Putrefaktion
Die Putrefaktion (synonym Putreszenz, Putrefizierung, Putrescentia) bezeichnet in der Pathologie ein Todeszeichen einer Leiche nach Eintritt des Todes.
Eigenschaften[Bearbeiten]
Die Putrefizierung ist der Beginn der Verwesung und kennzeichnet sich durch Verfärbungen, Geruchsänderung und Verflüssigung.<ref name="Sorg">Marcella H. Sorg: Forensic Taphonomy. CRC Press, 1996, ISBN 978-1-439-82192-3, S. 521.</ref> Sie erfolgt durch Autolyse sowie durch Zersetzung aufgrund von Bakterien und Hefen. Unter Sauerstoffmangel erfolgt der Abbau über Fäulnis, dabei ist die Putrefizierung verlangsamt, und aus Fettgewebe kann Adipocire entstehen (in sog. Wachsleichen).<ref name="Sorg" /> Bei höheren Temperaturen erfolgt die Putrefizierung beschleunigt.<ref name="Sorg" /> Höhere Salzkonzentrationen verlangsamen die Putrefizierung.<ref name="Guharaj">P.V. Guharaj: Forensic Medicine. Orient Blackswan, 2003, ISBN 978-8-125-02488-0, S. 69.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Regeln zur Durchführung der ärztlichen Leichenschau Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, 10/2017
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />