUM UWARUNKOWAŃ I KIERUNKÓW ZAGOSPODAROWANIA PRZESTRZENNEGO GMINY STRUMIEŃ.] In: www.strumien.bip.net.pl. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Nachbarorte sind Bąków im Norden, Drogomyśl und Ochaby im Osten, Dębowiec im Südosten, Rudnik im Süden, Kończyce Wielkie im Südwesten, Kończyce Małe im Osten, Zebrzydowice und Pielgrzymowice im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf liegt im Olsagebiet (auch Teschner Schlesien, polnisch Śląsk Cieszyński). Im Jahre 1290, in der Zeit des polnischen Partikularismus, entstand das neue Herzogtum Teschen. Die Entstehung bedingte eine Kolonisationsbewegung. Das Dokument Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis (Zehntregister des Bistums Breslau) von etwa 1305 zeigte ungefähr siebzehn neue Dörfer im Herzogtum auf, unter anderen "Item in Prochna".<ref></ref><ref></ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Dorf war noch in der früheren Phase der Gründung, weshalb das Territorium, von dessen die Höhe des Zehnts ausgerechnet war, unausdrücklich war. Der Name, ursprünglich Prochna oder Prochno, stammt aus der Braunfäule, auf Polnisch próchno.<ref name="mrozek"/>

Seit 1327 bestand das Herzogtum Teschen die Lehensherrschaft des Königreichs Böhmen und seit 1526 gehörte es zur Habsburgermonarchie.

Die Pfarrei Prochna im Teschener Dekanat wurde im Peterspfennigregister des Jahres 1447 erwähnt.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Nach 1540 erfolgte unter Wenzel III. Adam die Reformation und die Kirche wurde von Lutheranern übernommen. Eine Sonderkommission gab sie am 15. April 1654 an die Katholiken zurück.<ref></ref>

Zwischen den Jahren 1844 und 1863 wurde eine Station auf der Kaiser Ferdinands-Nordbahn.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften war es ab 1850 eine Gemeinde in Österreichisch-Schlesien, Bezirk Bielitz und Gerichtsbezirk Schwarzwasser. Derweil nahm die ethnographische Gruppe Wałasi (Untergruppe der Schlesier, nicht zu verwechseln mit Walachen) deutliche Gestalt an, wohnhaft auch in Pruchna, traditionell Teschener Mundarten sprechend.

Ab 1907 gehörte die Gemeinde zum Wahlbezirk Schlesien 14. In der ersten allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Reichsratswahl 1907 gewann dort Józef Londzin mit 107 Stimmen (polnisch-patriotische Bund der schlesischen Katholiken) vor seinem ehemaligen Freund Jan Sztwiertnia (69 Stimmen) und sozialistischer Alojzy Bonczek (7 Stimmen). In der Reichsratswahl 1911 gewann dort wieder Józef Londzin (114 Stimmen) vor deutschfreundlicher bzw. antipolnischer Józef Kożdoń (75 Stimmen) und sozialistischer Edmund Chobot (34).<ref></ref>

1920, nach dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie und des Polnisch-Tschechoslowakischen Grenzkriegs, kam Pruchna zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Im Jahre 1945 wurde die katholische Kirche fast gänzlich zerstört.

Von 1975 bis 1998 gehörte Pruchna zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.<ref>Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB).</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1880<ref name="stos"></ref> 1890<ref name="stos" /> 1900<ref name="stos" /> 1910<ref name="stos" /><ref>Ludwig Patryn (ed): Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in Schlesien, Troppau 1912.</ref> 1921<ref name="skor1921">, (online)</ref>
Einwohnern 1525<ref group="p" name="uwaga1880">Darunter: 1429 (96,3 %) polnischsprachige, 10 (0,7 %) tschechischsprachige, 44 (3 %) deutschsprachige;</ref> 1492<ref group="p" name="uwaga1890">Darunter: 1385 (95,6 %) polnischsprachige, 4 (0,3 %) tschechischsprachige, 59 (4,1 %) deutschsprachige;</ref> 1519<ref group="p" name="uwaga1900">Darunter: 1416 (96,4 %) polnischsprachige, 20 (1,4 %) tschechischsprachige, 33 (2,2 %) deutschsprachige; 961 (63,3 %) römisch-katholisch, 534 (35,2 %) evangelisch, 24 (1,6 %) israelitisch;</ref><ref name="spis1900"></ref> 1467<ref group="p" name="uwaga1910">Darunter: 1370 (96,1 %) polnischsprachige, 12 (0,9 %) tschechischsprachige, 43 (3 %) deutschsprachige; 941 (64,1 %) römisch-katholisch, 513 (35 %) evangelisch, 13 (0,9 %) israelitisch;</ref> 1520<ref group="p" name="uwaga1921">Darunter: 1518 (99,9 %) polnischer Nationalität, 2 (0,1 %) deutscher Nationalität; 987 (64,9 %) römisch-katholisch, 515 (33,9 %) evangelisch, 2 (0,1 %) andere Christen, 16 jüdisch (1 %);</ref>

<references group="p" />

Religion[Bearbeiten]

Die römisch-katholische Pfarrei gehört zum Bistum Bielsko-Żywiec, Dekanat Strumień. Die evangelische Filialgemeinde gehört zur Pfarrei Drogomyśl, Diözese Cieszyn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ludwik Heimb (um 1700–1765), polnischer Priester, Dichter, Übersetzer
  • Paul Kutscha (1872–1935), österreichischer Natur- und Marinemaler
  • Józef Mamica (1878–1940), polnischer Pastor und Opfer des Nationalsozialismus
  • Emilia Michalska (1906–1997), polnische Schriftstellerin
  • Józef Kornblum (1917–2009), polnisch-israelischer Schriftsteller

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Pruchna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Bąków (Bonkau) | Drogomyśl (Drahomischl) | Pruchna | Strumień (Schwarzwasser) – Stadt | Zabłocie (Zablatsch) | Zbytków (Zbitkau)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein