Zum Inhalt springen

Punta di Zambrone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Zambrone1a.jpg
Punta di Zambrone

Die Punta di Zambrone, auch Capo Cozzo, ist ein Kap an der Küste Kalabriens in Süditalien. Es befindet sich an der Südwestküste des italienischen Festlands am Tyrrhenischen Meer in der Gemeinde Zambrone der Provinz Vibo Valentia.

Bekannt ist das Kap durch die dort von 2011 bis 2013 erfolgte archäologische Ausgrabung einer bronzezeitlichen Siedlung aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. Die Grabung wurde in einer Kooperation zwischen den Universitäten Neapel (Federico II) und Salzburg sowie dem Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Reinhard Jung und Marco Pacciarelli durchgeführt. Hier fand man im archäologischen Kontext der Zeit um 1200 v. Chr. in Griechenland hergestellte mykenische Keramik, mykenischen Schmuck sowie eine neopalatiale minoische Elfenbeinstatuette aus dem 17. bis 15. Jahrhundert v. Chr. Italomykenische Keramik, das heißt in Italien hergestelltes Geschirr mykenischen Stils, fand sich hingegen kaum.<ref>Reinhard Jung: Die Beziehungen zwischen dem spätmykenischen Griechenland und Italien. In: Antike Welt. Nr. 4/2015. von Zabern, 2015, ISSN 0003-570X, S. 25/26.</ref>

In der Bronzezeit war der landseitige Zugang der Punta di Zambrone durch einen etwa achtzig Meter langen und vier bis fünf Meter breiten Befestigungsgraben geschützt. Dieser weist auf eine bedeutende Rolle als Seehafen,<ref name="Archäologische Befunde">Punta di Zambrone. Die archäologischen Befunde. Institut für Orientalische und Europäische Archäologie, Università degli Studi di Napoli Federico II, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; abgerufen am 1. September 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.puntazambrone.com</ref> möglicherweise einen Handelsstützpunkt der Mykener. Im Süden des Kaps befand sich eine heute verlandete Bucht, die als Hafen gedient haben könnte.<ref name="ÖAW">Reinhard Jung, Marco Pacciarelli: Punta di Zambrone: Der Fundort. ÖAW – Institut für Orientalische und Europäische Archäologie, Università degli Studi di Napoli Federico II, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. April 2016; abgerufen am 24. Juli 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.puntazambrone.com</ref> Die bronzezeitlichen Siedlung wird in die Zeit zwischen dem 17. und 12. Jahrhundert v. Chr. datiert,<ref name="Archäologische Befunde" /> doch schon ab dem 21. Jahrhundert v. Chr. sind Siedlungsspuren nachweisbar.<ref name="ÖAW" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Jung, Marco Pacciarelli, Gerhard Forstenpointner, Gabriele Slepecki, Gerald E. Weissengruber, Alfred Galik: Funde aus dem Müllhaufen der Geschichte im Befestigungsgraben von Punta di Zambrone – Angeln am spätbronzezeitlichen Mittelmeer. In: Martin Bartelheim, Barbara Horejs, Raiko Krauß (Hrsg.): Von Baden bis Troja: Ressourcennutzung, Metallurgie und Wissenstransfer. Eine Jubiläumsschrift für Ernst Pernicka. VML, Rahden/Westf. 2016, ISBN 978-3-86757-010-7, S. 175–206 (academia.edu).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 38° 42′ 53″ N, 15° 58′ 20″ O

 {{#coordinates:38,714722222222|15,972222222222|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=IT-VV
   |type=landmark
  }}