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Pyrethrum

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Allgemeines
Name Pyrethrum
Summenformel Stoffgemisch
Kurzbeschreibung

gelbliche ölige Flüssigkeit<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
EG-Nummer 232-319-8
ECHA-InfoCard 100.029.379
DrugBank DB11087
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse Stoffgemisch
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS" />

Dichte

0,84–0,86 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

170 °C (0,13 hPa)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​332​‐​410
P: ?
MAK

Schweiz: 5 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)<ref>Vorlage:SUVA-MAK</ref>

Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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Pyrethrum ist ein Insektizid, das aus den Blüten von verschiedenen Tanacetum-Arten gewonnen wird. Die Hauptwirkstoffe sind Pyrethrine, außerdem Cinerine und Jasmoline.

Herstellung[Bearbeiten]

Datei:Tanacetum cinerariifolium MHNT.BOT. 2012.10.14.JPG
Tanacetum cinerariifolium

Pyrethrum wird aus den getrockneten Blüten von Tanacetum-Arten durch Zerkleinern oder Extraktion mit Lösungsmitteln gewonnen. Die pulverisierten Blüten kamen früher in verschiedenen Handelsformen auf den Markt. Der Unterschied besteht lediglich in der als Ausgangsmaterial verwendeten Tanacetum-Art. Das „montenegrinische bzw. dalmatinische Insektenpulver“ wird aus der Dalmatinischen Insektenblume (Tanacetum cinerariifolium, Syn.: Chrysanthemum cinerariifolium, Pyrethrum cinerariifolium), hingegen das „armenische, persische bzw. kaukasische Insektenpulver“ aus der Kaukasischen Insektenblume (Tanacetum coccineum, Syn.: Chrysanthemum coccineum, Pyrethrum roseum, Pyrethrum carneum) gewonnen.

Anbau[Bearbeiten]

Um die Blütenbildung anzuregen, benötigen die Pflanzen kalte Nächte mit Temperaturen von weniger als 10 °C. Der kommerzielle Anbau erfolgt daher zum Teil in Regionen mit gemäßigtem Klima, z. B. in Europa, Japan, oder Tasmanien. In den Tropen sind Hochlagen über 2000 m ebenfalls für den Anbau dieser Pflanzen geeignet. Dort werden sie vor allem in Afrika (u. a. Tansania, Kenia, Ruanda), Südamerika (u. a. Ecuador, Kolumbien) und Neuguinea angebaut.

Die Pflanzen sind mehrjährig. In Kenia wird eine Pyrethrum-Pflanzung typischerweise drei bis vier Jahre genutzt. Pro Hektar und Jahr wird dort etwa eine Tonne (getrocknete) Blüten geerntet.<ref name="Glynne">A. Glynne-Jones: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (PDF; 274 kB), Pesticide Outlook - October 2001, S. 195–198 (englisch).</ref>

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Datei:Stamp-kenya1963-pyrethrum-industry.jpeg
Briefmarke aus Kenia aus dem Jahre 1963

Die Weltjahresproduktion an getrockneten Pyrethrum-Blüten liegt in der Größenordnung um 20.000 t. Daraus lassen sich etwa 500 t eines 50%igen Pyrethrin-Extrakts herstellen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. ResearchGate; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Der Umsatz wurde auf 39 Millionen US$ geschätzt.<ref name="indexbox">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. www.indexbox.co.uk; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Während 1983 Kenia und Tansania über 90 % der Welternte lieferten, stammt heute etwa ein Drittel des weltweiten Bedarfs an Pyrethrum aus Tasmanien. Der wichtigste Abnehmer sind die USA.<ref name="indexbox" />

Die Herstellungskosten von natürlichem Pyrethrum sind hoch und der Bedarf an Insektiziden kann damit allein nicht gedeckt werden. Dies führte dazu, dass ausgehend von Pyrethrum selektive, hochwirksame Verbindungen, sogenannte Pyrethroide, entwickelt wurden, die erst für die breite Verwendung im Veterinär- und Pflanzenschutz geeignet waren.<ref name="Glynne" />

Wirkung[Bearbeiten]

Pyrethrum wirkt als Kontaktgift, das für Insekten neurotoxisch ist. Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass das Wiederverschließen der spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Axon-Membranen verhindert wird, wodurch die Nervenzellen ihr Ruhemembranpotential nicht wieder aufbauen können.

Pyrethrum ist für alle Insektenarten, auch für Nützlinge, giftig. Es ist zudem sehr giftig für Fische. Die LD50 für Pyrethrine beträgt bei männlichen Ratten oral 2,14 g/kg, bei weiblichen Ratten 0,7 g/kg und bei dermaler Aufnahme, also durch die Haut, mehr als 2 g/kg.<ref>EPA: Reregistration Eligibility Decision for Pyrethrins. List B Case No. 2580 (PDF; 1,5 MB)</ref>

Pyrethrum zersetzt sich unter Einwirkung von Tageslicht rasch und verliert so seine Wirksamkeit.

Verwendung[Bearbeiten]

Die Wirkung des Extrakts war schon den Römern bekannt. Sie nannten Pyrethrum „persisches Insektenpulver“ und setzten es gegen Läuse und Flöhe ein.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Pyrethrum selbst nicht als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln zugelassen, allerdings sind in all diesen Ländern aus Pyrethrumextrakt gewonnene Pyrethrine zugelassen. Ihre Verwendung ist auch im Ökologischen Landbau zulässig.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Skriptfehler: Ein solches Modul „Str“ ist nicht vorhanden. Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Skriptfehler: Ein solches Modul „Str“ ist nicht vorhanden.“ im Feld „“) und Skriptfehler: Ein solches Modul „Str“ ist nicht vorhanden.&huk=Alle&anw_kat=Alle&einsatzgebiet=Alle&wirkbereich=Alle&kultur=Alle&organismus=Alle&liste=1&submitbutton=Suchen DeutschlandsVorlage:AbrufdatumSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im häuslichen Bereich wird Pyrethrum verwendet

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

  • Benno Bös: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
  • Tim Schauenberg: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (mp3-Audio; 5,7 MB, 6:32 Minuten) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

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