Quagliano
Quagliano ist eine rote Rebsorte, deren Trauben sowohl als Tafeltraube Verwendung finden, wie auch zur Weinherstellung.<ref>Ian D'Agata: Native wine grapes of Italy. University of California Press, Berkeley 2014, ISBN 978-0-520-27226-2.</ref> Die sehr alte autochthone Sorte stammt aus Italien. Erste Erwähnungen findet man bereits in Schriftstücken des 17. Jahrhunderts, wo die Weine als „schwarzer, leichter und prickelnder Wein“ beschrieben werden. Sie wird auch in den Aufzeichnungen der Gemeinde Busca von 1721 erwähnt, und 1876 beschreibt Hermann Goethe (1837–1911) sie in seinem Handbuch der Ampelographie als blaue, dichtbeerige Keltertraube. Im Piemont findet die Sorte Eingang in die Weine der Denominazione di origine controllata der Colline Saluzzesi. In der Gemeinde Costigliole Saluzzo wird ihr zu Ehren am letzten Wochenende im September ein Volksfest gefeiert. Ihre Hauptanbaufläche verteilt sich auf die Gemeinden Pagno und Piasco sowie Teile von Costigliole Saluzzo, Manta, Verzuolo, Busca, Brondello, Castellar und Saluzzo. Kleine Rebflächen gibt es auch in Argentinien.
Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste von Rebsorten.
Synonyme: Caian, Caillan Noir, Cari, Quagliana, Quaian, Quajan, Qualiano oder Quagliano Nero. Nach dem Vitis International Variety Catalogue (VIVC) des Julius Kühn-Instituts (JKI), zählt zu den Synonymen (Stand Juni 2026) inzwischen auch die Bouteillan Noir (auch als Bouteillon Noir bezeichnet).<ref>Database search. In: Vitis International Variety Catalogue (VIVC). Julius Kühn-Instituts (JKI) für Rebenzüchtung, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg, 3. Juni 2026, abgerufen am 5. Juni 2026.</ref>
Abstammung: autochthone Sorte aus Norditalien (Provinz Cuneo)
Literatur[Bearbeiten]
- Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des Cépages. 1. Auflage. Verlag Hachette Livre, 2000, ISBN 2-01-236331-8.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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