Queige
| Queige | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat | ||||||
| Region | Auvergne-Rhône-Alpes | |||||
| Département (Nr.) | Savoie (73) | |||||
| Arrondissement | Albertville | |||||
| Kanton | Ugine | |||||
| Gemeindeverband | Arlysère | |||||
| Koordinaten | 45° 43′ N, 6° 28′ O
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| Höhe | 424–2440 m | |||||
| Fläche | – | |||||
| Einwohner | 904 (1. Januar 2023) | |||||
| Bevölkerungsdichte | – Einw./km² | |||||
| Postleitzahl | 73720 | |||||
| INSEE-Code | 73211 | |||||
| Website | www.queige.fr | |||||
| Datei:Queige.jpg Die aus einem ehemaligen Wehrturm erbaute Kirche von Queige | ||||||
Queige ist eine Gemeinde mit 904 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Kanton Ugine im Arrondissement Albertville.
Geographie[Bearbeiten]
Lage[Bearbeiten]
Queige liegt in den Westalpen im Beaufortain-Massiv am Flüsschen Doron, etwa 60 Kilometer südsüdöstlich der Stadt Genf und 46 Kilometer ostnordöstlich der zugehörigen Präfektur Chambéry (beides Luftlinie). Die Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Ugine, Villard-sur-Doron, Beaufort, Tours-en-Savoie, Albertville, Venthon, Césarches und Marthod.
Topographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde umfasst den unteren Talabschnitt des Doron, der im Wesentlichen westwärts fließt und im Bereich des eigentlichen Ortskerns eine Biegung nach Süden macht. Das Bergdorf liegt auf 585 m nur wenig oberhalb des Flusses, während auf den steilen Flanken des alpinen Erosionstals weitere Weiler und Häuser verstreut sind. Die Gemeindegrenze folgt im Süden und Norden den Gipfelketten oberhalb der Talflanken, und der Gemeindeboden erreicht in der Nähe des 2460 m hohen Mont Mirantin seinen höchsten Punkt. Wälder haben einen Anteil von 75 % an der Landbedeckung der Gemeindefläche, gefolgt von baumlosen Hochgebirgslandschaften mit 10 %, Wiesen mit 9 % und landwirtschaftlichen Flächen mit 5,6 %.<ref name="CLC2006" />
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Queige ist eine Streusiedlung mit einer Reihe weiterer Weiler und Gehöfte, darunter:
- La Forclaz auf 870 m an der gleichnamigen Passstraßenverbindung (Col de la Forclaz) mit Ugine;
- Grange Neuve, Outréchenay, la Ville, le Mont, Champ Fleuri, Champ Gilbert, la Poyat, Villaricol, Villaret und Aréchettaz in der Nordflanke;
- Bonnecine im Talboden flussaufwärts von Queige;
- les Prazes, Molliessoulaz, Maroland, la Chenat, les Pointières, la Moyette und les Roëngers in der Südflanke.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
Mit 904 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl FR 73211">Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)</ref> gehört Queige zu den kleinen Gemeinden Savoyens.
| Jahr | 1800 | 1836 | 1866 | 1901 | 1921 | 1946 | 1962 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2011 |
| Einwohner<ref name="cassini" /> | 1554 | 1647 | 1481 | 1202 | 1100 | 972 | 936 | 642 | 716 | 735 | 835 | 846 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||||||
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ortsname wird auf den römischen Namen Caius zurückgeführt, bei dem sich später das «Qu» etablierte, um den k-Laut zu erhalten.<ref name="garin" /> Queige wurde 1170 als Quegium schriftlich erwähnt und bildete zu der Zeit eine kleine Herrschaft, die zu den Besitztümern der Herren von Beaufort gehörte.<ref name="vernier" /> Jene verpfändeten 1271 ihren Besitz an die Herren von Faucigny, und mit dem Vertrag von Paris (1355) gelangte die Gegend an die Grafen von Savoyen.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Die dreischiffige Pfarrkirche Sainte-Agathe von Queige wurde 1674 geweiht und ersetzte ein älteres, weiter talwärts gelegenes Kirchgebäude. Dabei wurde der Wehrturm des ehemaligen Herrschaftssitzes als Chor und Glockenturm integriert, indem eine an den ungewöhnlichen Grundriss von 8,7 m × 10,3 m angepasste Turmspitze aufgesetzt und Fenster mit romanischen Bögen eingesetzt wurden. Trotzdem blieb äußerlich ein starker Kontrast zwischen dem massiven, aus Stein gemauerten Wehrturm und dem notdürftig angebauten Kirchsaal sichtbar. Die Entchristianisierung während der Französischen Revolution führte zur Zerstörung der Turmspitze, die danach durch ein flacheres Schieferdach ersetzt wurde.<ref name="garin" />
Bedingt durch die großen Höhenunterschiede und witterungsanfälligen Wege zur Pfarrkirche im Ortskern entstanden im 18. und 19. Jahrhundert in vielen der Weilersiedlungen eigene Kapellen, darunter in Bonnecine, Champs Gilbert, Molliessoulaz, Outréchenay, les Pointièrez und les Roëngers.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Queige ist noch heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und Alpwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Der Großteil der Erwerbstätigen sind jedoch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.<ref name="insee" /> Trotz der schönen Lage als Bergdorf mit Erhebungen weit über 2000 m besitzt Queige keine Wintersportanlagen oder andere touristische Einrichtungen. Ein kleiner Campingplatz am Ufer des Doron bietet Übernachtungsmöglichkeiten.
In Queige befindet sich eine staatliche école primaire.
Verkehr[Bearbeiten]
Queige liegt an der Departementsstraße D925, die durch das Tal des Doron von Albertville nach Beaufort führt und es über den Pass von Roselend mit dem Hochtal der Isère verbindet. Eine in Queige abzweigende Nebenstraße führt durch den Ortskern und weiter über den Col de la Forclaz nach Ugine. In rund 9 km Entfernung bietet die Stadt Albertville sowohl einen Autobahnanschluss an die A430 als auch einen SNCF-Bahnhof mit TGV-Verbindungen. Als Flughäfen in der Region kommen Genf (90 km), Chambéry-Aix-les-Bains (70 km) sowie Lyon-St-Exupéry (150 km) in Frage.
Literatur[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="CLC2006"> Daten 2006 von CORINE Land Cover, abrufbar z. B. unter Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.statistiques.developpement-durable.gouv.fr ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. </ref> <ref name="vernier"> </ref> <ref name="garin"> </ref> <ref name="cassini"> Queige – notice communale. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 19. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="insee"> Dossier complet zu Queige. In: INSEE. Abgerufen am 18. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Aime-la-Plagne | Albertville | Allondaz | Beaufort | Bonvillard | Bourg-Saint-Maurice | Bozel | Brides-les-Bains | Champagny-en-Vanoise | Césarches | Cevins | Cléry | Cohennoz | Courchevel | Crest-Voland | Esserts-Blay | Feissons-sur-Salins | Flumet | Frontenex | Gilly-sur-Isère | Grand-Aigueblanche | Grésy-sur-Isère | Grignon | Hautecour | Hauteluce | La Bâthie | La Giettaz | Landry | La Léchère | La Plagne Tarentaise | Les Allues | Les Avanchers-Valmorel | Les Belleville | Les Chapelles | Marthod | Mercury | Montagny | Montailleur | Monthion | Montvalezan | Moûtiers | Notre-Dame-de-Bellecombe | Notre-Dame-des-Millières | Notre-Dame-du-Pré | Pallud | Peisey-Nancroix | Planay | Plancherine | Pralognan-la-Vanoise | Queige | Rognaix | Sainte-Foy-Tarentaise | Sainte-Hélène-sur-Isère | Saint-Marcel | Saint-Nicolas-la-Chapelle | Saint-Paul-sur-Isère | Saint-Vital | Salins-Fontaine | Séez | Thénésol | Tignes | Tournon | Tours-en-Savoie | Ugine | Val-d’Isère | Venthon | Verrens-Arvey | Villard-sur-Doron | Villaroger Vorlage:Klappleiste/Ende
