Pseudosedum
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| Datei:Pseudosedum lievenii 167568941.jpg
Pseudosedum lievenii | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pseudosedum | ||||||||||||
| (Boiss.) A.Berger |
Pseudosedum ist eine Pflanzengattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung Pseudosedum leitet sich vom griechischen Wort pseudo für ‚falsch‘ sowie dem Gattungsnamen Sedum ab und bedeutet „Falsches Sedum“. Die Gattung enthält etwa zehn bis 13 Arten. Eine Nutzung durch den Menschen ist nicht bekannt.
Beschreibung[Bearbeiten]
Pseudosedum-Arten sind meist ausdauernde krautige Pflanzen. Die Wurzeln sind dünn, schnurartig bis knollig. Einige ungestielte, braune, schuppenförmige Blätter stehen grundständig zusammen. Es werden in der Vegetationszeit unverzweigte, aufrechte bis aufsteigende Stängel gebildet mit vielen wechselständig angeordneten, ungestielten, fleischigen, einfachen, ganzrandigen Laubblättern, die länglich bis linealisch mit rundlichen Querschnitt sind. Nebenblätter fehlen.
Die endständigen, meist verzweigten, oft aus schirmrispigen Teilblütenständen zusammengesetzten Gesamtblütenstände enthalten viele Blüten und Hochblätter. Die gestielten Blüten sind zwittrig und fünf- bis sechszählig. Die fünf bis sechs Kelchblätter sind fleischig und nur an ihrer Basis sehr kurz verwachsen. Die fünf häutigen, rosafarbenen über purpurroten bis violetten oder rötlichen und sich beim Trocknen gold-gelb oder weiß verfärbenden Kronblätter sind bis fast zu der Hälfte ihrer Länge trichter- bis glockenförmig verwachsen. Es sind zwei Kreise mit je fünf oder sechs Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind mit der Kronröhre verwachsen. Die Nektarschuppen sind viereckig. Die fünf bis sechs aufrechten Fruchtblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und enthalten jeweils viele Samenanlagen. Die Griffel sind schmal.
Die länglichen Balgfrüchte enthalten viele Samen. Die kleinen Samen sind meist länglich und braun.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Pseudosedum ist nur im zentralen Asien verbreitet: China (zwei Arten), Mongolei, Pakistan (zwei Arten), Tadschikistan (fünf Arten), Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Russland, Afghanistan und Iran.
1930 stellte Alwin Berger die Gattung Pseudosedum in Adolf Engler & Carl Prantl: Die natürlichen Pflanzenfamilien, Zweite Auflage, 18(a), S. 465 auf. Die Arten dieser Gattungen wurden zuvor als Sektion Umbilicus sect. Pseudosedum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss. in die Gattung Umbilicus von Pierre Edmond Boissier in Flora Orientalis, 2, 775, 1872 eingeordnet.
Die Gattung Pseudosedum gehört zur Subtribus Telephiinae aus der Tribus Sedeae in der Unterfamilie Sedoideae innerhalb der Familie der Crassulaceae.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> Die Gattung umfasst folgende Arten:<ref>Henk ’t Hart: Pseudosedum. In: Urs Eggli (Hg.): Sukkulenten-Lexikon. Band 4: Crassulaceae (Dickblattgewächse). Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-8001-3998-9, S. 215–218.</ref>
- Pseudosedum acutisepalum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jansson: Die Heimat ist Afghanistan.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum affine Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schrenk) A. Berger: Sie kommt in Zentralasien, in Russland und in Xinjiang vor. Sie wird von manchen Autoren auch als zur Gattung Sedum gehörig angesehen: Sedum affine Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schrenk) Raymond-Hamet.<ref name="FoC"/>
- Pseudosedum bucharicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss.: Sie kommt in Usbekistan und in Tadschikistan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum campanuliflorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss.: Sie kommt in Usbekistan und in Tadschikistan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum condensatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss.: Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Pakistan, Afghanistan und Iran bis Russland.
- Pseudosedum fedtschenkoanum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss.: Sie kommt in Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum ferganense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss.: Sie kommt in Tadschikistan und in Kirgisistan vor.<ref name="POWO" /> Mit den Unterarten:
- Pseudosedum ferganense subsp. ferganense
- Pseudosedum ferganense subsp. parvum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kamelin & V.V.Byalt: Sie kommt in Kirgisistan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum kamelinii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Palanov: Sie kommt in Tadschikistan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum karatavicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Palanov: Sie kommt in Kasachstan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum koelzii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jansson: Sie kommt im westlichen Iran vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum lievenii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ledeb.) A.Berger: Sie ist im nördlichen Xinjiang, Kasachstan, Mongolei und Russland beheimatet.<ref name="FoC"/> Die Vorkommen in Kasachstan sind auf den asiatischen Teil beschränkt; sie liegen östlich des Flusses Ural und gehören daher nicht mehr zu Europa, sondern zu Asien<ref>Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 (Resedaceae to Platanaceae), Helsinki 1999, ISBN 951-9108-12-2, S. 126.</ref>.
- Pseudosedum longidentatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss. (Syn.: Pseudosedum kuramense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boriss.): Sie kommt von Afghanistan bis Kasachstan vor.<ref name="POWO" />
- Pseudosedum multicaule Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Boiss. & Buhse) Boriss.: Sie kommt vom Iran bis Turkmenistan vor.<ref name="POWO" />
Quellen[Bearbeiten]
- Kunjun Fu, Hideaki Ohba, Michael G. Gilbert: Pseudosedum. In: Flora of China 8, 2001, S. 213–214 (online). (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
- Ghulam Rasool Sarwar: Pseudosedum. In: Flora of Pakistan. (Abschnitt Beschreibung)
- S. Mayuzumi, H. Ohba: The phylogenetic position of East Asian Sedoideae (Crassulaceae) inferred from chloroplast and nuclear DNA sequences. In: Systematic Botany 29, 2004, S. 587–598. (Abschnitt Systematik)
- Henk ’t Hart: Pseudosedum. In: Urs Eggli (Hg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants: Crassulaceae. Springer, Berlin u. a. 2003, ISBN 978-3-540-41965-5, S. 207 ff.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="FoC">Kunjun Fu, Hideaki Ohba & Michael G. Gilbert: Pseudosedum. In: Flora of China.</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Pseudosedum bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>