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Pyren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Pyren
Allgemeines
Name Pyren
Andere Namen
  • Benzo[def]phenanthren
  • Tetracyclo[6.6.2.05,15.012,16]hexadeca-
    1,3,5,7,9,11,13,15-octaen
Summenformel C16H10
Kurzbeschreibung

In reinem Zustand farblose Kristalle<ref name=roempp>Eintrag zu Pyren. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
EG-Nummer 204-927-3
ECHA-InfoCard 100.004.481
PubChem 31423
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 202,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,21 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS"/>

Schmelzpunkt

156 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

394 °C<ref name=roempp /><ref name="Ullmann" /><ref name="Tsypkina">Tsypkina, O.Y.: Study of Vacuum Pressure Influence on Efficiency of Separation of Some Polynuclear Compounds of Coal Tar Rectifications in Zh. Prikl. Khim. (Moscow) 28 (1955) 185–192.</ref>

Dampfdruck

0,2–4,9 mPa<ref name="LAWA Expertenkreis Stoffe">LAWA Expertenkreis Stoffe: Stoffdatenblatt: Pyren, Stand 17. März 2010, abgerufen am 12. September 2016.</ref>

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser (0,134 mg·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS"/>
  • löslich in Diethylether, DMF und aromatischen Lösungsmitteln<ref name=roempp/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273​‐​391​‐​501<ref name="GESTIS" />
Zulassungs­verfahren unter REACH

Vorlage:REACH

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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Pyren ist ein weißlich gelber Feststoff, der als Pulver oder als Plättchen anfällt. Es gehört zu den polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der französische Chemiker Auguste Laurent (1807–1853) erhielt es im Jahr 1837 aus Steinkohlenteer noch in unreiner Form.<ref name="Laurent">Laurent, A.: Recherches diverses de Chimie organique. In: Ann. de chimie et physique Bd. 66, 1837, S. 136. Digitalisat</ref> In reiner Form konnte es der deutsche Chemiker Carl Graebe 1870 aus Steinkohlenteer destillieren.<ref name="Graebe">Graebe, C.; Liebermann, C.: Ueber die hochsiedenden Destillationsproducte des Steinkohlenteers. II Ueber Pyren in Chem. Ber. Bd. 3, 1870. S. 742–746, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref> Die wahre Konstitution konnte 1887 durch Eugen Bamberger und Max Philip ermittelt werden.<ref name="Bamberger">Bamberger, E.; Philip, M.: Untersuchungen über hochmoleculare Kohlenwasserstoffe; Ueber das Pyren. In: Ann. Chem. Pharm. Bd. 240, 1887. S. 147. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref> Die erste Synthese gelang Richard Weitzenböck 1913.<ref name="Weitzenböck">Weitzenböck, R.: Eine Synthese des Pyrens in Monatshefte Chem. 34 (1913) 193–223, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref><ref name="Soukup_org">Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten organischer Substanzen, Version 2020, S. 144 pdf.</ref>

Vorkommen[Bearbeiten]

Pyren kommt praktisch in allen Produkten einer unvollständigen Verbrennung, in fossilen Brennstoffen und mit einem Gehalt von etwa 2 % im Steinkohlenteer vor.<ref name=roempp /><ref name="Ullmann">R. Schmidt, K. Griesbaum, A. Behr, D. Biedenkapp, H.-W. Voges, D. Garbe, C. Paetz, G. Collin, D. Mayer, H. Höke: Hydrocarbons, in: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim 2015; Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Pyren kann durch eine fraktionierte Destillation aus Steinkohlenteer gewonnen werden.<ref name=roempp /><ref name="Ullmann" /> Eine Synthese gelingt beim Durchleiten eines Gemisches aus Ethin und Wasserstoff durch Porzellanröhrchen bei 650 °C.<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1145.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das Absorptionsspektrum ist, wie für viele PAK typisch, dreifach Kamm-ähnlich strukturiert (vergleiche Perylen, Diindenoperylen). Die langwelligste Hauptabsorptionsbande liegt bei 335 nm. Die Hauptfluoreszenzbande besitzt es bei ca. 388 nm.

Pyren bildet in konzentrierter Lösung (Hexan, Cyclohexan, Decalin oder ähnlichen Kohlenwasserstoffen) mit sich selbst bei Anregung mit UV-Licht sogenannte Excimere (excited dimers). Diese Excimere haben in Lösungen, anders als verdünnte Lösungen von Pyren, eine Fluoreszenzbande bei ca. 466 nm. Die Excimerenbildung hängt maßgeblich von der Viskosität des verwendeten Lösungsmittels ab, welches wiederum von der Temperatur abhängt. In Anwesenheit von Quenchern (Fluoreszenzlöscher), wie beispielsweise Sauerstoff, sinkt die Fluoreszenzquantenausbeute des Excimers deutlich. Dies hängt damit zusammen, dass ein Excimer aus einem angeregten und einem nicht angeregten Pyren entsteht und das angeregte Pyren durch die Anwesenheit von Sauerstoff als Quencher wieder in den Grundzustand wechselt. Pyren geht, anders als beispielsweise Anthracen, bei UV-Anregung keine [4+4]-Cycloaddition mit sich selbst ein, sodass die Excimere nur die Möglichkeit haben, entweder wieder zu dissoziieren oder strahlend bzw. nicht strahlend in den Grundzustand zu wechseln.

Verwendung[Bearbeiten]

Es wird als Sondenmolekül in der Fluoreszenzspektroskopie verwendet.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Es ist als reizend eingestuft, es bewirkt eine Rötung von Haut und Augen, ein MAK-Wert ist dennoch nicht festgelegt.

Pyren wurde am 15. Januar 2019 in der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen.<ref name="SVHC_100.004.481" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Pyren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung