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Psephoderma

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Psephoderma
Datei:Psephoderma.jpg

Psephoderma alpinum im American Museum of Natural History

Zeitliches Auftreten
Obertrias (Norium – Rhaetium)
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
  • Deutschland<ref name="Rieppel, 2002">O. Rieppel: The Dermal Armor of the Cyamodontoid Placodonts (Reptilia, Sauropterygia): Morphology and Systematic Value. In: Geology, New Series 46, 2002, S. 1–41. doi:10.5962/bhl.title.3275</ref>
  • Italien<ref name="Pinna & Nosotti, 1989">G. Pinna & S. Nosotti: Anatomia, morfologia funzionale e paleoecologia del rettile placodonte Psephoderma alpinum MEYER, 1858 In: Memorie Società Italiana di Scienze Naturali, Museo di Storia Naturale Milano 25, 1989, S. 17–49.</ref>
  • England ?<ref name="Naish, 2004">D. Naish: Fossils explained 48. Placodonts. In: Geology Today 20(4), 2004, S. 153–158. Online abrufbar (abgerufen am 23. Oktober 2015)</ref>
  • Schweiz<ref name="Neenan & Scheyer, 2011">J.M. Neenan & T.M. Scheyer: New specimen of Psephoderma alpinum (Sauropterygia, Placodontia) from the Late Triassic of Schesaplana Mountain, Graubünden, Switzerland In: Swiss Journal of Geosciences 107, 2014, S. 349–357. doi:10.1007/s00015-014-0173-9</ref>
  • Österreich<ref name="Zapfe, 1976">Helmuth Zapfe: Ein großer Ichthyosaurier aus den Kössener Schichten der Nordalpen. In: Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien. Band 80, 1976, S. 239–250 (Vorlage:ZOBODAT).</ref>
Systematik
Amnioten (Amniota)
Sauropsida
Diapsida
Sauropterygia
Placodontia
Psephoderma
Wissenschaftlicher Name
Psephoderma
Meyer, 1858
Arten
  • P. alpinum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meyer, 1858<ref name="Meyer, 1858">H. von Meyer: Psephoderma Alpinum aus dem Dachstein-Kalke der Alpen. In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde, 1858, S. 646–650.</ref>

Psephoderma (altgriechisch für „Kieselstein-Haut“ von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) sowie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine ausgestorbene Gattung der Placodonten. Psephoderma erreichte eine Gesamtlänge von bis zu 1,25 Metern. Als Vertreter der Placochelyidae besitzt sie, wie auch andere Gattungen dieser Familie einen Körperpanzer, welcher denen von Schildkröten auf den ersten Blick ähnelt.<ref name="Pinna & Nosotti, 1989" /> Die meisten Exemplare stammen aus der Obertrias des Zorziner Kalksteins bei Bergamo aus den italienischen Alpen (Bergamasker Alpen).<ref name="Pinna & Nosotti, 1989" />

Merkmale[Bearbeiten]

Der Körper von Psephoderma ist dorso-ventral abgeflacht. Der Rückenpanzer besteht aus robusten hexagonalen Osteodermen. Im vorderen Schwanzbereich bedeckt eine weitere Platte die hintere Beckenregion, dazwischen befinden sich die Hinterextremitäten. Der Bauch ist nicht von einem einheitlichen Panzer geschützt, allerdings bieten stark ausgeprägte Bauchrippen hier Schutz. Der Schädel ist ebenso niedrig und vorne extrem zugespitzt. Die Extremitäten sind im Vergleich zum Körper klein und der Schwanz sehr lang. Die hinteren Extremitäten sind kräftiger ausgeprägt.<ref name="Pinna & Nosotti, 1989" /><ref name="Renesto, Insubria">http://dipbsf.uninsubria.it/paleo/psephoderma1.htm (abgerufen am 29. Oktober 2015)</ref>

Lebensweise[Bearbeiten]

Dank zahlreicher Funde ist Psephoderma einer der bestbekannten Placodonten. Die Morphologie des Skelettes weist auf eine bevorzugte Lebensweise im flachen Meer hin. Die wenig verknöcherten Extremitäten bestätigen dies. Mit Sicherheit war Psephoderma ein langsamer Schwimmer, welcher möglicherweise an Land nur zur Eiablage kam. Hinweise, dass Psephoderma noch gering an kurzfristige Landausflüge angepasst war, sind die Anordnung des Beckens und des Schultergürtels. Außerdem finden sich an den Fingern der Hand und der Füße Nägel. Beim Schwimmen waren die Hinterextremitäten für den Antrieb verantwortlich. Insgesamt kann eine stark auf flache Meeresböden bezogene Lebensweise angenommen werden. So suchte Psephoderma dort mit der spitzen Schnauze nach Nahrung im Schlamm und war von Angriffen von oben durch seinen Panzer gut geschützt.<ref name="Pinna & Nosotti, 1989" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Superfamilie der Cyamodontoidea unterteilt sich in die Cyamodontida und die Placochelyida. Psephoderma gehört laut Neenan et al. (2015)<ref name="Neenan et al., 2015">J.M. Neenan, C. Li, O. Rieppel & T.M. Scheyer: The cranial anatomy of Chinese placodonts and the phylogeny of Placodontia (Diapsida: Sauropterygia) In: Zoological Journal of the Linnean Society 175(2), 2015, S. 415–428. doi:10.1111/zoj.12277</ref> zu den Placochelyida. Der folgende Phylogenetische Baum entstammt der gleichen wissenschaftlichen Arbeit, welche Schädelmerkmale zur Hilfe nimmt.

 Placochelyida  

 Protenodontosaurus


   

 Macroplacus


   

 Psephochelys


  Placochelyidae  

 Psephoderma


   

 Glyphoderma


   

 Placochelys


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Geographie und Stratigraphie[Bearbeiten]

Die meisten Funde stammen aus der norditalienischen Gegend von Bergamo, Brescia und Udine (Zorziner Kalk, bzw. Dolomia di Forni). Psephoderma wurde hier aus dem Norium und dem Rhaetium bekannt.<ref name="Pinna & Nosotti, 1989" /> Des Weiteren wurde ein Fund aus der Älplihorn-Einheit (Kössener Schichten) des späten Noriums bis frühen Rhaetiums bei Schesaplana (Schweiz/Österreichische Grenze) gemeldet.<ref name="Neenan & Scheyer, 2011" /> In Deutschland wurde Psephoderma zuerst beschrieben. Meyer (1858)<ref name="Meyer, 1858" /> meldet diese Gattung aus der Kössener Schichten des Rhaetiums bei der Winklmoos-Alm in den Bayerischen Alpen.<ref name="Rieppel, 2002" /> Aus England stammen möglicherweise nicht diagnostische Reste von Psephoderma.<ref name="Meyer, 1864">H. v. Meyer: Mittheilung an Professor H.B. Geinitz. In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1864, S. 698–701.</ref> In Österreich wurde Psephoderma in Rodaun bei Wien gefunden. Auch hier stammen die Reste aus dem Grenzbereich Rhaetium/Norium<ref name="Zapfe, 1976" />

Datei:Psephoderma alpinum 1.JPG
Psephoderma alpinum Panzer
Datei:Psephoderma BW.jpg
Rekonstruktion von Psephoderma

Auswahl an Museen mit Exemplaren[Bearbeiten]

Italien[Bearbeiten]

Quellen und Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert L. Carroll: Paläontologie und Evolution der Wirbeltiere. Thieme, Stuttgart u. a. 1993, ISBN 3-13-774401-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Psephoderma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />