Hallers Kuhschelle
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| Datei:Pulsatilla halleri1LEST.jpg
Hallers Kuhschelle (Pulsatilla halleri) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pulsatilla halleri | ||||||||||||
| Willd. |
Hallers Kuhschelle oder Hallers Küchenschelle (Pulsatilla halleri) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kuhschellen (Pulsatilla) in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie kommt von den Seealpen bis ins Wallis sowie in der Steiermark und auf der Balkanhalbinsel, in den Karpaten und auf der Krim vor.
Beschreibung[Bearbeiten]
Hallers Kuhschelle ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimeter erreicht. Der aufrechte Stängel ist weißzottig behaart. Die Grundblätter sind nicht überwinternd, sondern entwickeln sich erst mit Beginn der Blüte. Die 5 bis 7 Zentimetern lange, gefiederte Blattspreite besteht aus fiederteiligen, spitzzipfligen Teilblättern. Oberseits sind diese von 2 bis 4 Millimetern langen Seidenhaaren bedeckt.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Hochblätter sind an ihrer Basis verwachsen und in linealische, seidenhaarig-zottige Zipfel zerschlitzt. Die endständig, einzeln und aufrecht stehenden Blüten sind anfangs glockig und später ausgebreitet. Die meist sechs hell- bis blauvioletten, außen behaarten Blütenhüllblätter sind mit einer Länge von 20 bis 30 Millimeter eiförmig und zugespitzt. Die Früchtchen besitzen bis zu 40 Millimeter lange, behaarte Griffel in einem haarschopfigen Fruchtstand.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref>Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8 (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Seite 98–99, Helsinki 1989. ISBN 951-9108-07-6</ref>
Vorkommen[Bearbeiten]
Hallers Kuhschelle kommt in den Seealpen bis Wallis sowie in der Steiermark vor. Vorwiegend in den subalpinen bis alpinen Höhenstufen gedeiht Hallers Kuhschelle in Höhenlagen bis zu 3000 Metern auf kalkhaltigen, trockenen Böden, auf Geröll und in Felsspalten. Hallers Kuhschelle ist nicht häufig.
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstbeschreibung von Pulsatilla halleri erfolgte 1773 durch Carlo Allioni als Anemone halleri in Auctuarium ad Synopsim Methodicam Stirpium Horti Regii Taurinensis ... Seite 40. Die Art wurde 1809 durch Carl Ludwig von Willdenow in Enumeratio Plantarum Horti Regii Botanici Berolinensis: continens descriptiones omnium vegetabilium in horto dicto cultorum, Band 1, Seite 580 als Pulsatilla halleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Willd. in die Gattung Pulsatilla gestellt.
Es wurden fünf Unterarten beschrieben, sie werden aber nicht von allen Autoren als gültig anerkannt; hier eine Liste aus dem vorigen Jahrhundert (bevor molekulargenetischen Daten erhoben werden konnten):
- Pulsatilla halleri subsp. grandis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wenderoth) Meikle. Sie wird von vielen Autoren zu Pulsatilla grandis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wenderoth gestellt.<ref name="AFE"/>
- Pulsatilla halleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. subsp. halleri, kommt in den Alpen von Frankreich, Italien und der Schweiz vor.<ref name="AFE"/>
- Pulsatilla halleri subsp. rhodopaea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Stoj. & Stef.) K.Krause, kommt in Albanien, Bulgarien und im früheren Jugoslawien vor. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="AFE"/>
- Pulsatilla halleri subsp. slavica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G. Reuss) Zämelis, kommt in den westlichen Karpaten vor. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="AFE"/>
- Pulsatilla halleri subsp. styriaca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G.A.Pritzel) Zämelis, kommt in der Steiermark vor. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="AFE"/>
- Pulsatilla halleri subsp. taurica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Juz.) K.Krause, kommt auf der Krim vor. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="AFE"/>
Die Unterarten besitzen aber unterschiedliche Verbreitungsgebiete und so ist das Gesamtverbreitungsgebiet davon abhängig, welche der Unterarten als eigene Arten gewertet werden oder nicht.<ref name="AFE"/>
Nach Ansicht verschiedener Autoren gehören alle Pulsatilla-Arten zur Gattung Anemone, deshalb gibt es auch die entsprechenden Synonyme für Pulsatilla halleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Willd.: Anemone halleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.All., Anemone glacialis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Clairv., Anemone hackelii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steud., Anemone hybrida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq. ex Pritz., Anemone janczewskii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Giraudias, Anemone patens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hoppe und Anemone pinnatifida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dulac<ref name="ThePlantList" />.
Quellen[Bearbeiten]
- X. Finkenzeller, J. Grau: Alpenblumen. Dritte Auflage, Mosaik Verlag, München 1985, ISBN 3-570-01349-9.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="ThePlantList">Eintrag bei The Plant List. </ref> <ref name="AFE">Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Band 8, Seite 98–99, Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6. </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Pulsatilla halleri (All.) Willd. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)